{"id":1775,"date":"2014-03-09T20:42:02","date_gmt":"2014-03-09T18:42:02","guid":{"rendered":"http:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/?page_id=1775"},"modified":"2015-11-27T10:27:07","modified_gmt":"2015-11-27T08:27:07","slug":"2013-10-15-staats-shinto-und-imperiales-japan","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/es\/satex\/2013-10-15-staats-shinto-und-imperiales-japan\/","title":{"rendered":"Wie beeinflusste der Staats-Shint\u00f4 die \u00bbGleichschaltung\u00ab der japanischen Gesellschaft im Imperialen Japan der 30er- und 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts?"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }H1 { margin-bottom: 0.21cm; }H1.western { font-family: \"Arial\",sans-serif; font-size: 16pt; }H1.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; font-size: 16pt; }H1.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; font-size: 16pt; }H2 { margin-bottom: 0.21cm; }H2.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; }H2.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; }P.sdfootnote { margin-left: 0.5cm; text-indent: -0.5cm; margin-bottom: 0cm; font-size: 10pt; }A.sdfootnoteanc { font-size: 57%; }\n--><\/style>\n<p><em>Art des Textes: Seminararbeit<br \/>\nSeminar: Ostasien im Zeitalter des Imperialismus<br \/>\nModul: Einf\u00fchrung in die Neueste Geschichte<br \/>\nDozentin: Prof. Dr. Sebastian Conrad<\/em><\/p>\n<h1>Gliederung<\/h1>\n<p>1 <a href=\"#1_einleitung\">Einleitung<\/a><\/p>\n<p>2 <a href=\"#2_hauptteil_01\">Was ist Gleichschaltung<\/a><\/p>\n<p>3 <a href=\"#3_hauptteil_02\">Wie der Staats-Shint\u00f4 die japanische Gesellschaft beeinflusste<\/a><\/p>\n<p>3.1 <a href=\"#3_hauptteil_02_part_1\">Verankerung des Shint\u00f4 in der japanischen Gesellschaft<\/a><\/p>\n<p>3.2 <a href=\"#3_hauptteil_02_part_2\">Reform des Shint\u00f4 unter Meiji-Tenn\u00f4<\/a><\/p>\n<p>3.3 <a href=\"#3_hauptteil_02_part_3\">Sh\u00f4wa-Restauration, Kokutai und Kaisertreue<\/a><\/p>\n<p>4 <a href=\"#4_fazit\">Fazit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#literatur_01\">Fu\u00dfnoten und Literatur<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#literatur_02\">Weitere Literatur<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }H1 { margin-bottom: 0.21cm; }H1.western { font-family: \"Arial\",sans-serif; font-size: 16pt; }H1.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; font-size: 16pt; }H1.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; font-size: 16pt; }P.sdfootnote { margin-left: 0.5cm; text-indent: -0.5cm; margin-bottom: 0cm; font-size: 10pt; }H2 { margin-bottom: 0.21cm; }H2.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; }H2.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; }A.sdfootnoteanc { font-size: 57%; }\n--><\/style>\n<h1 id=\"1_einleitung\">1 Einleitung<\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die <i>Gleichschaltung<\/i> der japanischen Gesellschaft im <i>Imperialen Japan<\/i> fand ihr Zentrum im Konzept des japanischen <i>Nationalwesens<\/i> (auf japanisch: <i>Kokutai<\/i>). Westliche Einfl\u00fcsse sollten durch vermeintlich urjapanische Ideale verdr\u00e4ngt werden. Der <i>Tenn\u00f4<\/i> wurde zum g\u00f6ttlich legitimierten Herrscher erkl\u00e4rt und die Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber dem Kaiserhaus mit Patriotismus, bzw. Patriotismus mit Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber dem Kaiserhaus gleichgesetzt. Dies war eine wichtige Grundlage f\u00fcr den aufflammenden Nationalismus in der Gesellschaft, welche den militaristischen und imperialistischen Kurs der japanischen Eliten und die Greultaten des <i>Zweiten Weltkrieges<\/i> im Ostasiatischen Raum erm\u00f6glichte. Hierbei scheint der unter Meiji-Tenn\u00f4 etablierte <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> eine tragende Rolle gespielt zu haben, der im Rahmen dieser Arbeit auf den Grund gegangen werden soll.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In einem ersten Schritt muss hierzu kurz der Begriff der <i>Gleichschaltung<\/i> betrachtet werden. Was wird unter <i>Gleichschaltung<\/i> verstanden und wie bildet sich diese heraus? Hierzu wird ein Blick auf den Ursprung des Begriffs im nationalsozialistischen <i>Deutschen Reich<\/i> geworfen. Anschlie\u00dfend wird der Fokus auf den <i>Shint\u00f4<\/i> gerichtet. Was ist der <i>Shintoismus<\/i> (oder <i>Shint\u00f4<\/i>)? Wie entstand daraus der <i>Staats-Shint\u00f4<\/i>? Und was hat er mit dem Konzept des <i>Nationalwesens<\/i> und der Treue zum <i>Tenn\u00f4<\/i> zu tun? Zum Schluss soll anhand dieser Untersuchungen die Frage behandelt werden, wie der <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> die <i>Gleichschaltung<\/i> der japanischen Gesellschaft im <i>Imperialen Japan<\/i> der 30er- und 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts beeinflusste. Dies wird sich auf die ideologisch-theoretische Ebene beschr\u00e4nken, da die Betrachtung der Umsetzung in die Praxis der sozialen Realit\u00e4t den Rahmen dieser Arbeit sprengen w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<h1 id=\"2_hauptteil_01\">2 Was ist Gleichschaltung<\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Der Begriff der <i>Gleichschaltung<\/i> bezeichnet ein Konzept des <i>Nationalsozialismus<\/i> im <i>Deutschen Reich<\/i>, in dem in einem Prozess eine Umformung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erzwungen und dem von den <i>Nationalsozialist_Innen<a href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a><\/i> propagierten <i>Volkswillen<\/i> unterworfen wurde. Ein erster Schritt war hierbei die Souver\u00e4nit\u00e4t der L\u00e4nder des <i>Deutschen Reichs<\/i> zu zerschlagen und eine Kontrolle durch die <i>Nationalsozialistische Deutsch Arbeiterpartei<\/i> (kurz <i>NSDAP<\/i>) zu organisieren. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wurden nach dem gleichen Muster auch Vereine, Organisationen und Unternehmen durch die <i>NSDAP<\/i> \u00fcbernommen. Vereine und Organisationen, welche sich nicht in dieses Schema einbinden lie\u00dfen, wurden verboten.<a href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die <i>Gleichschaltung<\/i> umfasste auch eine Indoktrination von Kindern und Jugendlichen durch Nachwuchsorganisationen wie die <i>Hitlerjugend<\/i> (kurz: <i>HJ<\/i>) und ihre Unterorganisationen <i>Deutsches Jungvolk<\/i> (<i>DJ<\/i>), <i>Jungm\u00e4delbund<\/i> (<i>JM<\/i>) und <i>Bund Deutscher M\u00e4del<\/i> (kurz: <i>BDM<\/i>). Die Kinder und Jugendlichen sollten hier bereits auf F\u00fchrer, Partei und Nation eingeschworen werden. 1936 wurde die Mitgliedschaft in der <i>HJ<\/i> und ihren Unterorganisationen obligatorisch, wodurch der Einfluss auf s\u00e4mtliche Jugendliche gesichert wurde.<a href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Bereits in den Organisationen der <i>HJ<\/i> stand die Vorbereitung der Jungen auf den Krieg und der M\u00e4dchen auf das Dasein als <i>Deutsche Mutter<\/i> im Vordergrund. Neben der ideologischen Indoktrination wurden die m\u00e4nnlichen Mitglieder der <i>HJ<\/i> in <i>Wehrsport\u00fcbungen<\/i> geschult und sollten f\u00fcr Waffentechnik begeistert werden. Im <i>BDM<\/i> wurden die M\u00e4dchen und jungen Frauen auf den <i>Dienst an der Heimatfront<\/i> vorbereitet. <i>Sportliche Ert\u00fcchtigung<\/i> stand auch hier auf dem Programm.<a href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wichtige Konzepte der <i>Gleichschaltung<\/i> waren das <i>F\u00fchrerprinzip<\/i> und die <i>Volksgemeinschaft<\/i>. Das <i>F\u00fchrerprinzip<\/i> sieht eine absolute Unterordnung einer Gruppe von Menschen unter einen <i>F\u00fchrer<\/i> vor. Solch eine, von einem <i>F\u00fchrer<\/i> geleitete, Gruppe kann auf unterschiedlichen Ebenen existieren. Sie kann z.B. ein Verein, eine Familie, eine Organisation, eine milit\u00e4rische Einheit, ein Unternehmen oder auch ein ganzes <i>Volk<a href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a><\/i> sein. So wie Adolf Hitler der <i>F\u00fchrer<\/i> des <i>Deutschen Volkes<\/i> war, wurde auch ein Verein einem <i>F\u00fchrer<\/i> untergeordnet. Als <i>Volksgemeinschaft<\/i> wurde die Gemeinschaft eines <i>Volkes<\/i>, im Fall des nationalsozialistischen <i>Deutschen Reichs<\/i> die Gemeinschaft des <i>Deutschen Volkes<\/i>, betrachtet. Diese <i>Volksgemeinschaft<\/i> war nach au\u00dfen stark abgegrenzt und sollte nach innen solidarisch und dem <i>Volkswillen<\/i> verpflichtet sein. Wer nicht in die rassistische Ideologie der <i>Nationalsozialist_Innen<\/i> passte oder dem <i>Volkswillen<\/i> zuwider handelte, war automatisch aus dieser <i>Volksgemeinschaft<\/i> ausgeschlossen.<a href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<h1 id=\"3_hauptteil_02\">3 Wie der Staats-Shint\u00f4 die japanische Gesellschaft beeinflusste<\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Nach diesem kurzen Abriss \u00fcber das nationalsozialistische Konzept der <\/span><i>Gleichschaltung<\/i>, soll nun auf die Rolle des <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> in der japanischen Gesellschaft eingegangen werden, damit anhand dessen im Anschluss gekl\u00e4rt werden kann, ob sich ein Vergleich zwischen diesem Konzept und der Entwicklung der Gesellschaft im <i>Imperiale Japan<\/i> ziehen l\u00e4sst.<\/p>\n<h2 id=\"3_hauptteil_02_part_1\">3.1 Verankerung des Shint\u00f4 in der japanischen Gesellschaft<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Der sogenannte <i>Shintoismus<\/i> oder <i>Shint\u00f4 <\/i>ist eine tief in der japanischen Gesellschaft verwurzelte polytheistische und animistische Naturreligion und wird mit <i>Weg der G\u00f6tter<\/i> \u00fcbersetzt. Im <i>Shint\u00f4<\/i> werden sogenannte <i>Kami<\/i> verehrt. Diese sind Naturgeister, welche die Seele eines Tieres, ein Naturph\u00e4nomen oder eine geografische Gegebenheit verk\u00f6rpern k\u00f6nnen. Auch die Seelen von Verstorbenen k\u00f6nnen als <i>Schutz- oder W\u00e4chter-Kami<\/i> eines Clans oder eines Gebietes verehrt werden. <i>Kami<\/i> sind im <i>Shintoismus<\/i> immer und \u00fcberall pr\u00e4sent und neben diversen offiziellen Schreinen sind ihnen unz\u00e4hlige private Schreine und solche am Wegesrand gewidmet. Dort werden sie mit Gaben und Gebeten \u2013 den traditionellen <i>Norito<\/i> \u2013 bedacht.<a href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. wurde die Verehrung der <i>Kami<\/i> mit jener der <i>Bodhisattva<\/i> des <i>Buddhismus<\/i> gleichgesetzt. Diese Verschmelzung wird <i>Shinbutsu-Sh\u00fbg\u00f4 <\/i>genannt und ein ber\u00fchmtes Beispiel f\u00fcr eine solche Verbindung ist \u00d4jin-Tenn\u00f4, der als Hachiman sowohl als <i>Kami<\/i> als auch \u00e4hnlich einem <i>Bodhisattva<\/i> verehrt wurde. Diese Verbindung der beiden Religionen wurde unter Meiji-Tenn\u00f4 mit der Begr\u00fcndung des <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> am Ende der 1860er Jahre aufgel\u00f6st und verboten.<a href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a name=\"__DdeLink__839_1618503308\"><\/a> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Als wichtigster <i>Kami<\/i> wird Ama-terasu-oho-mi-kam\u00ed, die im Ise-Schrein, einem der heiligsten Schreine des <i>Shint\u00f4<\/i>, als <i>Kami<\/i> der Sonne verg\u00f6ttert wird, angesehen. In dieser Position ist sie die oberste G\u00f6ttin des <i>Shint\u00f4-Kultes<\/i>. Doch auch andere <i>Kami<\/i> haben wichtige, gottgleiche Positionen inne. Sie leiten die Geschicke der Menschen und beherrschen das Land. Wie weiter oben erw\u00e4hnt, wurden sogar manche geografische Gegebenheiten mit <i>Kami<\/i> gleichgesetzt, sodass diese Gegebenheiten in der Landschaft der <i>Japanischen Inseln<\/i> einen heiligen Status erhielten. Ein ber\u00fchmtes Beispiel hierf\u00fcr ist der Vulkan Fuji. Wenn nun geografische Gegebenheiten auf den <i>Japanischen Inseln<\/i> heilig sind, so muss dies auf die <i>Japanischen Inseln<\/i> an sich auch zutreffen, sind sie doch die Heimat dieser auf ihr angesiedelten und manifestierten <i>Kami<\/i>.<a href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a> Dieser Punkt alleine birgt bereits eine Grundlage zu Patriotismus und daraus hervorgehend auch Nationalismus.<a href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<h2 id=\"3_hauptteil_02_part_2\">3.2 Reform des Shint\u00f4 unter Meiji-Tenn\u00f4<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Nachdem sich diese Seminararbeit mit der Verwurzelung des <i>Shint\u00f4<\/i> im Allgemeinen in der japanischen Gesellschaft besch\u00e4ftigt hat, soll sie sich nun mit dem <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> im Speziellen auseinandersetzen. Wie in der Einleitung erw\u00e4hnt, soll die Bedeutung des <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> f\u00fcr die <i>Gleichschaltung<\/i> der japanischen Gesellschaft in den 30er Jahren sowie in der ersten H\u00e4lfte der 40er Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts untersucht werden.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In den Jahren 1867 bis 1868 war das <i>Sh\u00f4gunat<\/i> des Tokugawa-Clans gest\u00fcrzt worden und eine Zentralregierung mit Meiji-Tenn\u00f4 an ihre Spitze gesetzt worden. Um die Legitimation des Tenn\u00f4 als Herrscher zu festigen, wurde der auf ihn gerichtete <i>Shint\u00f4-Kult<\/i> Ende der 1860er Jahre nationalisiert und modernisiert.<a href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a> Die traditionelle, im vorangegangenen Abschnitt beschriebene, Auspr\u00e4gung des <i>Shint\u00f4<\/i> sollte fortan als <i>Kyoha-Shint\u00f4<\/i> (zu deutsch: <i>Sekten-Shint\u00f4<\/i>) bezeichnet werden und war somit vom staatlich gef\u00f6rderten und dem Innenministerium unterstellten <i>Jinja-Shint\u00f4<\/i> (zu deutsch: Schrein<i>-Shint\u00f4<\/i>) abgegrenzt. Als Staats-Shint\u00f4 wurde der Jinja-Shint\u00f4 zun\u00e4chst nur au\u00dferhalb Japans bezeichnet und etablierte sich als Begriff in Japan erst nach dem <i>Zweiten Weltkrieg<\/i>. Der <i>Sekten-Shint\u00f4<\/i> wurde, wie auch andere Religionen wie z.B. das <i>Christentum<\/i> und der <i>Buddhismus<\/i>, unter die Aufsicht des Unterrichtsministeriums gestellt.<a href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a> Die traditionellen <i>Norito<\/i> wurden im <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> vereinheitlicht.<a href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a> Generell wurden alle offiziellen Schreine des <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> der staatlichen <i>Schrein- und Tempelbeh\u00f6rde<\/i>, welche ebenfalls dem Innenministerium zugeordnet war, unterstellt.<a href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Auch eine Trennung der Schreine von buddhistischen Tempeln und eine Ausgliederung buddhistischer Priester aus shintoistischen Priester\u00e4mtern wurde in diesem Rahmen durchgef\u00fchrt. W\u00e4hrend des oben erw\u00e4hnten <i>Shinbutsu-Sh\u00fbg\u00f4<\/i> waren viele buddhistische Einrichtungen mit shintoistischen verschmolzen. Auf Schreingel\u00e4nde waren Tempel errichtet worden und in Tempeln wurden <i>Kami<\/i> gleichgesetzt mit <i>Bodhisattva<\/i> verehrt. Es waren die gleichen Priester, welche buddhistische sowie shintoistische Feste zelebrierten. Mit der Reform des <i>Shint\u00f4<\/i> mussten sich die Priester nun entscheiden, ob sie dem gef\u00f6rderten <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> oder einer buddhistischen Sekte dienen wollten. Tempel wurden vom Schreingel\u00e4nde entfernt und es wurde verboten, Kami in buddhistischen Tempeln zu verehren.<a href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In seiner von den anderen Religionen getrennten Position wurde der <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> samt seiner Schreine nun verweltlicht. Das hei\u00dft, er wurde nicht mehr als Religion, sondern vielmehr als <i>patriotischer Kult<\/i> betrachtet. Dies sollte es allen Japaner_Innen unabh\u00e4ngig davon, welcher Religion sie sonst angeh\u00f6rten, erm\u00f6glichen, sich zum <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> und somit zum Kaiserhaus zu bekennen.<a href=\"#sdfootnote16sym\" name=\"sdfootnote16anc\"><sup>16<\/sup><\/a> Es wird hierbei von einer <i>Supra-Religion<\/i> gesprochen, die sich durch ihre staatliche Institutionalisierung und F\u00f6rderung von allen anderen vorhandenen Religionen abgrenzt und dennoch die mythischen Z\u00fcge einer Religion tr\u00e4gt.<a href=\"#sdfootnote17sym\" name=\"sdfootnote17anc\"><sup>17<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Eine zentrale Position unter den Schreinen des <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> nahmen der <i>Yasukuni-Schrein<\/i> in Tokio und der <i>Ise-Schrein<\/i> in der damals noch Ujiyamada genannten Stadt Ise ein. Der <i>Yasukuni-Schrein<\/i> war 1869 errichtet worden. In ihm sollten die seit 1868 f\u00fcr das <i>Kaiserreich Japan<\/i> gefallenen Soldaten als <i>Kami<\/i> verehrt werden.<a href=\"#sdfootnote18sym\" name=\"sdfootnote18anc\"><sup>18<\/sup><\/a> Im Ise-Schrein wurde Ama-terasu-oho-mi-kam\u00ed als Ahnherrin des Kaiserhauses verehrt. Laut der <i>Chronik von Japan<\/i>, dem <i>Nihon-shoki<\/i>, und dem <i>Kojiki<\/i>, welches \u00fcbersetzt <i>Aufzeichnung alter Geschehnisse<\/i> hei\u00dft, kann der Stammbaum des Kaiserhauses von Japan auf den legend\u00e4ren Jimmu-Tenn\u00f4 zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, der der japanischen Mythologie zufolge von 711 bis 585 v. Chr. gelebt haben soll.<a href=\"#sdfootnote19sym\" name=\"sdfootnote19anc\"><sup>19<\/sup><\/a> Jimmu-Tenn\u00f4 wiederum soll dem <i>Shint\u00f4<\/i> zufolge von der Sonneng\u00f6ttin Ama-terasu-oho-mi-kam\u00ed abstammen, womit das Kaiserhaus durch seine g\u00f6ttliche Abstammung legitimiert wurde.<a href=\"#sdfootnote20sym\" name=\"sdfootnote20anc\"><sup>20<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit dem <i>Kaiserlichen Reskript f\u00fcr Erziehung<\/i> von 1890 wurde das Bildungssystem vereinheitlicht und an staats-shintoistische Ideale angepasst.<a href=\"#sdfootnote21sym\" name=\"sdfootnote21anc\"><sup>21<\/sup><\/a> Von Beginn der 1930er Jahre an wurde dies immer st\u00e4rker genutzt, um das <i>japanische Volk<\/i> mit p\u00e4dagogischen Mitteln schon von klein auf zu indoktrinieren, um die Verehrung des <i>Tenn\u00f4<\/i> zu f\u00f6rdern und eine anti-demokratische Grundstimmung zu schaffen.<a href=\"#sdfootnote22sym\" name=\"sdfootnote22anc\"><sup>22<\/sup><\/a> <\/span><\/p>\n<h2 id=\"3_hauptteil_02_part_3\">3.3 Sh\u00f4wa-Restauration, Kokutai und Kaisertreue<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Unter dem Sh\u00f4wa-Tenn\u00f4 Hirohito entstand ab 1926, gest\u00fctzt durch eine aufkommende nationalistische Stimmung im Land, die Idee einer weiteren Restauration im Stile der <i>Meiji-Restauration<\/i>. Es war vor allem das Ziel japanischer Milit\u00e4rs sowie konservativer und nationalistischer Kr\u00e4fte, eine durch den <i>Tenn\u00f4<\/i> gest\u00fctzte Milit\u00e4rdiktatur zu errichten und einen Expansionskrieg zu f\u00fchren, in welchem anfangs vor allem das chinesische Festland okkupiert werden sollte. Um die aggressive Au\u00dfenpolitik des <i>Imperialen Japans<\/i> zu rechtfertigen wurde von den Milit\u00e4rs auf das mittels des <i>Shint\u00f4<\/i> konstruierte <i>heilige Recht<\/i> Japans auf moralische und \u00f6konomische Herrschaft in Ostasien verwiesen.<a href=\"#sdfootnote23sym\" name=\"sdfootnote23anc\"><sup>23<\/sup><\/a> Es wurde propagiert, dass Japan dieses Recht nutzen wolle, um die <i>Dait\u00f4a-ky\u00f4ei-ken<\/i> (zu deutsch: <i>Gro\u00dfostasiatische Wohlstandssph\u00e4re<\/i>) zu erschaffen. In dieser sollte sich Ostasien unter F\u00fchrung Japans von den westlichen Kolonialm\u00e4chten befreien und geleitet durch den g\u00f6ttlichen <i>Tenn\u00f4<\/i> Wohlstand und Frieden finden.<a href=\"#sdfootnote24sym\" name=\"sdfootnote24anc\"><sup>24<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Um diese Ziele zu erreichen, wurde die im <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> angestrebte Verehrung des Kaisers weiter fokussiert und mit dem Konzept des <i>Kokutai<\/i> (auf deutsch: <i>Nationalwesen<\/i>), welches zu Beginn der <i>Meiji-Restauration<\/i> entstanden war, untermauert. Es sollten auf dem <i>Shintoismus<\/i> basierende, angeblich urjapanische Ideale und Strukturen hervorgehoben und die westlichen Einfl\u00fcsse somit abgel\u00f6st werden.<a href=\"#sdfootnote25sym\" name=\"sdfootnote25anc\"><sup>25<\/sup><\/a> Dreh- und Angelpunkt des <i>Kokutai<\/i> war das von <i>Shintoismus<\/i> und <i>Konfuzianismus<\/i> gest\u00fctzte <i>Familienprinzip<\/i>, welches das <i>japanische Volk<\/i> als eine gro\u00dfe Familie mit dem Kaiserhaus als <i>Hauptfamilie<\/i> und dem restlichen <i>japanischen Volk<\/i> gegliedert in <i>Zweigfamilien<\/i> begriff.<a href=\"#sdfootnote26sym\" name=\"sdfootnote26anc\"><sup>26<\/sup><\/a> <i>Zweigfamilien<\/i> waren hierbei nicht nur Familien im biologisch-b\u00fcrgerlichen Sinne. Auch innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation begriffen sich die Menschen als eine Familie. Innerhalb einer Familie nahm der Familienvater patriarchal die f\u00fchrende Rolle ein. Im kleinen war dies das Oberhaupt einer <i>Zweigfamilie<\/i>, also ein Familienvater im biologisch-b\u00fcrgerlichen Sinn der Familie oder ein Unternehmer oder Vorsitzender einer Organisation. Auf staatlicher Ebene war es der <i>Tenn\u00f4<\/i> als Oberhaupt des Kaiserhauses als <i>Hauptfamilie<\/i> und somit als <i>Vater der japanischen Nation<\/i>. Die <i>japanische Familie<\/i> war somit \u00e4hnlich dem nationalsozialistischen <i>F\u00fchrerprinzip<\/i> organisiert.<a href=\"#sdfootnote27sym\" name=\"sdfootnote27anc\"><sup>27<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Wenn nun der <i>Tenn\u00f4<\/i>, wie oben beschrieben, der Nachfahre von Ama-terasu-oho-mi-kam\u00ed und die <i>Hauptfamilie <\/i>somit von g\u00f6ttlicher Abstammung war, musste dies auf die <i>Zweigfamilien<\/i>, wenn auch in weniger <i>reiner<\/i> Form, ebenso zutreffen. Die <i>Familie des japanischen Volkes<\/i> wurde, \u00e4hnlich der nationalsozialistischen <i>Volksgemeinschaft<\/i>, durch ihren religi\u00f6s begr\u00fcndeten Rassismus klar von <i>Nicht-Japaner_Innen<\/i> abgegrenzt.<a href=\"#sdfootnote28sym\" name=\"sdfootnote28anc\"><sup>28<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Innerhalb dieser, im <i>Kokutai<\/i> definierten, Familie gab es eine eindeutige Rollenverteilung. Das <i>bushid\u00f4<\/i> (auf deutsch: <i>Weg des Kriegers<\/i>), welches ehemals Kodex der, mit der <i>Meiji-Restauration<\/i> abgeschafften, <i>Samurai<\/i> war, wurde zum <i>Ideal des Mannes<\/i> umgedeutet. Diese Gleichsetzung des Idealbildes eines Mannes mit einem Krieger \u00e4hnelt jener, die Jungen und M\u00e4nnern im Nationalsozialismus schon von klein auf vermittelt wurde und die einer Militarisierung der Gesellschaft und damit der Kriegsvorbereitung diente.<a href=\"#sdfootnote29sym\" name=\"sdfootnote29anc\"><sup>29<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Dem <i>Weg des Kriegers<\/i> wurde ein <i>Weg der Frau<\/i> entgegengesetzt. Der Dienst gegen\u00fcber dem <i>Familienvater<\/i>, sowohl auf Ebene der <i>Zweigfamilie<\/i> als auch auf Ebene der <i>Familie des japanischen Volkes<\/i>, wurden als patriotische Pflicht gesehen. Anders als bei der <i>Deutschen Mutter<\/i> lag ihre Aufgabe jedoch nicht vordergr\u00fcndig in der <i>Produktion von Soldaten<\/i>. Vielmehr wurde die Arbeitskraft der Frauen an der <i>Heimatfront<\/i> ben\u00f6tigt, um die japanische Infrastruktur auch nach dem Beginn des Krieges aufrecht erhalten zu k\u00f6nnen.<a href=\"#sdfootnote30sym\" name=\"sdfootnote30anc\"><sup>30<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a name=\"__DdeLink__876_379599400\"><\/a> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Der <i>Tenn\u00f4<\/i> war bereits mit der <i>Verfassung des Kaiserreichs Gro\u00df-Japan<\/i> vom 11.02.1889, welche unter Meiji-Tenn\u00f4 verabschiedet wurde und entsprechend auch <i>Meiji-Verfassung<\/i> genannt wurde, als \u201eheilig und unantastbar\u201c deklariert worden. Die Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber dem <i>Tenn\u00f4<\/i> wurde im Laufe der <i>Sh\u00f4wa-Restauration<\/i> nun mit Patriotismus gleichgesetzt. Es wird vom Prinzip des <i>ch\u00fbkun-aikoku<\/i> gesprochen, welches mit <i>Loyalit\u00e4t-Patriotismus<\/i> \u00fcbersetzt wird. Fortan war es unpatriotisch, am <i>Tenn\u00f4<\/i> zu zweifeln und Patriotismus wurde mit der <i>Heiligen Pflicht<\/i> gegen\u00fcber dem <i>Tenn\u00f4<\/i> und somit auch gegen\u00fcber dem <i>Shint\u00f4<\/i> gleichgesetzt. Der <i>Tenn\u00f4<\/i> wurde als <i>Stimme des kollektiven Gewissens und Bewusstseins des japanischen Volkes<\/i> betrachtet<a href=\"#sdfootnote31sym\" name=\"sdfootnote31anc\"><sup>31<\/sup><\/a>.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die sogenannte <i>Meiji-Verfassung war<\/i> an die <i>Preussische Verfassung<\/i> von 1850 angelehnt und es existierte eine <i>Gewaltenteilung<\/i> nach <i>westlichem<\/i> Vorbild<a href=\"#sdfootnote32sym\" name=\"sdfootnote32anc\"><sup>32<\/sup><\/a>. Der <i>Kaiserliche Premierminister<\/i> mit einem Kabinett aus Ministern bildete die <i>Exekutive<\/i>. Die <i>Legislative<\/i> bestand aus einem Parlament, welches das Recht eines Vetos gegen\u00fcber der Regierung hatte und das sich aus einem gew\u00e4hlten Abgeordnetenhaus und einem Oberhaus zusammensetzte. Im Oberhaus war der dem <i>Tenn\u00f4<\/i> ergebene Adelsstand vertreten. In der <i>Judikative<\/i> wirkten vom <i>Tenn\u00f4<\/i> ernannte, aber als unabh\u00e4ngig deklarierte, Richter.<a href=\"#sdfootnote33sym\" name=\"sdfootnote33anc\"><sup>33<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Bei genauerem Hinsehen wird hier jedoch deutlich, dass der <i>Tenn\u00f4<\/i> \u00fcber seinen <i>Premierminister<\/i>, das Oberhaus und die von ihm ernannten Richter entscheidenden Einfluss auf alle drei S\u00e4ulen der staatlichen <i>Gewaltenteilung<\/i> aus\u00fcben konnte. \u00dcber das <i>ch\u00fbkun-aikoku<\/i>, ihre patriotische Verpflichtung zur Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber dem <i>Tenn\u00f4<\/i>, waren ihm nun auch alle anderen Teilnehmer des politischen Lebens ergeben.<a href=\"#sdfootnote34sym\" name=\"sdfootnote34anc\"><sup>34<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">So geschah Rechtsprechung faktisch in seinem Namen, die Streitkr\u00e4fte unterstanden der Verfassung nach allein seinem Befehl, die Gesetze wurden durch ihn mit Zustimmung des Parlaments erlassen und die Regierung war nicht dem Parlament, sondern nur dem <i>Tenn\u00f4<\/i> gegen\u00fcber Rechenschaft schuldig<a href=\"#sdfootnote35sym\" name=\"sdfootnote35anc\"><sup>35<\/sup><\/a>. Der <i>Shint\u00f4<\/i> diente den japanischen Eliten \u201eals spirituelle Grundlage und weltlicher Kontroll- und Verwaltungsapparat\u201c<a href=\"#sdfootnote36sym\" name=\"sdfootnote36anc\"><sup>36<\/sup><\/a>.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit der am 12.10.1940 gegr\u00fcndeten <i>Taisei yokusan-kai<\/i> (auf deutsch: <i>Vereinigung zur Unterst\u00fctzung der Kaiserherrschaft<\/i>) sollte das Parlament endg\u00fcltig auf den <i>Tenn\u00f4<\/i> fokussiert werden. Sie war eine direkt dem <i>Premierminister<\/i> unterstellte Fraktion, die in ihrer Organisation an der <i>NSDAP<\/i> orientiert war und in der alle im Parlament vertretenen Parteien aufgingen. Es war das Ende der Parteienpolitik, wie sie sich zuvor in Japan etabliert hatte.<a href=\"#sdfootnote37sym\" name=\"sdfootnote37anc\"><sup>37<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit der schrittweisen \u00dcbernahme der politischen Macht ging anhand neuer Gesetze und Kampagnen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ein Ausschalten aller oppositionellen Kr\u00e4fte einher. So wurde mittels des <i>Pressegesetzes<\/i> ein m\u00e4chtiges Instrument zur Zensur und Bek\u00e4mpfung aller unliebsamen Ideen geschaffen. Es f\u00fchrte Tatbest\u00e4nde wie die <i>Verbreitung kommunistischer Ideen<\/i>, die <i>St\u00f6rung der \u00f6ffentlichen Ruhe und Ordnung<\/i> und die <i>Schm\u00e4hung der W\u00fcrde des Kaiserhauses<\/i> auf. Solche Kriterien wurden nicht nur eingesetzt, um pazifistische, liberale, kommunistische und antidiktatorische Publikationen zu unterdr\u00fccken, sondern immer st\u00e4rker auch, um Gruppierungen, welche nicht in das Konzept des <i>Kokutai<\/i> passten, zu verbieten und zu verfolgen.<a href=\"#sdfootnote38sym\" name=\"sdfootnote38anc\"><sup>38<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In diesem Sinne wurden buddhistische und shintoistische Sekten verfolgt, welche die Trennung von <i>Shint\u00f4<\/i> und <i>Buddhismus<\/i> nicht komplett vollzogen hatten oder die Legitimit\u00e4t des <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> nicht anerkannten. Bekannte Beispiele hierf\u00fcr sind die Sekte des Nichiren <i>Buddhismus<\/i> und die <i>Shint\u00f4-Sekte<\/i> \u00d4moto-ky\u00f4. Die Verwendung von Ama-terasu-oho-mi-kam\u00ed und Hachiman im Mandala der Nichiren-Sekte wurde genauso als <i>Schm\u00e4hung der W\u00fcrde des Kaiserhauses<\/i> betrachtet, wie die Leugnung der heiligen Abstammung des <i>Tenn\u00f4<\/i> durch die \u00d4moto-ky\u00f4.<a href=\"#sdfootnote39sym\" name=\"sdfootnote39anc\"><sup>39<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mit dem Beginn des <i>Pazifikkrieges<\/i> gerieten auch die verschiedenen christlichen Kirchen in das Visier der Regierung und ihrer Beh\u00f6rden. Grund hierf\u00fcr war der westliche Ursprung der christlichen Religion, womit sie bereits den Idealen des <i>Kokutai<\/i> widersprach. \u00dcber das Konzept des <i>ch\u00fbkun-aikoku<\/i> wurden sie als unpatriotisch und illoyal gegen\u00fcber dem <i>Tenn\u00f4<\/i> unterdr\u00fcckt und verfolgt. Dem entgingen nur jene Kirchen, die explizit Wert darauf legten, ihre Lehren in Harmonie mit dem <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> zu bringen und somit ihre Treue zum <i>Tenn\u00f4<\/i> bewiesen.<a href=\"#sdfootnote40sym\" name=\"sdfootnote40anc\"><sup>40<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<h1 id=\"4_fazit\">4 Fazit<\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Soll untersucht werden, wie der <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> die <i>Gleichschaltung<\/i> der japanischen Gesellschaft im <i>Imperialen Japan<\/i> der 30er- und 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts beeinflusste, muss zuerst einmal darauf hingewiesen werden, dass es sich beim Begriff der <i>Gleichschaltung<\/i> um die Bezeichnung eines spezifischen Prozesses im nationalsozialistischen <i>Deutschen Reich<\/i> handelt. Es ist daher schwierig diesen Begriff auf ein Ph\u00e4nomen im <i>Imperialen Japan<\/i> zu \u00fcbertragen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Dennoch wurden im Rahmen der Arbeit Prozesse betrachtet, welche denen der <i>Gleichschaltung<\/i> im <i>Deutschen Reich<\/i> sehr \u00e4hnlich sind und welche tats\u00e4chlich mit der Hilfe des <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> abliefen oder durch diesen induziert wurden. Am st\u00e4rksten f\u00e4llt hierbei das <i>Familienprinzip<\/i> ins Auge. Das japanische Volk als geschlossene Familie zu betrachten, dem ein Mensch von Geburt an angeh\u00f6rt und aus der er bei Nonkonformit\u00e4t ausgeschlossen werden kann, kommt dem Prinzip der <i>Volksgemeinschaft<\/i> mit ihren Mechanismen sehr nahe.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Auch die Ausrichtung der <i>Japanischen Familie<\/i> und ihrer <i>Zweigfamilien<\/i> auf einen <i>Familienvater<\/i> zeigt eine \u00e4hnliche Funktion, wie das <i>F\u00fchrerprinzip<\/i> des Nationalsozialismus. So wie dort die Angeh\u00f6rigen einer Gruppe oder Organisationsstruktur zum unbedingten Gehorsam gegen\u00fcber einem <i>F\u00fchrer<\/i> angehalten sind, wird von dem japanischen Volk ein unbedingter Gehorsam gegen\u00fcber einer <i>Vaterfigur<\/i> erwartet. Diese kann der tats\u00e4chliche b\u00fcrgerliche Vater, ein Vorsitzender im Verein, der Chef im Betrieb und an oberster Stelle der <i>Tenn\u00f4<\/i> sein. Hierbei sei auch noch einmal die Gleichsetzung von Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber dem <i>Tenn\u00f4<\/i> als <i>Vater<\/i> der <i>Japanischen Familie<\/i> mit Patriotismus hervorgehoben. Es wurde beschrieben, dass die <i>Japanischen Inseln<\/i> im <i>Shint\u00f4<\/i> als heilige Orte angesehen werden, und dass sich hieraus ein Patriotismus bei den Anh\u00e4ngern des <i>Shint\u00f4<\/i> ergibt. Wichtig ist an diesem Punkt auch die Betrachtung des <i>Tenn\u00f4<\/i> als <i>Verk\u00f6rperung eines kollektiven Gewissens und Bewusstseins des japanischen Volkes<\/i>, dem in diesem Zusammenhang jedes Mitglied der <i>Japanischen Familie<\/i> zu folgen hat. Diese kommt dem nationalsozialistischen Volkswillen recht nahe, in dem jedem <i>Mitglied des Volkes oder der Familie<\/i> unterstellt wird, die Handlungen der Regierung als den eigenen Willen anzuerkennen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die besondere Stellung des <i>Tenn\u00f4<\/i> diente auch zur Ausschaltung der oppositionellen Kr\u00e4fte. Es sei an dieser Stelle beispielhaft an den Tatbestand der <i>Schm\u00e4hung der W\u00fcrde des Kaiserhauses<\/i> im Pressegesetz erinnert, und dass \u00e4hnliche Begr\u00fcndungen auch gegen andere Gegner der Milit\u00e4rdiktatur angewandt wurden. Da in den Augen der Regierung eine Ablehnung der Politik gleichbedeutend war mit einer Kritik am heiligen <i>Tenn\u00f4<\/i>, war eine legale Opposition quasi nicht mehr m\u00f6glich.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Als Letztes sei noch die Indoktrination der Jugend sowie die Anforderung an M\u00e4nner, Krieger zu sein, und jene an Frauen, an der <i>Heimatfront<\/i> zu dienen, erw\u00e4hnt. Auch dies sind Prozesse, die ihre Verwandtschaft in Prozessen innerhalb der nationalsozialistischen <i>Gleichschaltung<\/i> haben. Unabh\u00e4ngig davon, ob die Indoktrination der Jugend durch ein <i>Kaiserliches Reskript f\u00fcr Erziehung<\/i> oder eine einheitliche Jugendorganisation erfolgte, war das Ziel in beiden F\u00e4llen die Vorbereitung der Jugend auf den Krieg und die Bildung einer Bindung der Menschen an die F\u00fchrung der Diktatur.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Bei all den aufgef\u00fchrten Punkten spielt der durch den <i>Staats-Shint\u00f4<\/i> verliehene heilige Status des <i>Tenn\u00f4<\/i> und des Kaiserhauses eine wichtige Rolle. So wird das Familienprinzip und die Position des <i>Tenn\u00f4<\/i> auf dessen heilige Abstammung von Ama-terasu-oho-mi-kam\u00ed zur\u00fcckgef\u00fchrt, der Patriotismus durch den heiligen Charakter der <i>Japanischen Inseln<\/i> stimuliert und das <i>Kokutai<\/i> auf alte shintoistische Werte zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich festhalten, dass es sicherlich kompliziert ist, einen ideologisch getr\u00e4nkten Begriff wie <i>Gleichschaltung<\/i> zu \u00fcbertragen, dennoch gab es im <i>Imperialen Japan<\/i> der 30er- und 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts Prozesse, die denen der <i>Gleichschaltung<\/i> sehr \u00e4hnlich waren. Und diese Prozesse sind ganz offensichtlich durch die Verwendung des Staats-Shint\u00f4 gepr\u00e4gt und teilweise auch durch diesen initiiert worden.<\/span><\/p>\n<h1 id=\"literatur_01\">Fu\u00dfnoten und Literatur<\/h1>\n<div id=\"sdfootnote1\"><a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a> In dieser Seminararbeit wird mithilfe des <em>Gender Gap<\/em> und des <em>Binnen-I<\/em> gegendert, da das <em>generische Maskulinum<\/em> allzu schnell vergessen l\u00e4sst, dass Menschen nicht nur m\u00e4nnlich sondern unterschiedlichsten sozialen und\/oder biologischen Geschlechts sein k\u00f6nnen. Zitate, Eigennamen von Organisationen und Angeh\u00f6rige ausschlie\u00dflich m\u00e4nnlicher Gruppierungen, wie z.B. die shintoistischen und buddhistischen Priester, bleiben hiervon unber\u00fchrt.<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> BROOKER, PAUL (1991): The Faces of Fraternalism \u2013 Nazi Germany, Fascist Italy, and Imperial Japan. Oxford, S. 88 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a> Ebenda, S. 129 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a> Ebenda, S. 131 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a> Der Begriff des Volkes wird als k\u00fcnstliches Konstrukt angenommen und hier entsprechend ebenfalls kursiv gesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p><a href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a> BROOKER, S. 88 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p><a href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a> Ebenda, S. 208.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p><a href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a> STORM, RACHEL (2000): Die Enzyklop\u00e4die der \u00f6stlichen Mythologie \u2013 Legenden des Ostens \u2013 Mythen und Sagen der Helden, G\u00f6tter und Krieger aus dem alten \u00c4gypten, Arabien, Persien, Indien, Tibet, China und Japan. Reichelsheim, S. 196 \u201eHachiman\u201c &amp; 204 \u201eKami\u201c und LOKOWANDT 1978, S. 44 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p><a href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a> Ebenda, S. 204 \u201eKami\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p><a href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a> LOKOWANDT, ERNST (1981): Zum Verh\u00e4ltnis von Staat und Shint\u00f4 im heutigen Japan \u2013 Eine Materialsammlung. Wiesbaden, S.24 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p><a href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a> LOKOWANDT, ERNST (1978): Die rechtliche Entwicklung des Staats-Shint\u00f4 in der ersten H\u00e4lfte der Meiji-Zeit (1868-1890). Wiesbaden, S. 3 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p><a href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a> MEISSNER, KURT (1939): Der Shintoismus als Quelle des japanischen Volkscharakters und Nationalgeistes. \u2013 In: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Natur- und V\u00f6lkerkunde Ostasiens, Reprint 1965, Band 28, Teil I, S. 1 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p><a href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a> BROOKER, S. 208.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\">\n<p><a href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a> MEISSNER, S. 2.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\">\n<p><a href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a> LOKOWANDT 1978, S. 13 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\">\n<p><a href=\"#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\">16<\/a> MEISSNER, S. 2.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\">\n<p><a href=\"#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\">17<\/a> ANTONI, KLAUS (1991): Momotar\u00f4 (The Peach Boy) and the Spirit of Japan \u2013 Concerning the Function of a Fairy Tale in Japanese Nationalism of the Early Sh\u00f4wa Age. \u2013 In: Asian Folklore Studies, Vol. 50, No. 1, S. 155-188, S. 157.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\">\n<p><a href=\"#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\">18<\/a> BROOKER, S. 210.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\">\n<p><a href=\"#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\">19<\/a> LOKOWANDT 1981, S. 3.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\">\n<p><a href=\"#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\">20<\/a> ANTONI, KLAUS (Hrsg.) (2012): Kojiki \u2013 Aufzeichnung alter Begebenheiten. Berlin, S. 77 bis 93.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\">\n<p><a href=\"#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\">21<\/a> BROOKER, S. 207.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\">\n<p><a href=\"#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\">22<\/a> KREINER, JOSEF (2012): Geschichte Japans. Zweite Auflage, Stuttgart, S. 383.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\">\n<p><a href=\"#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\">23<\/a> BROOKER, S. 214.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\">\n<p><a href=\"#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\">24<\/a> KREINER, S. 408.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\">\n<p><a href=\"#sdfootnote25anc\" name=\"sdfootnote25sym\">25<\/a> Ebenda, S. 383.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\">\n<p><a href=\"#sdfootnote26anc\" name=\"sdfootnote26sym\">26<\/a> LOKOWANDT 1981, S. 5.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\">\n<p><a href=\"#sdfootnote27anc\" name=\"sdfootnote27sym\">27<\/a> BROOKER, S. 213.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote28\">\n<p><a href=\"#sdfootnote28anc\" name=\"sdfootnote28sym\">28<\/a> Ebenda, S. 213.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote29\">\n<p><a href=\"#sdfootnote29anc\" name=\"sdfootnote29sym\">29<\/a> Ebenda, S. 214.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote30\">\n<p><a href=\"#sdfootnote30anc\" name=\"sdfootnote30sym\">30<\/a> Ebenda, S. 214.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote31\">\n<p><a href=\"#sdfootnote31anc\" name=\"sdfootnote31sym\">31<\/a> Ebenda, S. 215 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote32\">\n<p><a href=\"#sdfootnote32anc\" name=\"sdfootnote32sym\">32<\/a> MIYAZAKI, SHIGEKI (1987): Die Verfassung Japans und ihr Verh\u00e4ltnis zum V\u00f6lkerrecht. \u2013 In: Archiv des V\u00f6lkerrechts, Bd. 25, Heft 1, S. 1-23, S. 1.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote33\">\n<p><a href=\"#sdfootnote33anc\" name=\"sdfootnote33sym\">33<\/a> BROOKER, S. 216.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote34\">\n<p><a href=\"#sdfootnote34anc\" name=\"sdfootnote34sym\">34<\/a> Ebenda, S. 216.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote35\">\n<p><a href=\"#sdfootnote35anc\" name=\"sdfootnote35sym\">35<\/a> LOKOWANDT 1981, S. 4.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote36\">\n<p><a href=\"#sdfootnote36anc\" name=\"sdfootnote36sym\">36<\/a> KREINER, S. 382 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote37\">\n<p><a href=\"#sdfootnote37anc\" name=\"sdfootnote37sym\">37<\/a> Ebenda, S. 406.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote38\">\n<p><a href=\"#sdfootnote38anc\" name=\"sdfootnote38sym\">38<\/a> Ebenda, S. 394.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote39\">\n<p><a href=\"#sdfootnote39anc\" name=\"sdfootnote39sym\">39<\/a> BROOKER, S. 244 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote40\">\n<p><a href=\"#sdfootnote40anc\" name=\"sdfootnote40sym\">40<\/a> Ebenda, S. 246 f.<\/p>\n<\/div>\n<h1 id=\"literatur_02\">Weitere Literatur<\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\">CAMPBELL, JOSEPH (1991): Die Maske Gottes Teil 2 \u2013 Mythologie des Ostens. Basel.<\/p>\n<p>FLORENZ, Dr. KARL (1903): Nihongi \u2013 Japanische Annalen von Suiko-tenn\u00f4 bis Jit\u00f4-tenn\u00f4. Zweite Auflage, Tokyo.<\/p>\n<p>NAUMANN, NELLY (1996): Die Mythen des alten Japan \u2013 \u00fcbers. und erl. von Nelly Naumann. M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>TEEUWEN, MARK und RAMBELLI, FABIO (2003): Buddhas and kami in Japan \u2013 honji suijaku as a combinatory paradigm. London.<\/p>\n<p><strong>Download:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Meas_Wolfstatze_-_Staats-Shinto.pdf\" target=\"_blank\">Wolfstatze, Meas: Wie beeinflusste der Staats-Shint\u00f4 die \u00bbGleichschaltung\u00ab der japanischen Gesellschaft im Imperialen Japan der 30er- und 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts?; Berlin 2013.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/es\/satex\/\">vuelta<\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\">Creative Commons CC BY-NC-ND<\/a> by Meas Wolfstatze<\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1775 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-es_ES sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1775')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1775').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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