Dere-Theorie

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Die Dere-Theorie ist eine Version der Jugendjahre von Meas Wolfstatze.

Die »Dere-Theorie« im »Buch der Reisen«

Am 07. Peraine 1008 BF (20. Querxes 9.986 d.AS.) reinkarnierte meine Seyma ihren Astral-, ihren Mental- und ihren Realkörper. Als roter zweischweifiger Komet fuhr sie in den Kosmos ein. In finsterer Nacht schlug ich während eines Sphärenbebens das erste mal die Augen meines neuen Körpers auf. Mein Vater war Bi Max Wm und ich war die Folge eines Verbrechens, welches er an meiner Mutter verübt hatte. So kam es wohl auch, dass sie – die Elfe Z'an Gaur'u Wolfstatze – mich in den Ruinen der Feste Sturmfels an der bornischen Küste, fern ihrer Heimat, zur Welt brachte und dort dem Schicksal überließ. Als einzige Erbstücke erhielt ich das Kopftuch meines wüstenelfischen Urgroßvaters Gwentehi Feuertanz, in das ich eingewickelt war, und ein Amulett aus Walknochen, welches eine Lebensschleife zeigte.

Ohne die Silberwölfin Ganieda, die mich aufnahm und säugte, hätte ich die ersten Wochen meines jungen Lebens wohl nicht überlebt. Dann wurde ich von Alinde Ilgur gefunden. Sie nahm mich mit in das nahe Festum, wo sie als Tochter der Händlerfamilie Ilgur lebte. Ich wurde adoptiert und als Sohn der Familie erzogen. Als ich zehn Götterläufe alt war, wurde meine magische Begabung von der jungen Magistra Valmire von Silas erkannt, die mich an die »Halle des Quecksilbers zu Festum« holte.

Als Eleve begann ich meine Ausbildung zum Magier. In jenen ersten Tagen an der Akademie freundete ich mich eng mit meinen Mitscolarii Dhana Ehrwald, Wulfhelm »Wattorock« Adersin, Elsarion Flammenherz und Brianna Wangstolm an, die wie ich zu den »Goblins« zählten, und verfiel in leidenschaftliche Feindschaft zu Ogdan Kormin von den »Pfeffersäcken«. Mit meinen Freunden erlebte ich so manches kleine Abenteuer und spielte den »Pfeffersäcken« so einige Streiche. Nach drei Jahren, in denen wir Lesen und Schreiben gelernt, uns mit Geschichte, Götterkunde und Alchemie beschäftigt und die Konzentration unserer magischen Kräfte geübt hatten, wurden wir nach einer Prüfung zu Novizen ernannt.

Meine Novizenjahre waren nicht nur von Gelehrsamkeit sondern auch von großer Trauer geprägt. Es fing mit dem Tod meines Ziehbuders Haldan im Kampf gegen die Borbaradianer in der »Schlacht auf den Vallusanischen Weiden« und der Schändung und Ermordung von Alinde und meiner Ziehmutter Selinde durch - mit den Borbaradianern alliierte - Orks im Jahre 1021 BF an und endete mit der Hinrichtung meines Ziehvaters Zordan unter verleumderischen Anschuldigungen durch die Inquisition zwei Jahre später. Nun war ich erneut Waise. Nur die Akademie blieb mir als eine Art Familie und mit meinen Freunden schmiedete mich diese Zeit noch fester zusammen. Die Prüfungen am Ende des Noviziats schloss ich als Bester meines Jahrgangs ab und erregte damit auch die Aufmerksamkeit des Erzmagiers Rakorium Muntagonus.

Das letzte Drittel des Studiums an der Akademie wurden wir nun Studiosi genannt. Neben dem Lernen für unseren eigenen Abschluss übernahmen wir noch Aufgaben als Tutoren für die Eleven und beschäftigten uns mit verschiedenen künstlerischen Dingen. So begann ich in dieser Zeit Gedichte zu schreibe, Wattorock setzte sich mit Schiffsbau und Feinmechanik auseinander, Dhana und Brianna musizierten gemeinsam und Elsarion zeichnete Gemälde. Zusammen besuchten wir so manche Festivität im Hesindendorf.

Eines Nachts dann erschien mir der Geist Alindes. Stumm trat sie auf mich zu, blickte mich traurig und zugleich zärtlich an. Dann übergab sie mir Mercut, ein dem Katana sehr ähnliches, maraskanisches Schwert, und verschwand im Iskasat. Viel später sollte ich herausfinden, dass es sich bei Mercut um eines der zwei Weltendrachenschwerter handelte. In dieser Nacht schlief ich jedoch unruhig wieder ein. Ich verfiel in eine beunruhigende Vision und als ich wieder erwachte, war ich auf einer Waldlichtung in einem mir unbekannten Land. ...