’ne Rezension
Das Ⓐ-Radio Berlin hat im aktuellen libertären Podcast ’ne Rezension für meine CD »… als ich mir nicht anders zu helfen wusste.« untergebracht. Hört mal rein ;)
Geplante Räumung der Gerhart Hauptmann-Schule in Kreuzberg: Wir stellen uns quer!
Ein breites Bündnis von Nachbar*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen ruft zum zivilen Ungehorsam gegen die Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule auf.
Ende Juni 2014 gab es eine 10tägige Belagerung der Geflüchteten in der Gerhart-Hauptmann-Schule. Nach langen Verhandlungen und viel Solidarität aus der Nachbarschaft kam es schließlich zu einer Einigung zwischen Bezirk und Geflüchteten, dass die Geflüchteten in der Schule bleiben können.
Nun, 4 Monate später, hat der Bezirk durch seine Bürgermeisterin Monika Herrmann eine Kündigung zum 31.10.2014 geschickt. Alle Geflüchteten sollen auf die Straße gesetzt werden. So viel sind die Versprechen der Grünen wert. Anstatt Henkel und den Verantwortlichen im Land auf den Pelz zu rücken und Henkels Büro zu besetzen, geben die Kreuzberger Bezirkspolitiker*innen den Druck nach unten weiter.
Sie reden von Recht und Gesetz, brechen aber alle Vereinbarungen, die sie mit den Refugees eingegangen sind, am Oranienplatz mit Kolat oder in der Schule mit Herrmann!
Wir fordern die Bezirkspolitik dazu auf, ihr Wort zu halten und erklären hiermit, dass wir uns einer Räumung der Schule am Tag X entgegen stellen werden.
Bündnis Zwangsräumung Verhindern
(http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/2014/10/29/geplante-raeumung-der-gerhart-hauptmann-schule-in-kreuzberg-wir-stellen-uns-quer/)
Sterne
Es leuchten hell die Sterne
vom weiten Himmelszelt,
erfüllen mich mit Glück,
sind wichtiger als vieles auf der Welt.
Denn sie spiegeln mir dein Antlitz,
durch sie bist du nie fern.
Ich muss dir etwas sagen:
Wie die Stern‘ und mehr hab’ich dich gern‘.
Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 01.07.2014)
Zwischen Mauern aus Stein?
»Hier findet mensch Gott…«
haben sie gesagt,
»zwischen Mauern aus Stein
und Prunk, der sinnlos besteht.«
»Wo soll er hier denn sein?«
Habe ich gefragt,
»Kann Liebe nicht seh’n,
nur Knechtschaft und Autorität.«
Was hilft es der Welt,
wenn ihr euch verbeugt
und hingebt
’ner uralten Liturgie?
Seht lieber hinaus,
erblickt, was mit Liebe gezeugt.
In finsteres Zwielicht
dringt Wahrheit nie.
Wenn es ihn gibt,
was nicht bewiesen,
warum dann soweit ab
von dem, was er soll sein?
Kann ihn nicht denken,
als allmächtigen Riesen,
nur als die Liebe
und nicht in rituellem Schein.
Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 01.07.2014)
Port Kunterbunt
Im Bljandanischen Wald
an der Bansarischen Küste
findet sich ein gar buntes Nest.
Behütet vor Gewalt
und Herrschaftsgelüste
ist jede Nacht dort dem Leben ein Fest.
Von Palisaden aus Holz
und dem Willen zur Freiheit
geschützt, liegt an jenem Ort Port Kunterbunt.
Der Spielleute Stolz,
welche zum Teilen bereit,
kommt von dieser Wagenburg gar freudige Kund‘.
Refrain:
Sie leben voll Liebe im Wildvogel-Clan,
träumen heut‘ schon von ’ner Welt ohne Sorgen;
widersetzen sich der Herrschenden Wahn
und gehen gemeinsam ins Morgen.
Von dort ziehen sie aus,
bringen der Welt ihre Kunst
oder den Herr*innen manch deftigen Überfall.
Und auch auf’s Meer hinaus
mit Katamaranen in des Ozeans Gunst
erklingt ihr Lied überall.
Wenn sie singen von Liebe,
von Autonomie und Gleichheit,
ihrer Freude am Sein.
Auch wenn sie sonst wo treffen die Hiebe
und ihre Träume sind weit,
wächst in Port Kunterbunt deren Keim.
Ref.
Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 29.06.2014,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Port Kunterbunt«),
als mp3 downloaden: mit Yok Quetschenpaua feat. Degordarak dal Randjasiz
)
Eine gut gelaunte Kuh
Eine gut gelaunte Kuh
blickt von einem Milchprodukt,
weidet glücklich und voll Ruh‘;
wird so von euch noch angespuckt.
Sie kam einst auf diese Welt,
doch war nie ein Kind der Liebe.
Wo regier’n Genuss und Geld,
erntete sie von euch nur Hiebe.
Als sie alt genug dann war,
wurde sie geschändet.
Und klingt’s auch traurig, es ist wahr,
ihres Kindes Leben schnell beendet.
Denn dies Kind ’ner Vergewaltigung
sollte niemals spielen, niemals lachen,
sollt‘ bringen Mutters Milchfluss schnell in Schwung,
sie somit verwertbar machen.
Menschen verreckt an eurer Gier,
die alles Gute schnell verdirbt.
’ne Spezies ist der Schöpfung keine Zier,
wenn sie zynisch mit beglückten Opfern wirbt.
Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 28.06.2014)
Satjira – Ein Kindheitstraum wird wahr…
Vor ca. fünfzehn Jahren habe ich begonnen eine Fantasy-Welt namens Satjira zu erschaffen. Dem waren Pen-&-Paper-Rollenspiele vorausgegangen, denen später, schon während ich am Satjira-Project arbeitete, Erfahrungen beim LARP folgten. Selbst einige meiner Gedichte thematisierten und thematisieren auch immernoch das Satjira-Project. Nun hat mir Keks eine Wiki aufgesetzt, in welche ich meine alten Aufzeichnungen zum Satjira-Project Stück für Stück übertragen und dann teils mit Freund*Innen weiter ausarbeiten kann. Dies wird sicher noch eine Weile dauern, in welcher sich die Wiki nur sehr lückenhaft füllen wird. Dennoch habe ich sie bereits jetzt als Unterseite in den Blog eingebunden, um es zu ermöglichen allen Entwicklungen weiter zu folgen. Vielleicht findet ja jemensch Interesse daran und mag sich selbst in die Texte über Satjira einlesen oder sich sogar beteiligen.
GEMA? Nee, geh‘ mal (ka***n)!
GEMA? Nee, geh‘ mal,
das will ich hier nicht haben.
Meine Kunst bleibt frei davon.
Es gibt Fall’n, die lass ich mir nicht graben.
Wenn Kunst ist nur noch zum Profit,
nicht zu der Menschen Freude,
ihr werdet seh’n, dann stürzt es ein
aus Gier und Lügen das Gebäude.
Doch auch ihr seid nur Symptom,
seid ergeben all den Regeln.
Wo es geht um den Konsum,
dreht und spielt ihr nur an Rädchen und an Hebeln.
Was Kunst ist, habt ihr nie durchschaut,
eure Logik lässt euch keine Wahl.
Zum Beispiel ist es Kunst, wenn ich euch sag‘:
»GEMA? Nee, geh‘ mal!«
Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 10.06.2014)
Du bist nicht allein / Solidarität
Du suchst nach einem Wege,
drehst dich, siehst dich hilflos um,
fühlst dich eingesperrt in ’nem Gehege;
nur Mauern stehen dort herum.
Bist schon am verzagen;
verloren scheint der Sinn.
Doch lasse mich dir sagen:
es ist nicht alles hin.
Du bist nicht alleine,
Freunde steh’n an deiner Seit‘.
Zusammen bringen wir ins Reine,
was bedrohlich dich anschreit.
Und scheint’s auch unbesiegbar,
was deinen Seelenwald verbrennt,
so ist es ohne Zweifel wahr,
dass uns’re Solidarität nichts trennt.
Lass‘ Hand in Hand uns gehen
gegen alles, was dich frisst,
und uns neues Lande sehen,
in dem du frei dann bist.
Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 06.05.2014)
