Archiv für AgitProp

Visionen der Verdammnis

Visionen der Verdammnis hall’n mir durch den Kopf
von Schmerzen, Terror und Verderben,
verkünden das Nahen von der Freiheit Untergang,
welcher bringt uns das große Sterben.

Finsterer Herrschaft gerüstete Knechte
setzen an zum letzten Sturm.
Und lüstern geiler Henker gemarterte Opfer
verzweifeln im schattenhaften Turm.

Des gekrönten Totenraben Schwingen vernichten
das Sein des Glücks und auch der Würde.
Versklaven und lügen, den Krieg herbei tragen,
war dem Imperium nie eine Hürde.

Voll Zynismus ist des Tyrannen Gerede vom Frieden,
gegeben durch Tod und Qual und Leid.
Weil nur seine Macht kann erstrahlen voll Pracht,
wo diktiert wird das Handeln vom Neid.

Der Schein des Traumes reißt längst entzwei.
Vorbei ist die Zeit der Utopien,
die am Sternenmeer wir in Autonomie glücklich lebten.
Nun hilft’s nur noch zu flieh’n.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 10.08.2021,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Visionen der Verdammnis«))

So führen Krieg die Mächtigen

Weiß, blau, rot, es bläst zur Schlacht –
die Menschlichkeit muss ruh’n –
mit Waffenwahn, imperial,
als Reaktion zu provokantem NATO-Tun.

Dagegen weht ein Fahnenmeer,
blau und gelb, in nationalem Ton,
steht hinter Mord und Schattenrad,
ist jedem Frieden Hohn.

So führen Krieg die Mächtigen,
Selenskyj, Biden, Putin, Stoltenberg und Co.
Für sie zu morden, beiderseits
bleibt für immer nichts als roh.

Mein Herz, es weint vom Leid der Welt
und der Tyrannen tun.
Medialer Hass, Einfältigkeit
lässt mich als nimmer ruh’n.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 14.03.2022)

Morgenrot

Träumst du noch davon?
Es kann auch wieder sein,
dass aufrecht geh’nde Menschen
von den Faschisten sich befrei’n.

Der Weg der wird kein leichter
gegen »Querdenken«, AfD und auch den Staat.
Doch nur wenn wir ihn gehen,
pflanzen wir die Saat.

Für ein Leben einst in Freiheit,
Antifa heißt Widerstand
gegen rechten Terrorismus
und für ein Morgenrot im Land.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 14.05.2021)

Die Zeit der Träume ist vorbei

Die Zeit der Träume ist vorbei.
Im Wahn die Welt des Scheins zerreißt,
mit sich den blauen Samt entzwei.
Der Hoffnung Quellen sind verwaist.

Gewalt und Dummheit siegen schon,
wenn rechte Hetze Einzug hält.
Das Wort Freiheit verkommt zu Hohn,
wo Kapital regiert die Welt.

Ich frag mich: Was soll uns noch retten?
Denn machtlos sind wir allemal.
Kann nicht auf die Zukunft wetten.
Doch zweifeln müssen alle mal.

So mag’s sein, dass wir verlieren,
die Welt in heißer Luft verbrennt.
So kann erwacht uns Sieg auch zieren,
wenn Angst von Hoffnung uns nicht trennt.

Lasst uns kämpfen und gedenken,
nicht nur in bloße Träume flieh’n,
keine hohlen Fähnchen schwenken,
sondern gemeinsam vorwärts zieh’n.

Den Wunsch vom Schutzraum muss ich dämpfen,
denn Knüppeln ist er einerlei.
Wacht endlich auf, beginnt zu kämpfen.
Die Zeit der Träume ist vorbei.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 13.06.2021)

Finst’re Nacht

Erinnerst du dich noch?
Es ist schon viel zu lange her.
Blockierte Nazidemos
gibt es heut‘ nicht mehr.

»Querdenken« & AfD
marschier’n geschützt von Polizei,
lamentier’n von »der Verschwörung«.
Nur ihr Wahn ist heut‘ noch frei.

Sind der Freiheit Untergang,
waren niemals Widerstand,
mit dem Tiefen Staat vereint.
‚Ne finst’re Nacht bricht über’s Land.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 14.05.2021)

Der Querulant

Krieg herrscht hier und Krieg herrscht dort.
Ein Schlachten ist es immerfort.
Kleine Herrscher, große Herrscher wollen ihr Besitztum halten,
ein jeder nur von kleinem Geiste walten.

Sie rufen nach der Freiheit gern‘,
meinen nicht den Freiheitsstern,
meinen nur die eig’ne Macht.
Der finst’re Tod – er lacht.

Jedes Übel treibt ein and’res vor sich her.
Die Menschen wollen immer mehr
und wer fremd wirkt, wird gejagt als Tier,
sollt‘ stets sich hüten vor der Gier.

Doch wo sie glauben alten Mären,
woll’n sie sich gegen Zweifel wehren.
So ziehe ich von Land zu Land.
Als Querulant bin ich bekannt.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 27.01.2020,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Der Querulant«))

Ein frühes Grab

Bis in das tiefe Erdenreich
geh’n meine Wurzeln nieder.
Wo harter Stein und Sand ganz weich,
füllt Lebenskraft mich wieder.

Die Kron‘ reck‘ ich zum Himmel auf,
dem weiten Blau entgegen.
Verfolge stumm der Jahre Lauf.
Ihr achtet nicht mein Regen.

Ich kann nicht weichen all‘ dem Gift,
mit dem ihr die Welt verseucht.
Wenn saurer Regen Blattwerk trifft,
zerfrisst langsam mich das Feucht.

Doch wenn mich dies dann töten tut,
wird auch euch die Luft schnell knapp.
So schaffet die Verwertungswut
nicht nur mir ein frühes Grab.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 12.07.2020)

Kubas Solidarität

Es erklingt nun ganz betroffen
und von Selbstmitleid besoffen
der Ruf, die Welt so zu versteh’n,
wie sie uns’re Herrscher seh’n.
Der »Westen« gut, der Rest ganz böse,
so propagiert man’s mit Getöse.

Doch so leicht ist’s freilich nicht.
Es trübt der Hass die klare Sicht.
Nur Kapital gilt es zu retten
und jene, die mit Aktien wetten.
Nächstenliebe ist ’ne Mär,
der Menschlichkeit gilt hier die Wehr.

Meine Achtung gilt der Solidarität,
die für Kubas Ärzte vorne steht.
Trotz Blockade, Wirtschaftskrieg
kämpfen sie weiter für den Sieg
des Lebens über’s Massensterben,
für die Liebe – Fidel’s Erben.

Dies führt zurück zur ersten Szene:
In Deutschland fletscht man grimm die Zähne.
Wie kann’s wohl sein, dass Menschen sehen,
das Kommunisten vorwärts gehen,
wo Lobbyisten uns doch lenken,
nur an die eig’nen Interessen denken?

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 25.05.2020)

Vernunft

Es marschiert die Querfront auf,
lässt wirren Phrasen freien Lauf,
hofft auf Tag X und Widerstand,
rechter Terror herrscht im Land.

Autoritär, so hält dagegen,
um Widerstand hinfort zu fegen,
der Staat mit Staatsgewalt und Polizei,
nur Kapital ist hier noch frei.

Wohin ich seh‘, so wird mir schlecht,
Geschrei und Schläge schaffen Recht.
Statt solidarisch gegen Diktatur und Hass,
scheint die Vernunft heut‘ ziemlich blass.

Sie hat nun gar nicht viel zu sagen,
wo sich’s nicht ziemt mal nachzufragen.
Glaub‘ den Medien, glaub‘ der Angst,
zu wirren Phrasen du gelangst.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 14.05.2020)

Asche

Aus der Asche sich erhebt,
das wonach die Hoffnung strebt,
wenn sich alte Wunden schließen,
aus denen blut’ge Bäche fließen.

Zerfall’nes wächst zu neuem Glanz,
Zerstrittenes wird einig ganz,
die Knechtschaft findet dann ein Ende,
so naht herbei die Zeitenwende.

Doch trennen uns noch Müh‘ und Qual
und wir haben selbst die Wahl,
zu verharr’n, voran zu gehn,
die Welt unter der Asche seh’n.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 14.04.2020,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Asche«),
als mp3 downloaden: mit Franzi Graube-Kühne)