Histo-Kino: Früchte des Zorns

Etwas spontan kommt hier noch ein Veranstaltungshinweis für heute Abend (den 03.07.2013). Da habe ich für die FSI Geschichte der “F”U-Berlin das Histo-Kino im Brauni 53 (Braunschweiger Str. 53, Berlin) mitorganisiert und werde euch ab 20:00 Uhr den Film “Früchte des Zorns” vorstellen. Eintritt ist frei.

 
Noch kurz was zum Film:
„Früchte des Zorns“ erzählt die Geschichte einer Farmerfamilie im Amerika der 30er Jahre. Im Zuge der zunehmend mechanisierten Landwirtschaft enteignet, macht sich diese auf den beschwerlichen Weg nach Westen. Doch statt der erhofften neuen Heimat erwartet sie hier Ausbeute und Verlust im Migrantenlager. Ebenso wie die Buchvorlage von John Steinbeck, wirft auch Regisseur John Ford einen sozialkritischen Blick auf das von der Wirtschaftskrise gebeutelte Amerika.
„Früchte des Zorns“ ist ein Film über das Ende der traditionellen Familie und das Scheitern des Kapitalismus.

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Turmfalke

Ein kalter Wahn
der profitablen Logik
treibt als Maschinen uns voran.

Kein Leben ist’s
und Freiheit nur ein mattes Gaukelbild,
das ruhig uns halten soll.

Doch die Ketten können reißen,
wenn voll Sehnsucht wir dran zieh’n
und wenn wir dann die Augen öffnen,
all’ der Trug in Scherben liegt.

Lass uns fliegen kleiner Falke
frei und liebevoll
bis weit zum Horizont;

gemeinsam Mauern niederreißen,
die in den Kopf gepflanzt uns sind
und in Verzweiflung Wurzeln treiben.

Eine Flamme in uns lodert,
für’s Leben voller Leidenschaft
und verbrennt den kalten Wahn
der profitablen Logik.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 21.01.2013,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
als mp3 downloaden: mit Reka Turmfalke & Grog (2014)_als_ich_mir_nicht_anders_zu_helfen_wusste_-_cd_cover_front)

und nochmal ‘ne Petition…

…diesmal für die Baiz. Das Haus, in dem die sich befindet, wurde nähmlich aufgekauft und soll luxussaniert werden. Wenn die Wohnungen da drinnen dann wieder teuer verkauft werden sollen, stört die Kultur- und Schankwirtschaft im Erdgeschoss; drückt sowas doch die Preise.

Nun ist die Baiz nicht nur ein Ort, an dem ich gerne auftrete, sondern wo auch ansonsten viel alternative Kultur zu finden ist. Ein Ort zum Treffen, gemeinsam etwas trinken und zum Diskutieren. Ein Lebensraum halt.

Zum Erhalt dieses alternativen Lebensraumes gibt es jetzt auch eine Petition unter http://www.change.org/de/Petitionen/kultur-und-schankwirtschaft-baiz-muss-bleiben-gegen-den-ausverkauf-der-berliner-kiezkultur.

Bitte unterstützt die Petition mit eurer Unterschrift und leitet sie nach Möglichkeit auch an Freunde weiter.

baiz_bleibt

die Straßenmusik braucht Hilfe und ihr könnt sie ihr geben…

Was ist los?: In Dresden soll es künftig anmelde- und gebührenpflichtig werden, auf der Straße zu musizieren. Das ist nicht nur ein Armutszeugniss, was das kulturelle Dresden angeht und ein Riegel vor die politische Straßenkunst, sondern erschwert auch jenen die Arbeit, die mit Straßenmusik ihr Überleben sichern.

Was könnt ihr tun?: Auf openPetition.de gibt es eine Petition gegen diese Anmelde- und Gebührenpflicht, die möglichst vieler Unterschriften bedarf. Ihr findet sie unter https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-anmeldepflicht-gegen-gebuehr-fuer-strassenmusik-in-dresden.

Ich bitte euch hiermit, euch die zwei Minuten Zeit zu nehmen, die Petition zu unterschreiben.

Was ist Freundschaft?

Freundschaft ist Vertrauen,
das Wissen um Geborgenheit,
das mensch sich auch verzeiht
und sich nicht hintergeht.
 
Freundschaft ist Verzeihen,
die Basis des Zusammenhalts;
sich Schwächen selber zuzugeben
und gemeinsam weitergehen.
 
Freundschaft ist Zusammenhalt,
Solidarität in einer kalten Welt,
nicht nur das eigne Ego schmeicheln
und füreinander einzustehen.
 
Denn Freundschaft ist politisch,
der Mensch der einen Menschen ehrt,
wie jeder jeden ehren sollte,
das kleinste Teil des Glücks.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 02.01.2013)

Zeit der Kirschen 1 – Zusammenschluss anarchistischer & kommunistischer Künstler_Innen

Ende letzten Jahres haben wir in der Baiz eine kleine Künstlergruppe mit dem Namen “Zeit der Kirschen” gegründet. Wir verstehen uns als ein loser Zusammenschluss und Aktionsnetzwerk linker, freier Kunstschaffender. Ziel der Vernetzung ist es mit übergreifender Kunst sozialemanzipatorische Strukturen zu stützen und zu fördern.

Im April ist es nun soweit und unsere ersten zwei Veranstaltungen stehen an. Sie stehen unter dem Motto “Armut & Reichtum”. Am 04.04. werden neben mir unter anderem Frank Viehweg, eine Theater-Performance und mein Kumpel der Wundabunte Straßenpunk auftreten. Drei Wochen später bekommt ihr am 25.04. dann den Geigerzähler, Grog mit seiner neuen Band “Dampf in allen Gassen” und eine Leseperformance von Simone Barrientos und Leander Sukov zu sehen.

Die Träne

    Eine Träne rinnt durch Schnee;
    eisig ist’s,
    doch sie wie Feuer heiß.

              Ich fragte mich
                             schon vor langer Zeit:
                   Ob es Gutes gibt auf dieser Welt,
                        das nicht alsbald vergeht?

        Warum ist’s die Leidenschaft,
            die noch vor kurzem heiß gebrannt,
                die jetzt Leiden schafft
                    und dich und mich zerfrisst?

    War’s Feuer niemals je so heiß
    wie die Trän’ im kalten Schnee?
    Trennt Kält’ uns jetzt?
         Kein Lächeln gibt’s
              von dir für mich

         und jene meine Träne nur für dich.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 12.12.2012)

Jubiläum der Besetzung des Hambacher Forsts

Am 13.04. werde ich im Hambacher Forst auftreten, um dort am einjährigen Jubiläum der Besetzung teilzunehmen. Mit von der Partie sind u.A. der FaulenzA, Grog und dessen neue Band “Dampf in allen Gassen”.

Gestern wurde übrigens ein Teil des Forstes neu besetzt. Damit ist seit der Räumung im letzten Jahr neben der Wiesenbesetzung auch wieder ein Waldstück direkt besetzt.

struggle @ “f”u berlin

An der “F”U Berlin kämpfen die Studenten seit längerem gegen die Einführung einer Rahmenstudien- und -prüfungsordnung (RSPO), welche den Druck auf die Studierenden weiter erhöhen soll. Eine Optimierung der Verwertbarkeit der Studenten im kapitalistischen System sowie die Förderung einer Elite stehen hierbei klar im Vordergrund.

Durchgesetzt wird das ganze von einer professoralen Mehrheit (13 Sitze) im Akademischen Senat (AS), gegen eine studentische Minderheit (4 Sitze). Dieses Verhältniss spiegelt mitnichten die Verhältnisse an der “F”U Berlin mit ca. 28.500 Studis und ca. 350 Profs wieder. Untermauert wird dieses zutiefst undemokratische Gebaren durch den Einsatz von Polizisten und einen prügelnden privaten Sicherheitsdienst, der in paramilitärischer Weise auf Studenten losgelassen wird, die friedlich ihre Rechte einfordern (so zuletzt geschehen am 13.02.2013).

Dennoch ist es bis jetzt gelungen eine Verabschiedung der RSPO im AS zu verhindern. Am 20.03. (Mittwoch) um 14:00 Uhr geht das ganze im Henry-Ford-Bau (Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem) in die letzte Runde dieses Semesters. Wenn es diesmal gelingt ein Verabschieden der RSPO zu boykotieren, stärkt das nicht nur die Position der Studierenden bei wichtigen Forderungen im Rahmen der Einführung einer RSPO, sondern verhindert auch Zwangsexmatrikulationen, die nach dem professoralen Entwurf schon mit dem nächsten Semester inkraft treten könnten.

Deshalb: unterstützt den Kampf der Studierenden an der “F”U Berlin und kommt am 20.03. um 14:00 Uhr zum Henry-Ford-Bau (Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem)

siehe auch:

Die Wagenburg

Die ganze Stadt ist schon besetzt
mit Konsum und Stahlbeton,
wo die Menschen fast schon tot
und Liebe nur noch ein Affront.

Doch nein, nicht alles liegt im Sterben.
Hier und dort blüht’s Leben, und
in autonomen Wagenburgen
färbt sich unser Seien bunt.

Wenn wir sitzen so zusammen
bei containert’ Frühstücksbrot
und wir spielen uns’re Lieder,
lodert’s mir im Herzen rot.

Hier existiert noch jene Freiheit,
ist der Mensch noch nicht entzweit,
sind urbane Pirat_Innen,
ist der Tod noch weit.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 25.11.2012,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
als mp3 downloaden: mit Klaus dem Geiger 2019_scheinwelt_-_cd_cover_front)