The Way

I walk along an empty road,
searching for a place to go,
but there are borders all around
and at the end of our ways there is just the death.

I walk along an empty way,
don’t wanna find a place to stay.
There is no destination in my mind,
will be free and stay alive.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 29.07.2011)

Lelia

Nacht erstickt die Welt
    in tiefster Dunkelheit.
        Schöner Traum erstirbt
            an brutaler Wirklichkeit.

    Da zerbricht ein Schrei
        das bitterkalte Eis.
            Die Lilie erstrahlt,
                ist dem Leben uns verheiß.

        Auf das sie bringe
            Hoffnung, Glück und Friede,
                und warm erleuchte,
                    was sonst voll Hass, mit Liebe.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 12.07.2011
,
als mp3 downloaden: mit Franzi Graube (2014)_als_ich_mir_nicht_anders_zu_helfen_wusste_-_cd_cover_front)

Gedanken

Diesmal ist es weniger ein Gedicht als mehr ein Gedanken, der mir so durch den Kopf ging:

Nicht jeder Tag bringt, was mensch sich von ihm verspricht
und doch sollte mensch einen jeden Tag leben.

Das meiste, was andere aus ihrem Leben machen, kann mensch nicht verstehen
und doch sollte mensch ein jedes Leben achten.

Selten wird eine Liebe, die in einem brennt, erwidert
und doch sollte mensch eine jede Liebe fest in seinem Herzen tragen.

Kaum ein Traum überlebt den Kontakt mit der Wirklichkeit
und doch sollte mensch einen jeden Traum leben.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 28.06.2011)

Danksagung

Einst war ich verloren,
in mir selbst ertrunken,
eiskalt und ohne Kraft
strebte ich nur zu dir.

So sehr ich mich mühte,
‘warst unerreichbar fern.
Verzweiflung zerfraß mich,
und stärkte meine Seel‘.

Bekam von dir Alles,
ohne, dass du mir gabst.
Du machtest mich sehend
für die Dinge in mir.

Nun endlich bin ich frei,
kann meiner Wege geh‘n.
Ein letzter Gruß gilt dir,
die im Seien mir half.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 26.06.2011)

Friedlich

Die Sonne durch die Blätter bricht,
    ins Wasser fällt das grüne Licht.

  Der Vogelsang die Seel‘ befreit,
      der Himmel scheint uns blau und weit.

    Nichts zu spüren von dem Leid der Welt,
        wo anderswo die Bombe fällt.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 13.06.2011)

rainbow eyes

I feel her skin under my hands.
    I smell her hair in my nose.
        I taste her tongue with mine.

    I look into her eyes and see the love.
        I lie in her arms every night in my dreams.
            But the reality is cold and lone.

        It’s just the love in my heart,
            which drives me through the day.
                The love for the girl with the rainbow eyes.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 30.05.2011)

Zwischen Schatten und Licht

Einsam steht sie da in weiter Öd‘
nichts als Staub und Trockenheit,
die Sonne strahlt von ganzer Kraft,
das Licht ist unerbittlich heiß.

Was sie erstrahlen lassen könnte,
voll Pracht und Schönheit sich entfalten,
zerschmettert sie mit Wucht,
lässt dorren sie, bald scheiden.

Doch als die Hoffnung schon fast tot,
sich vom Glanze zu erlösen,
da naht ihr eine dunkle Wolk,
gefüllt mit kaltem Regen.

Und als es hernieder geht,
was der Trauer sonst Verkündung,
befreit sie von der Sonne Pracht
und bringt ihr die Erlösung.

Es spannt sich weit ein Regenbogen
zwischen kühlem Schatten und heißem Licht
und unter ihm erblüht die Blume,
sieht in dem Leben ihre Pflicht.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 07.06.2011,
ein Gedicht der Regenbogentinte-Reihe,
ist auch Teil des Satjira-Projects (siehe »Zwischen Schatten und Licht«),
als mp3 downloaden: mit Franzi Graube (2014)_als_ich_mir_nicht_anders_zu_helfen_wusste_-_cd_cover_front)

Minne

Mein Herz ist jeden Tag mir schwer,
den ich dich nicht sehen kann.
Es kommet nur ein Licht mir her,
wenn ich träume dann und wann:

Von einem Tag an deiner Seit‘
weit weg, in schön’rem Lande.
Ist es dein Antlitz, das mich leit‘
bis fern zum Weltenrande.

Gibt nirgendwo ’ne schön’re Maid
unter’m weiten Sternenzelt.
Wo selbst verblasst ein golden Kleid,
strahlst du weiter in die Welt.

Selbst blaue Rosen, Silbermond
sind leichter zu erreichen.
Der Schmerz in meinem Herzen wohnt,
droht’s langsam zu zerreißen.

Wenn es nur eine Hoffnung gäb‘,
dich länger anzusehen.
Was ist es für ein traurig Leb‘,
ich fern von dir muss gehen?

Kann dich nur halten mir im Herz‘
und werde weiterziehen.
Wenn ich dann blicke himmelwärts,
in Träume muss mich fliehen.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben im Dezember 2009,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Minne für Aimenel«))

Ich stehe am Fenster

Ich stehe am Fenster,
    blicke in die Nacht,
        fühle mein Herz mir,
            das zerspringt mir aus Schmerz.

    Was einst gut und schön war,
        das kommt nicht zurück.
            Was gut sein‘ könnte,
                das entsteht nimmermehr.

        Es wachsen mir Flügel
            und ich fliege fort,
                weit zum Horizont.
                    Endlich frei – dann der Fall.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben in der Nacht vom 22. zum 23. Januar 2011,
als mp3 downloaden: mit Grog (2014)_als_ich_mir_nicht_anders_zu_helfen_wusste_-_cd_cover_front)