Tag Archiv für träumerei

una media luz

es una media luz,
cuál circunda al mundo
como un espejo
entremedio del sueño
y la realidad.

en las sombras de la luz
existen las fantasías
sobre magia y fuego,
existe la esperanza
sobre libertad y amor.

en los puntos de la luz
existe claridad aguda,
esa es la muerte
para todos los cuentos
de la infancia.

es una media luz,
cuál circunda mi vida,
permite vivir a mi
en la frontera del sueño
y la realidad.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 10.08.2018)

scheinwelt

es ist eine scheinwelt namens realität,
für jede vernunft scheint's seit äonen zu spät.
stumpfer wahn, der uns treibt in des alltags konsum.
für den krieg macht's uns blind, der dem tod bringt nur ruhm.

doch der trott niemals stoppt, solang wir's belassen,
den kampf zwischen klassen als lüge auffassen.
und wer der hilfe bedarf, blickt einsam sich um.
es gibt keine hilfe, all' die schreie sind stumm.

bis nach finsterstem schweigen der schleier dann fällt,
dass aus uns'rem erwachen erwächst jene welt,
wo keine scheinwelt sie ist, die realität,
weil in unseren träumen voll liebe sie lebt.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 23.09.2017)

kirschblüten-haiku

kirschblüten wehen,
tragen der menschen geister
durch den raum der zeit.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 10.04.2017)

morgendliche dämmerung am malecón

das meer liegt still und schwarz.
nur hier und dort ein stern
am himmel über mir
leuchtet aus weiter fern.

es dreht im kreise sich
auf dem turm das feuer,
weist durch die nacht den weg
für der schiffe steuer.

im schlaf noch liegt die stadt;
wird alsbald schon munter.
das zwielicht weicht dem licht;
leben färbt sich bunter.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 31.03.2017,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Morgendliche Dämmerung«))

ein kubanisches bild

abgas treibt im winde her
unter blau erstrahl'ndem himmel.

motoren knattern, kinder spielen,
hühner gackern, hunde pennen.

rote erde gebiert grünstes gras,
die strasze nichts als löcher.

meer umspielt das land,
auf dem schroffe berglein sprieszen.

hoffnung ruhet hier, dem zweifel nah',
verwirrt den geist voll emotion'.

langsam geht der tag dahin,
doch die nacht bringt neuen schon.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 16.03.2017)

keine schranken

weit fliegen all' die gedanken,
wie's heiszt, kennen sie keine schranken;
fliegen über's meer hin zu dir,
tragen grüsze und wärme von mir;

wiegen dich und mich in träumen
von blumen, von gräsern und bäumen,
einer welt voll grünem leben,
wo alles ist allen gegeben.

schliesz' die augen, öffne sie weit,
erkenn' mit mir gemeinsam die zeit.
weit fliegen all' die gedanken,
wie sie kennen wir keine Schranken.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 13.03.2017)

yo sueño

es la isla del socialismo,
es la isla de la esperanza
y el pueblo espera
al socialismo
y la libertad.

yo estoy aqui, en la isla,
en la isla de la esperanza.
pero no estoy en mi casa,
porque est lejana,
es en tus cercanía.

¡vámonos a la isla!
es la isla de la esperanza.
yo sueño contigo
y con el socialismo
y la libertad.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 09.03.2017,
als mp3 downloaden: mit Tobias Thiele)

freiheitsstern

syrinea's silbermond
steht hoch über der welt,
wie ein funkelnd' kleid trägt er
satjira's sternenzelt.

und ein wilder vogel fliegt
durch's blasse licht der nacht,
singt voll freud' der freiheit lied,
spürt seiner schwingen macht.

sein gesang dringt in mein ohr,
trägt freud' ins leben mir.
mit deinem bilde er verschmilzt,
mein türkises katzentier.

wie zum horizont er strebt,
der vogel in die fern',
so streb' von herzen ich zu dir
und mit dir zum freiheitsstern.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 02.07.2016,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Freiheitsstern«))

wilder vogel

es fliegt der wilde vogel über's meer,
ein katamaran aus port rhiannon.
auf ihm kommen des wildvogel-clans pirat*innen daher,
unter hellblauem himmel und strahlender sonn'.

gegen sklaverei und kolonialgehabe
zieh'n sie voll wildheit in die schlacht.
mit schwertern, mit feuer und magischer gabe
stellen sie sich gegen finsterste macht.

Refrain:
der wind bläst, lässt die segel blähen,
trägt in die fern' der freiheit lieder.
schlieszt du die augen, kannst du sie sehen,
ihre geschichten hall'n in dir wieder.

in hafenschenken, in dunklen gassen,
als spielleut' und beim würfeln mit list,
der geldbeutel besitzer*innen sich wechseln lassen.
mit schönen worten entgeh'n sie dem zwist.

haben recht und gesetz als unrecht erkannt.
der welten reichtum gehört allen.
vor der herrschenden knechte entflieh'n sie dem land,
um ihre schiffe auf see zu überfallen.

Ref.

auf einsamen inseln finden sie dann
mythische rätsel oder gar eine kiste voll gold,
die an all' die bedürftigen verteilt werden kann
und die götter sind ihnen hold.

so nehmen sie hier und geben sie dort,
genieszen in freude das leben.
bevor sie gefangen, sind sie schon fort.
das seien ist allen gegeben.

Ref.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 25.12.2015,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Wilder Vogel«))

meine träume

(zu »meine träume« vom Wundabunten Straszenpunk)

soldaten marschieren in kriege,
folgen blind jedem befehl,
vergessen es zu hinterfragen,
geben dem hass freien lauf;
am ende gibt’s tote, doch keine siege.

wo die waffen dann krachen,
es ertönt gar grausiges konzert,
und wo menschen für die freiheit fochten,
erbringt der tod and'ren profit,
lässt den waffenschmied lachen.

aus des schlachtens unsäglichem leiden
erwachsen trauer und kälte.
verachtung für das leben anderer,
die überhöhung des selbst
lassen die taten von menschlichkeit scheiden.

es hallt in stimmen die vergangenheit:
von boden, von blut, ja von völkischem wahn
gegen jene, die flohen
vor dem krieg uns'rer waffen;
erträumen ein »arisches reich«.

lasst jene, die tragen den hass in jedem wort,
gemeinsam uns stoppen.
meine träume lassen die liebe erblühen,
eine welt ohne kriege,
ein utopischer ort.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 20.09.2015)