22. November – Naziaufmarsch verhindern!

Moin Leute,

ich würde mich freuen, euch da alle bei der Blockade zu sehen ;)

Zum dritten Mal in Folge zogen Nazis, Rassist*innen und ein Häuflein aus der platte„besorgter“ Anwohner*innen durch Berlin-Marzahn, um gegen ein geplantes Containerlager zu hetzen. Waren es am Startpunkt noch ca. 400-500 Teilnehmer*innen, so wuchs diese Menschenmenge im Verlauf der Demonstration auf bis zu 600 Menschen an. Zum dritten Mal in Folge wurden auch die Gegenproteste durch die Berliner Polizei nicht nur erschwert, sondern komplett von der Öffentlichkeit abgeschirmt und kriminalisiert. So wurde der Auftaktpunkt der Gegendemo auch dieses Mal mit Wannen so zugeparkt, dass eine öffentliche Wahrnehmung kaum möglich war. Mehrfach bedrängten Bullen in Kampfmontur anwesende Antifaschist*innen, die sich mit Transparenten gegen Fotos der Gegenseite schützen wollten. Denn unter den sogenannten „besorgten Marzahner Anwohner*innen“ auf der anderen Straßenseite waren neben Sebastian Schmidtke und Uwe Dreisch zahlreiche weitere bekannte Nazis, die sich im Gegensatz zu den linken Teilnehmer*innen sehr frei bewegen konnten.

Gegen 19 Uhr setzten sich beide Demonstrationen in unterschiedliche Richtungen in Bewegung. Während die Demo der Nazis von den Bullen nur teilweise und dann lediglich mit einem durchlässigen Seitenspalier und kleinen Trupps an Anfang und Ende bedacht wurde, begleiteten sie die antifaschistische Demo von ca. 400 Teilnehmer*innen mit einem hohen Aufgebot. Dahinter steht die Argumentation der Polizei, dass vom „friedlichen“ Protestmarsch gegen die Unterkunft keine Gefahr für Polizei oder Passant*innen ausgehen würde. Dem widerspricht jedoch die Beobachtung, dass aus der Menge der Nazi-Demo mehrmals Flaschen und Böller auf vermeintliche Linke am Rande der Strecke geschmissen wurden, so wie am Auftaktort und beim Jugendclub „Klinke“ in Marzahn. Dort musste eine Sozialarbeiterin ambulant versorgt werden, nachdem sie von einer Flasche am Kopf getroffen wurde.

Jetzt reichts!
Am kommenden Samstag, den 22.11.14, planen die Nazis mit einer überregionalen Demonstration unter dem Motto: „Gegen Asylmissbrauch den Mund aufmachen!“ durch Marzahn-Hellersdorf zu marschieren. Es wird einer der größten Aufzüge der rassistischen Rechten seit Jahren in Berlin und Brandenburg erwartet. Dabei wollen die Rassist*innen wohl auch um die Unterkunft für Asylsuchende in Hellersdorf marschieren.

Das wollen und müssen wir verhindern!
Ein breites Bündnis aus antifaschistischen Gruppen und Initiativen ruft zu Blockaden auf. Die großen und breiten Straßen im Plattenbau-Kiez stellen uns dabei vor eine Herausforderung. Es werden daher viele Menschen notwendig sein, die sich den Nazis kreativ und entschlossen in den Weg stellen. Erfahrungen aus den letzten Jahren, wie in Magdeburg oder Dresden, haben deutlich gezeigt, dass große Aufmärsche nur gestoppt werden können, wenn wir ihnen mit einer breiten Palette an Protestaktionen begegnen. Wir sind deshalb solidarisch mit allen Aktionsformen, die den Aufmarsch der Nazis stören, blockieren oder verhindern wollen!

Mit der Silvio-Meier-Demonstration am gleichen Tag erklären wir uns ebenfalls solidarisch. Diese thematisierte in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder jenes Gedankengut, das vor 22 Jahren für den Mord an Silvio Meier verantwortlich war und das am 22. November, wahrscheinlich von bis zu 1.000 Rassist*innen, sehr offensiv auf die Straßen von Marzahn-Hellersdorf getragen wird! Wer an diesem Tag also der Ermordeten und Opfer von rechter Gewalt gedenken möchte, sollte dies nicht nur im ‘idyllischen’ Friedrichshain-Kreuzberg tun, sondern eine klare und unmissverständliche Ansage direkt an den Aufmarsch der Nazis richten!

In diesem Sinne: Antifa bedeutet Kampf ums Ganze! Keinen Fußbreit dem Faschismus!

Infosammlung:

Vortreffpunkte:

12 Uhr Ostkreuz (Sonntagstraße) – für Kreuzberg / Neukölln / Treptow / etc.

12Uhr Frankfurter Allee (Sparkasse) – für Friedrichshain / Pankow / Weißensee / etc.

Übersichtskarte:

Übersichtskarte

Twitter:

Weitere Infos:

http://akmh.blogsport.eu

Gegenkundgebungen:

Landsberger Allee / Blumberger Damm

S-Bhf. Raoul-Wallenberg-Str.

Alice-Salomon-Platz

Neue Grottkauerstr. / Hellersdorfer-Str.

(Achtet auf Ankündigungen von weiteren Kundgebungen)

Mutmaßliche Naziroute:

Raoul-Wallenberg-Straße, Blumberger Damm, Landsberger Allee, Alte Hellersdorfer Straße, Neue Grottkauer-Straße bis Alice-Salomon-Platz

Quelle sind die Bullen, kann also auch verarsche sein.

Quelle: http://akmh.blogsport.eu/2014/11/22-november-naziaufmarsch-verhindern/

ein Wort zu Sea Shepherd

Bis vor kurzem trug ich bei Auftritten gerne mal ein T-Shirt von Sea Shepherd und hatte ihre Seite auch auf meinem Blog verlinkt. Dies hat sich nun geändert, was nicht daran liegt, dass ich die Bekämpfung von Walfang mit militanten Mitteln nicht mehr gutheißen würde. Nein, Grund für meine Abkehr von Sea Shepherd ist deren Verbandelung mit der französischen Rassistin Brigitte Bardot. Neben ihrem Engagement für den Front National und ihrer rechtspopulistischen Hetze ist sie mit ihrer Fondation Brigitte Bardot für Sea Shepherd aktiv und gut mit deren Gründer Paul Watson befreundet.

Die Position von Aktivisten der Walschutzorganisation zu diesem Thema ist erschrekend: »Wir sind eine unpolitische Organisation. Was unsere Mitglieder und Unterstützer*innen in ihrer Freizeit machen ist uns egal.« Sprich sie dulden die Umtriebe von Rassist*innen in ihrer Organisation und benennen sogar ihre Boote nach diesen, wenn sie genug Geld dafür erhalten.

Wo Sea Shepherd nicht bereit ist, sich vom rechtsradikalen Kräften zu trennen und dies mit einem angeblichen »unpolitisch sein« begründet, halte ich Rosa Luxemburgs »Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken.« dagegen und stelle klar, für jene, die Rassismus eine Plattform geben, will ich nicht werben. Wale brauchen keine Rassist*innen und ein politisches Problem wie die Jagd auf Wale geht nicht unpolitisch zu lösen. Keinen Fuss breit den Rassist*innen.

Waffen für Rojava!

Spendet für die Verteidigung eines freien Kurdistans...

Bis ALLE Mauern und Grenzen niedergerissen sind…

* Link zur Aktion auf indiegogo.com
* Website der Orga

’ne Rezension

Das Ⓐ-Radio Berlin hat im aktuellen libertären Podcast ’ne Rezension für meine CD »… als ich mir nicht anders zu helfen wusste.« untergebracht. Hört mal rein ;)

Geplante Räumung der Gerhart Hauptmann-Schule in Kreuzberg: Wir stellen uns quer!

Ein breites Bündnis von Nachbar*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen ruft zum zivilen Ungehorsam gegen die Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule auf.

Ende Juni 2014 gab es eine 10tägige Belagerung der Geflüchteten in der Gerhart-Hauptmann-Schule. Nach langen Verhandlungen und viel Solidarität aus der Nachbarschaft kam es schließlich zu einer Einigung zwischen Bezirk und Geflüchteten, dass die Geflüchteten in der Schule bleiben können.

Nun, 4 Monate später, hat der Bezirk durch seine Bürgermeisterin Monika Herrmann eine Kündigung zum 31.10.2014 geschickt. Alle Geflüchteten sollen auf die Straße gesetzt werden. So viel sind die Versprechen der Grünen wert. Anstatt Henkel und den Verantwortlichen im Land auf den Pelz zu rücken und Henkels Büro zu besetzen, geben die Kreuzberger Bezirkspolitiker*innen den Druck nach unten weiter.

Sie reden von Recht und Gesetz, brechen aber alle Vereinbarungen, die sie mit den Refugees eingegangen sind, am Oranienplatz mit Kolat oder in der Schule mit Herrmann!

Wir fordern die Bezirkspolitik dazu auf, ihr Wort zu halten und erklären hiermit, dass wir uns einer Räumung der Schule am Tag X entgegen stellen werden.

Bündnis Zwangsräumung Verhindern
(http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/2014/10/29/geplante-raeumung-der-gerhart-hauptmann-schule-in-kreuzberg-wir-stellen-uns-quer/)

Sterne

Es leuchten hell die Sterne
vom weiten Himmelszelt,
erfüllen mich mit Glück,
sind wichtiger als vieles auf der Welt.

Denn sie spiegeln mir dein Antlitz,
durch sie bist du nie fern.
Ich muss dir etwas sagen:
Wie die Stern‘ und mehr hab’ich dich gern‘.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 01.07.2014)

Zwischen Mauern aus Stein?

»Hier findet mensch Gott…«
haben sie gesagt,
»zwischen Mauern aus Stein
und Prunk, der sinnlos besteht.«

»Wo soll er hier denn sein?«
Habe ich gefragt,
»Kann Liebe nicht seh’n,
nur Knechtschaft und Autorität.«

Was hilft es der Welt,
wenn ihr euch verbeugt
und hingebt
’ner uralten Liturgie?

Seht lieber hinaus,
erblickt, was mit Liebe gezeugt.
In finsteres Zwielicht
dringt Wahrheit nie.

Wenn es ihn gibt,
was nicht bewiesen,
warum dann soweit ab
von dem, was er soll sein?

Kann ihn nicht denken,
als allmächtigen Riesen,
nur als die Liebe
und nicht in rituellem Schein.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 01.07.2014)

Port Kunterbunt

Im Bljandanischen Wald
an der Bansarischen Küste
findet sich ein gar buntes Nest.

Behütet vor Gewalt
und Herrschaftsgelüste
ist jede Nacht dort dem Leben ein Fest.

Von Palisaden aus Holz
und dem Willen zur Freiheit
geschützt, liegt an jenem Ort Port Kunterbunt.

Der Spielleute Stolz,
welche zum Teilen bereit,
kommt von dieser Wagenburg gar freudige Kund‘.

Refrain:
Sie leben voll Liebe im Wildvogel-Clan,
träumen heut‘ schon von ’ner Welt ohne Sorgen;
widersetzen sich der Herrschenden Wahn
und gehen gemeinsam ins Morgen.

Von dort ziehen sie aus,
bringen der Welt ihre Kunst
oder den Herr*innen manch deftigen Überfall.

Und auch auf’s Meer hinaus
mit Katamaranen in des Ozeans Gunst
erklingt ihr Lied überall.

Wenn sie singen von Liebe,
von Autonomie und Gleichheit,
ihrer Freude am Sein.

Auch wenn sie sonst wo treffen die Hiebe
und ihre Träume sind weit,
wächst in Port Kunterbunt deren Keim.

Ref.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 29.06.2014,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Port Kunterbunt«),
als mp3 downloaden: mit Yok Quetschenpaua feat. Degordarak dal Randjasiz 2019_scheinwelt_-_cd_cover_front)

Eine gut gelaunte Kuh

Eine gut gelaunte Kuh
blickt von einem Milchprodukt,
weidet glücklich und voll Ruh‘;
wird so von euch noch angespuckt.

Sie kam einst auf diese Welt,
doch war nie ein Kind der Liebe.
Wo regier’n Genuss und Geld,
erntete sie von euch nur Hiebe.

Als sie alt genug dann war,
wurde sie geschändet.
Und klingt’s auch traurig, es ist wahr,
ihres Kindes Leben schnell beendet.

Denn dies Kind ’ner Vergewaltigung
sollte niemals spielen, niemals lachen,
sollt‘ bringen Mutters Milchfluss schnell in Schwung,
sie somit verwertbar machen.

Menschen verreckt an eurer Gier,
die alles Gute schnell verdirbt.
’ne Spezies ist der Schöpfung keine Zier,
wenn sie zynisch mit beglückten Opfern wirbt.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 28.06.2014)