la cantautora

sobre amor ellos cantan
en esta noche y en muchas.
los cantautores se presentan
con palabras muy tiernas.

pero ella es differente.
su sonido sueno encontra el machismo.
con ternura crea un frente
para un mundo sin sexismo,

y de un ser lleno de respeto
de todos y todas para todos y todas.
tambien para el arte es con efecto.
al fin ellas cantan las cantautoras.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 18.03.2019)

Record Release: »Eine Scheinwelt namens Realität«

2019_scheinwelt_-_cd_cover_frontNach über fünf Jahren erscheint am 08.12.2019 mein zweites Album. Es trägt den Namen »Eine Scheinwelt namens Realität« und wird in meine Gedankenwelt zwischen Klassenkampf und fantastischer Träumerei führen. Erneut sind verschiedenste Musiker*innen und Bands beteiligt. So geht die musikalische Reise über Liedermacherei & HipHop hin zu Punk & Metal, wobei u.a. Yok, Patsy Stone, Genez, Zargenbruch, Wayne Lost Soul, Tobias Thiele, Franzi Graube-Kühne, Shei, Klaus der Geiger, Albino & Hisztory mit am Start sind.

Um die Record Release zu feiern, wird es an jenem Abend ab 20:00 Uhr im Supamolly (Jessnerstr. 41, 10247 Berlin) eine kleine Gala mit einigen der beteiligten Künstler*innen geben. Dabei sind dann Tobias Thiele, anderersaits, Harlekin, Wayne Lost Soul, Disaster, Sahara B., Weekend Chicken Supervisor, Max Liebers & Fari. Lasst euch das nicht entgehen und kommt vorbei ;)

Scheinwelt-Fotoshooting am 01.07.2019. Fotos von Ben Kriemann
(http://www.ben-kriemann.com/)

Oh Feind

Ey raqîb, oh Feind, scheiß Daesch & scheiß Türkei
es wird kommen die Zeit, da sind wir von euch frei.
Doch der Weg dorthin wird schwierig und lang,
Kampf gegen Faschismus, aufrechter Gang!

Sie so: PYD, PKK, Terroristen.
Nur Propaganda türkischer Drecksfaschisten.
Und niemand greift ein, alle schauen zu.
Nach einem Völkermord herrscht Friedhofsruh'.

Ich sage: PYD, PKK, Résistance!
Der Widerstand ersteht gegen blutige Trance,
gegen Folter, Mord und auch Genozid,
für die Freiheit und ein fröhliches Lied.

Niemand soll behaupten, die Kurden wären tot.
Die Kurden leben. Sie tragen grün, gelb & rot.
Sie leben – die Fahne wird nie fallen!
Der Ruf nach Freiheit wird nicht verhallen.

Denn hinter Krieg und Krise steht das Kapital,
der Kampf um Befreiung ist international,
gilt Kapital, Terror und der Türkei.
Es wird kommen einst die Zeit, da sind wir frei!

#riseup4rojava

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 14.10.2019)

Rezension »Deutscher Wald für deutsche Rehe«

Fast dreieinhalb Jahre ist es nun her, dass Geigerzähler seine letzte Platte »Sollbruchstellen« herausbrachte. Nun legt er mit »Deutscher Wald für deutsche Rehe« nach. Das tut er typisch für ihn mal auf ironische, mal auf psychedelische und mal auf bitter-ernste Weise. Ein zentrales Thema legt schon der Titel der Scheibe offen. Es geht um das Erstarken nationalistischer Kräfte. Aber auch eine Selbstkritik autonomer Szene, die viel zu oft in Identitätsgedünkel versinkt, steht an. Beispielsongs hierfür sind »Grunewald«, »Sein wie sie« & »Ticket to lose«. Besonders gut gefallen mir die zwei sorbischen Lieder »Ach, moja hola« und »Měj ty dobru nóc« sowie der Song »Kopfstand«. Sofort geht in meinem Kopf ein skurriles Kopfkino zur gleichnamigen Veranstaltungsreihe von Geigerzähler, Sahara B. und dem Papst an.

Geigerzähler stellt mal wieder sein ganzes Können mit der Geige unter Beweis und beschert uns einen spannenden Mix, der mich 38 Minuten bzw. 10 Lieder lang in seinen Bann schlägt. Ich freue mich, die Scheibe schon jetzt hören zu dürfen; euch sei empfohlen, sie ab kommendem Samstag, den 28.09.2019 als CD – später hoffentlich auch auf Vinyl – zu erwerben. Dann ist ab 20:00 Uhr nämlich die Record Release Party in der KvU (Storkower Str. 119, 10407 Berlin). Auch ich werde neben anderen Kolleg*innen von AbDafür! Records dabei sein. Schaut vorbei, krallt euch das Album und habt 'nen guten Abend mit uns. Wir solidarisieren uns mit den Tu mal Wat! Aktionstagen, die vom 26. zum 29.09. in Berlin stattfinden. Vielleicht kommt die Wut ja zu uns zurück und wir tun mal was...

Ein Kommentar zu den Wahlen in Brandenburg & Sachsen – Vertonung des Monats September 2019

80 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges scheint fast ein Viertel der wahlberechtigten Brandenburger*innen der Meinung zu sein, einen Faschisten wählen zu müssen. In Sachsen bleiben nach ersten Hochrechnungen die Möglichkeiten einer Koalition der CDU mit den Neonazis der AfD, einer Minderheitenregierung der CDU oder einer extrem knappen schwarz-rot-grünen Koalition. Da wird sich bald zeigen, was von Beteuerungen, nicht mit der AfD koalieren zu wollen, übrig bleibt – vor allem, wenn sich die Parteien einer möglichen schwarz-rot-grünen Koalition in ihrer Profilierungssucht weiter zerreiben.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich da Angst habe. Ich glaube nicht, dass parlamentarische Wahlen etwas zum Guten verändern können, solange die wirtschaftliche Basis ein mörderisches System bleibt. Aber es steht historisch außer Frage, dass der Überbau vom Parlamentarismus zur faschistischen Diktatur kippen kann.

»Nie mehr Faschismus! Nie mehr Krieg!« bedeutet, dass wir beiden die ökonomische Basis entziehen und eine klassenlose Gesellschaft erkämpfen müssen. Das muss der Großteil der Lohnabhängigen kapieren, wenn ein neues 1933 verhindert werden soll.

Als Vertonung des Monats gibt's von mir zur Mahnung »Bilder von Vernichtung und Krieg«, dass ich 2014 mit Rest in Risiko aufgenommen habe.

für den krieg niemals

wofür zu kämpfen es sich lohnt gibt’s viel.
'ne gerecht're welt wär' so ein ziel.
für den frieden kämpf' ich gerne
und um mit dir zu schauen in die ferne.
für die freundschaft lohnt es vielmals,
doch für kriege kämpf' ich niemals.
para la guerra, nunca!

will mit dir tanzen bis ins morgenrot,
doch auf schlachtfeldern tanzt nur der tod.
wie soll die liebe auch gedeihen,
wo in todesqualen menschen schreien.
für die liebe zu kämpfen lohnt sich vielmals,
doch für kriege kämpf' ich niemals.
para la guerra, nunca!

für den traum von fantastischen welten,
um unter mond & sternen zu zelten,
zu entkommen den zwängen dieser zeit,
auch wenn dies ziel ist noch so weit.
dafür zu kämpfen lohnt sich vielmals,
doch für kriege kämpf' ich niemals.
para la guerra, nunca!

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 07.12.2018,
als mp3 downloaden: mit Hisztory, Weekend Chicken Supervisor, Max Liebers & Fio 2019_scheinwelt_-_cd_cover_front)

locura

el sol despierta la noche.
un ave vuela bajo el cielo.
el ríe con locura
y el fuego enciende el hielo.

los sueños repiten los dias,
año por año, sin parar.
nieva en el verano.
los sabios no pueden augurar.

el frío calienta la estufa
pero los corazones mueren de frío.
el cielo es bajo la tierra.
en la locura yo río.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 24.09.2018)

was wölfe wirklich gefährlich macht

»Was Wölfe wirklich gefährlich macht« – Wolf-Rüdiger Marunde


werwölfe, nachtwölfe, graue wölfe, keine wölfe
nein! idioten nur,
gefährlich, doch nicht wild und frei;
folgen nationalem irrsinn stur.

and‘re faschos geben jägersleuten schießbefehle.
peng! des bauers grauen
verreckt im wahn der afd
auf grimm‘sche märchen zu vertrauen.

wirklich gefährlich werden wölfe erst im klassenkampf;
frei vom alten denken.
poetisch fließt die theorie,
wenn tintenwölfe federn schwenken.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 03.06.2019)

Hände weg von Venezuela – Solidarität mit den progressiven Bewegungen Lateinamerikas

Kommt am 28.05.2019 um 19:00 Uhr in den Humboldt-Saal der Urania (An der Urania 17, 10787 Berlin); Unkostenbeitrag: 5 Euro

Seit vielen Monaten haben sich die Konzern- & Systemmedien auch in Deutschland gegen die Staatssozialistische Regierung Venezuelas um Nicolás Maduro Moros und die chavistische Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas eingeschossen. Gewalttätige Paramilitärs, die von Juan Gerardo Guaidó Márquez und anderen Anführer*innen des Lagers der Kapitalist*innenklasse finanziert werden, werden zu protestierenden Demokrat*innen stilisiert, während eine Blockade durch die USA und Lebensmittelspekulationen durch Guaidó und seine Verbündeten die Bevölkerung aushungern sollen.

Mir ist bewusst, dass auch Progressive hierzulande, davon ausgehen, dass revolutionäre Bewegungen in Lateinamerika – wie z.B. in Kuba oder Venezuela – recht autoritär geführt werden. Bis zu meinem Aufenthalt in Kuba hatte auch ich gewisse Vorbehalte. Vorort konnte ich erfahren, wieviel näher die Partizipative Demokratie – welche in Kuba & Venezuela etabliert ist – an Konzeptionen direkter & basisorientierter Demokratie liegt, als ich es bisher geglaubt hätte. Der kubanische bzw. der venezuelanische Weg muss nicht der meine sein, um doch mit den dortigen progressiven Bewegungen solidarisch zu sein. Dass diese sich staatlich organisieren, halte ich zumindest perspektivisch für überwindungswürdig. Ich glaube aber nicht, dass sie eingekreist von kapitalistischen Staaten mit hochaggressiver Politik überleben würden, wenn sie nicht zumindest derzeit noch staatliche Strukturen aufrecht erhalten würden.1

Immer wieder bedienen sich die USA und andere Verfechter*innen großbourgeoiser Positionen, paramilitärischer Gruppen, wirtschaftlicher Blockaden, terroristischer Gewalt und militärischer Invasionen, um die Interessen des Kapitals zu wahren. Immer wieder begleiten sie dieses Vorgehen mit massiver Propaganda um progressive Kräfte zu deligitimieren. Leider lassen auch wir Linken uns davon viel zu oft spalten. Deshalb würde ich mich freuen, wenn all jene, die sich progressiv verorten, spektrenübergreifend dabei sind, wenn am kommenden Dienstag (dem 28.05.2019) auf einer großen Solidaritätskonferenz im Humboldt-Saal der Urania (An der Urania 17, 10787 Berlin) gezeigt werden soll, dass wir nicht einfach nur zuschauen, wenn ein neoliberaler, bis faschistischer Rollback unsere Geschwister in Lateinamerika niederzuwerfen versucht. Antifaschismus und kommunistische Positionen (egal ob marxistische, trotzkistische oder anarchistische) müssen global erkämpft und verteidigt werden.

Ein Angriff auf eine*n ist ein Angriff auf alle!
Hoch die internationale Solidarität!

1https://tintenwolf.mrkeks.net/kubanische-lehren/

der ring

ein wirbel von türkis,
ein katzenhafter rausch,
seit jahren nacht für nacht
ist's dein atmen dem ich lausch'.

so fügt als fuge sich zusammen
gedicht sich um gedicht,
schützt mit wärme mich vor kaltland,
umrahmt noch immer dein gesicht.

du bist mein grund, bist meine liebe,
die mich trägt durch jede welt,
lässt mich träumen von dem menschen,
der das sein in liebe hält.

so nehme ich den ring entgegen,
bin 'ne kommune längst mit dir,
will steh'n mit dir zusammen,
mein geliebtes katzentier.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 28.06.2018)