Diktatur des Proletariats vs. Diktatur des Kapitals

Häufig wird behauptet, wir würden in einer Demokratie leben. Dem gegenüber stellt man in den Staats- und Konzernmedien, in den Schulbüchern und der herrschenden Politik, dass das System des Sozialismus als Übergang zur klassenlosen Gesellschaft des Kommunismus eine Diktatur – die »Diktatur des Proletariats« – wäre. Dabei wird absichtlich ignoriert, dass eine »Diktatur des Proletariats«, wie Karl Marx und Friedrich Engels sie beschrieben haben, quasi einfach eine Herrschaft der Klasse der Arbeitenden – also des Volkes – meint. Sie ist die wahre Herrschaft des Volkes – der dēmokratía – und so wundert es auch nicht, dass die zu radikaldemokratischen Konzepten von Anarchosyndikalismus und Libertärem Kommunalismus passende Partizipative Demokratie Kuba’s mit ihren Volksentscheiden, Imperativen Mandaten sowie direktdemokratischen Versammlungen in den Barrios, staatlichen Betrieben als auch den vom System finanzierten Bildungs-, Gesundheits- und Senioreneinrichtungen das von Lobbykratie geprägte Herrschaftssystem des politischen Westens, der kapitalistischen Zentren in Sachen Demokratie bei weitem überflügelt.

Das System im Kapitalismus definiert er dagegen als »Diktatur des Kapitals«. Es herrscht das Kapital bzw. die Klasse der Kapitalistinnen. Diese »Diktatur des Kapitals« setzt mitnichten auf die Demokratie. Sie basiert zuallererst auf rücksichtsloser Kapitalakkumulation, Ausbeutung und der Gier globaler Eliten, welche selbst letztlich jedoch auch nur nach den gnadenlosen Spielregeln des Kapitalismus spielen. Staaten und wirtschaftliche Machtgruppen bilden dabei ein internationales Netzwerk, das trotz oberflächlicher Konkurrenz strukturell verbunden ist, um Kapitalinteressen und Herrschaft zu sichern, was zu einem mal mehr oder weniger intensiven jedoch permanenten Krieg der Klasse der Kapitalistinnen gegen das Volk führt.

Die extremste imperiale Ausprägung dieses Krieges gegen die Arbeiter*innen ist der Faschismus. Er gehört nicht der Vergangenheit an und ist auch nicht verwandt mit dem Sozialismus, wie uns Schulbücher sowie Staats- und Konzernmedien gerne glauben machen wollen. Er ist eine Spielart des Kapitalismus, die heutzutage genauso bedrohlich ist wie damals. Nur verzichtet der moderne Faschismus auf Uniformen oder den Stechschritt der Vergangenheit. Heutzutage wird er raffinierter verpackt. Die PR der bereits gleichgeschalteten Propagandamedien des Systems sowie die zunehmende Zensur gegen sozialistische Medien helfen, den wahren Charakter dessen zu verbergen, wo sich das aktuelle politische System des Kapitalismus konsequent hinbewegt. Wie damals jedoch lockt auch der moderne Faschismus mit Ultranationalismus und dem Versprechen einer nationalen »Wiedergeburt« – einer Palingenese. Dabei schafft er Sündenböcke und Feindbilder gegen marginalisierte Gruppen, um von den tatsächlichen Problemen des Systems abzulenken, wovon die eigentlichen Verursacher*innen gesellschaftlicher Probleme – die Kapitalist*innen – auf zweierlei Art profitieren: Zum Einen durch die Ablenkung selbst und zum Anderen durch die damit geförderte Spaltung und letztlich Zerschlagung der Arbeiter*innenbewegungen. Die Resultate sind damals wie heute die gleichen: totale Kontrolle, Unterdrückung Andersdenkender, Sicherheitswahn und die Militarisierung der Gesellschaft. Vieles davon beginnen wir bereits jetzt zu spüren, obwohl der Faschismus in der BRD noch nicht erreicht wurde. Doch mit der Zuspitzung der Endphase des Kapitalismus wird er immer offener zutage treten.

Im Herz der Kapitalistischen Bestie – den »United States of America« (USA) – ist diese Entwicklung unter ihrem Präsidenten Donald Trump und seiner Junta bereits recht offen zu sehen – nach Innen, aber vor allem auch nach Außen. Als derzeit mächtigstes, aber mit dem Spätkapitalismus im Niedergang befindliches Imperium streben die USA – auch über Bündnisse wie die NATO – unerbittlicher denn je nach absoluter Dominanz. Dabei dienen ihnen faschistische Vasallen wie Israel mit seinem Genozid an den Palästinenser*innen als kolonialer Statthalter im Nahen Osten sowie die Führung der Ukraine, welche mit ihrem von der NATO befeuerten Krieg gegen Russland nicht nur einen der größten Konkurrenten der USA in Schach hält, sondern zugleich die Europäische Union als weiteren Vasallen und – wenn auch nicht monolithischen – Machtblock wirtschaftlich ausbrennt. Länder wie Kuba, die im Zentrum des antiimperialistischen Widerstands gegen die USA stehen, werden dagegen mit Wirtschaftskrieg, Terror und Fake News brutal bekämpft. Das in seinem Niedergang befindliche Imperium muss als zunehmend gefährlich für die gesamte Weltgemeinschaft eingestuft werden. Eine Erkenntnis, die nicht dazu führen sollte, dass kapitalistische Staaten wie Russland, das religiöse Regime im Iran oder das lediglich der Propaganda nach »kommunistische« Nordkorea nur wegen ihrer Opposition zum Imperium USA zu unterstützen wären, auch wenn imperiale Angriffe auf sie, wie jener, den die USA und ihr offen faschistischer Vasall Israel aktuell gegen den Iran führen, natürlich zutiefst illegitim sind. Die Grenze verläuft zwischen Oben und Unten, nicht zwischen Staaten oder Machtblöcken.

Angesichts dieser globalen Bedrohung durch die USA – und auch durch einen Faschismus in neuem Gewandt – ist die Internationale Solidarität der Völker unabdingbar. Ziel eines gemeinsamen internationalistischen, antikapitalistischen und damit auch antiimperialistischen Kampfes muss ein gleiches und freies Sein abseits der Profitlogik des Kapitals sein, um die imperialen Herrschaftsformen, die Gewalt und die soziale Ungleichheit zu überwinden. Es muss die Herrschaft der Klasse der Arbeitenden, also eine echte Demokratie als eine Gesellschaftsformation erkämpft werden, in welcher Vernunft und Diplomatie letztlich die Oberhand über die Machtpolitik gewinnen.

#WehretDenAnfängen!

Solidarität mit Venezuela

Und schon wieder zerreißt das Lügengebäude der USA und ihrer NATO, angeblich Friedenswächter zu sein, wie man es doch deklarieren muss, um den Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland zu rechtfertigen. Schon der genozidale Krieg des mit der NATO eng verbündeten, faschistischen Israel wurde mit Waffenlieferungen aus Deutschland und den USA sekundiert. All jene, die sich von der Propaganda angeblich im Namen des Friedens zum Ruf nach Waffen und noch mehr Waffen verleiten ließen, nachdem Russland nach langer Vorgeschichte seine Invasion der Ukraine begonnen hatte, schwiegen zum Morden der Zionisten und sie schweigen auch jetzt zu den Angriffen der USA gegen das freie Venezuela. Sie zeigen damit auf, dass ihre angebliche Moral nichts als eine bösartige Doppelmoral ist, unter welcher selbst der kriegsliebenden Rechtsradikalen María Corina Machado, welche nicht davor zurückschreckt, ihr eigenes Volk im Sinne des US-Kapitals zu verheizen, der Friedensnobelpreis verliehen wird. Nach brutalen Angriffen auf einfache venezolanische Fischerbote unter dem Vorwand »Drogenkartelle« zu bekämpfen, und Akten der reinsten Piraterie gegen Öltanker, welche von Venezuela aus Kuba anlaufen sollten, greifen die USA das lateinamerikanische Land nun direkt militärisch an. Machado wird sich über das Blutvergießen freuen, genauso wie all die pseudo-linken, grünen Hippster hierzulande. Echte Linke dagegen können nur festhalten, dass sich die USA und die NATO nie geändert haben. Sie sind weiterhin hochgradig aggressiv und im Sinne des Kapitalismus von imperialen Machtinteressen und kolonialem Größenwahn getragen. Genauso, wie die Ukrainische Regierung endlich dazu angehalten werden muss, Frieden zu suchen und ihre Bevölkerung nicht weiter unsinnig zu verheizen, genauso wie ein Putin endlich über Diplomatie zu Frieden bewegt werden muss und genauso wie es aus antikolonialer Perspektive nur heißen kann »Israel raus aus Palästina und zwar vollständig!«, so muss es auch heißen »USA raus aus Lateinamerika! Nieder mit dem Blockadeterror gegen Kuba! Ein sofortiges Ende jeder Aggression gegen Venezuela und jedes weitere Land! Nieder mit den imperialen USA!«

Ich stehe solidarisch an der Seite aller freiheits- und friedensliebenden Völker und somit auch fest an der Seite von Kuba, Palästina und Venezuela. Nieder mit dem Imperialismus!

Nachtrag: Free Maduro!

Mittlerweile haben die USA den rechtmäßig gewählten Präsidenten von Venezuela – Nicolás Maduro Moros – sowie dessen Frau wohl gekidnappt. Einmal mehr zeigen sie damit, dass sie als Nation nichts sind, als eine kriminelle und terroristische Organisation, welcher es global an jeglicher Legitimität fehlt.

Freiheit für Maduro! Es lebe das freie Venezuela! Nie wieder USA!

Es fliegen die Gedanken

Es fliegen die Gedanken
zur astralen Sphäre hoch hinauf,
wo liegt in ew’gem Wanken
all der Welten, Monde, Sterne Lauf.

Ist’s wirklich ein Entzaubern,
dass des jagend‘ Wolfes Aug‘ ein Stein,
der kreist dort ohne Zaudern
und des Nachts sendet uns bleichen Schein?

Ist nicht voll Freiheit dennoch
als Symbol für uns der Freiheitsstern,
ein Ort des Strebens, jedoch
in dunklen Zeiten viel zu fern?

Es fliegen die Gedanken
durch das Raue zu den Sternen auf,
brechen bekanntlich Schranken,
schau’n des Himmels Funkeln ew’gen Lauf.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 24.12.2025,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Es fliegen die Gedanken«))

Du bist

Farbenrausch und Hoffnungsschimmer,
Liebe mir und das auf immer,
Genossin, Partnerin, Komplizin,
trükisfarbene, wilde Miezin,
Vision von einer bess’ren Welt,
in welcher Freundschaft zählt, statt Geld,
jene, die erträglich macht den Schmerz,
als auch uns’rer Tochter Mutterherz,
Gefährtin mein in Sein und Traum,
mein Glück bist du, ich fass‘ es kaum.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 02.07.2025,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Du bist«))

¡Basta!

Der neue Song »Basta« von Aztra ist extrem hörenswert ✊

»Cuánto duele ver morir nuestros sueños detrás de un fusil, de alguien que juró cuidarnos ante una bandera que le quedó grande: ¡casco represor!«

#Aztra #Resistencia

Müntzer

Müntzer glaubte es und wusste,
es muss wahre Freiheit geben.
Ein Ziel, dies war ihm klar,
für das es galt sich zu erheben.

Mit dem Glauben fest im Herz,
als auch im Munde freies Wort
trug er Kunde in das Land,
ging mit ihr von Stadt zu Burg zu Ort.

So fand er jene, die ihm folgten,
auf seiner Suche nach dem Recht,
dass jeder Mensch nun gleich und frei sei
und niemand jemals mehr ein Knecht.

Unter dem Regenbogen fochten
für dieses Recht die Menschen schwer,
wurden blutig abgeschlachtet
im Kampf für seine Ziele hehr.

Wie heute so auch damals
erdrückte sie die Repression.
Denn ausbeuterische Herrschaft
ist der Gerechtigkeit nur Hohn.

Ich glaube nicht, ich weiß es,
es muss wahre Freiheit geben.
Auch wenn ich nicht kann sagen,
ob wir sie jemals je erleben.

Wie damals so auch heute
bekämpft der Mächt’gen Frohn!
Denn deren finst’re Herrschaft
fällt erst durch Revolution.

#Befreiungstheologie

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 25.07.2025)

Vertonung der »Luna-Brandadottir-Saga«

Mein Freund Brego hat sich mit Hilfe von AI daran gemacht, meine epische »Luna-Brandadottir-Saga« zu vertonen. Meines Erachtens nach ist es echt toll geworden. Hört gerne mal rein, bringt aber Zeit mit:

Die Saga handelt von der Reise von Luna Wildvogel Brandadottir und ihren Getreuen an Bord der Bahalyr und geht auf eine sehr spielenswerte Kampagne von Das Schwarze Auge zurück.

Der Held vom Siegeshain

Das folgende Gedicht entstand beim LARP als Auftragsgedicht für den Charakter Fürst Erik von Wolfsgrund.

Es war gar düst’re Zeit.
Ein Grauen ging durch’s Land.
Das Blutcorps brachte Leid.
Als Pec Shaw’s Schergen war’s bekannt.

Doch dem Vampir galt’s nicht zu weichen.
Für Praios und auch Rondra stritten
Recken in des Lichtes Zeichen,
Fürst Erik von Wolfsgrund in ihrer Mitten.

Voll gerechtem, ehrenhaftem Zorn,
tapfer und mit der Zwölfe Segen
ins Herz der Bestie rammte wie ’nen Dorn
er sein Schwert, um Böses einzuhegen.

So ward der Fürst zum Held vom Siegeshain,
der focht wider der Nacht,
und Praios‘ Auge Sonnenschein
erblickt freundlich seine Wacht.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 20.05.2023,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Der Held vom Siegeshain«))

Warum weder die Grünen noch die Partei »Die Linke« linke Parteien sind

Hier sind zwei Folgen aus dem Podcast »zu sagen was ist und was war« von Fabian Lehr, in denen er sehr gut erklärt, warum die Grünen und die Partei »Die Linke« keine linken Parteien sind, warum sich Menschen mit progressiven Positionen also von ihnen fernhalten sollten.

#Marxismus #NoWarButClassWar #WehretDenAnfängen!

Mein Herz in deinem

Voll Farben froh ist mir der Tag
an deiner Seit‘, weil ich es mag,
zu sehen dir ins Angesicht,
aus welchem strahlt mir warm und licht
die Freude meines Lebens bunt.
Dein Lachen tut mir allzeit Kund,
wofür es sich zu leben lohnt,
weil mein Herz in deinem wohnt.

Creative Commons CC BY-NC-ND by Tintenwolf
(geschrieben am 02.07.2023,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Mein Herz in deinem«))