{"id":2790,"date":"2014-10-23T22:01:15","date_gmt":"2014-10-23T20:01:15","guid":{"rendered":"http:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/?page_id=2790"},"modified":"2015-11-27T10:26:03","modified_gmt":"2015-11-27T08:26:03","slug":"2014-08-31-hermannskult-in-der-weimarer-republik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/en\/satex\/2014-08-31-hermannskult-in-der-weimarer-republik\/","title":{"rendered":"Hermann, Siegfried, Dolchsto\u00df \u2013 Die Varusschlacht im politischen Diskurs der Weimarer Republik"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\"><!--\ntd p { margin-bottom: 0cm; }h1 { margin-bottom: 0.21cm; }h1.western { font-family: \"Arial\",sans-serif; font-size: 16pt; }h1.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; font-size: 16pt; }h1.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; font-size: 16pt; }h2 { margin-top: 0.42cm; }h2.western { font-family: \"Times New Roman\",serif; }h2.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; }h2.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; }p.sdfootnote { margin-left: 0.5cm; text-indent: -0.5cm; margin-bottom: 0cm; font-size: 10pt; }p { margin-bottom: 0.21cm; }a:link {  }a.sdfootnoteanc { font-size: 57%; }\n--><\/style>\n<div dir=\"ltr\" id=\"Inhaltsverzeichnis1\">\n<div dir=\"ltr\" id=\"Inhaltsverzeichnis1_Head\"><em>Art des Textes: Seminararbeit<br \/>\nSeminar: Schlacht im Teutoburger Wald<br \/>\nModul: Einf\u00fchrung in die Alte Geschichte<br \/>\nDozentin: Prof. Dr. Sabine R. Huebner<\/em><\/p>\n<h1>Gliederung<\/h1>\n<p>1 <a href=\"#1_einleitung\">Einleitung<\/a><\/p>\n<p>2 <a href=\"#2_hauptteil_01\">Drei Ereignisse \u00fcberschneiden sich<\/a><\/p>\n<p>2.1 <a href=\"#2_hauptteil_01_part_1\">Wer war Hermann der Cherusker?<\/a><\/p>\n<p>2.2 <a href=\"#2_hauptteil_01_part_2\">Siegfried und die Nibelungensage<\/a><\/p>\n<p>2.3 <a href=\"#2_hauptteil_01_part_3\">Was ist die Dolchsto\u00dflegende?<\/a><\/p>\n<p>2.4 <a href=\"#2_hauptteil_01_part_4\">Hermann und Siegfried<\/a><\/p>\n<p>2.5 <a href=\"#2_hauptteil_01_part_5\">Hagen und der Dolchsto\u00df<\/a><\/p>\n<p>3 <a href=\"#3_hauptteil_02\">Symbolische Mystifizierung der Varusschlacht in der Weimarer Republik<\/a><\/p>\n<p>3.1 <a href=\"#3_hauptteil_02_part_1\">Hermanns Rolle f\u00fcr Nationalkonservative und Nationalsozialist*Innen<\/a><\/p>\n<p>3.2 <a href=\"#3_hauptteil_02_part_2\">Deutung Hermanns auf Seiten der Republik<\/a><\/p>\n<p>4 <a href=\"#4_fazit\">Fazit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#anhang\">Anhang \u00bbTabellarische Darstellung der Mythenkopplung\u00ab<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#literatur_01\">Fu\u00dfnoten und Literatur<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#literatur_02\">Weitere Literatur<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 id=\"1_einleitung\">1 Einleitung<\/h1>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">H\u00e4ufig wird die Narration der Geschichte Deutschlands mit Hermann dem Cherusker und der Varusschlacht begonnen. Ihm wird nachgesagt, die St\u00e4mme der Germanen geeint zu haben, bevor er einem Meuchelmord aus der eigenen Familie zum Opfer fiel. Noch heute wird er von vielen popul\u00e4rwissenschaftlichen Sendungen und Artikeln in dieser Rolle gedeutet und der Blick auf ihn durch Mystifizierung getr\u00fcbt. Noch heute nimmt er in dieser Rolle vor allem f\u00fcr Nationalkonservative und Neonazis die Position eines Nationalhelden ein. Der Stoff um den germanischen Aufstand gegen Rom scheint gut geeignet, vor allem nationalistische Ideologien zu propagieren.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hochkonjunktur hatten entsprechende Deutungen w\u00e4hrend der Weimarer Republik, als Nationalist*Innen<a href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a> unterschiedlichster Couleur sich durch die Novemberrevolution, die Ausrufung der Republik und den Vertrag von Versailles um ihre Chance auf einen Sieg im Weltkrieg gebracht sahen. Die Dolchsto\u00dflegende lie\u00df sich auf wunderbare Weise mit dem Mord an Hermann verbinden. \u00c4hnlich wie dieser, nicht in der Schlacht geschlagen sondern durch heimt\u00fcckischen Verrat zu Fall gebracht, wollten sich auch die Eliten aus Armee und ehemaligem Kaiserreich sehen. Dass Hermann der Cherusker in den Erz\u00e4hlungen zu dieser Zeit schon lange mit Siegfried dem Drachent\u00f6ter und somit mit dem Nibelungenlied, einer der beliebtesten deutschen Heldensagen, verbunden war, konnte in diesem Sinne nur nutzen. So half die Verbindung von realer Geschichte und Sage, erstere der Wirklichkeit zu entheben und ihr einen mythischen Glanz zu verleihen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In der vorliegenden Arbeit soll die Rolle der Varusschlacht im politischen Diskurs der Weimarer Republik untersucht werden. Hierzu findet zuerst eine Betrachtung der drei Narrationen um Hermann, Siegfried und die Dolchsto\u00dflegende sowie ihre konstruierte Verstrickung miteinander statt. Anschlie\u00dfend soll die propagandistische Deutung durch Nationalkonservative und Nationalsozialist*Innen aber auch durch die Anh\u00e4nger*Innen der Republik betrachtet werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nicht untersucht werden soll in dieser Arbeit, wie nahe die Sicht auf die Varusschlacht, wie sie in der Weimarer Republik geschah, an gegew\u00e4rtige durch verschiedenste textbasierte wie auch arch\u00e4ologische Quellen belegbare historische Sichtweisen heranreicht. Die in dieser Arbeit wiedergegebene Sicht auf die Varusschlacht entstammt somit dem Stand zur Zeit der Weimarer Republik. Die Kopplung von Varusschlacht und Nibelungenlied werden dargestellt aber nicht hinterfragt. Ziel der Arbeit ist es vielmehr zu betrachten, wie eben diese, damals vorherrschende Deutung und Verbindung der Ereignisse, sich auf die Verwendung im politischen Diskurs der Weimarer Republik niederschlug.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Von besonderer Bedeutung f\u00fcr diese Arbeit war die Promotion von Prof. Dr. Andreas D\u00f6rner unter dem Titel \u00bbPolitischer Mythos und symbolische Politik. Sinnstiftung durch symbolische Formen am Beispiel des Hermannsmythos\u00ab. Diesem Buch entstammen viele Ideen, die in der Untersuchung der drei einzelnen Ereignisse aber auch ihrer Vermischung und propagandistischen Verwendung n\u00fctzlich waren. Die Betrachtung der Varusschlacht wurde vor allem durch die Annalen von Tacitus gest\u00fctzt und f\u00fcr die Zusammenfassung der Nibelungensage ist fast ausschllie\u00dflich die Lieder-Edda verwendet worden, die auch w\u00e4hrend der Weimarer Republik schon die wichtigste Quelle f\u00fcr diese Thematik bot.<\/span><\/span><\/p>\n<h1 id=\"2_hauptteil_01\">2 Drei Ereignisse \u00fcberschneiden sich<\/h1>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Besonders interessant an der Rezeption der Varusschlacht im politischen Diskurs ist die konstruierte \u00dcberschneidung mit zwei weiteren Ereignissen. So fand eine mystisierende Verkn\u00fcpfung der Varusschlacht mit der Nibelungensage und dem Ende des Ersten Weltkrieges statt, welche D\u00f6rner in seinem Buch als \u00bbMythenkoppelung\u00ab und \u00bbMythensyndrom\u00ab bezeichnet.<a href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> Vor allem diese Verwebung der drei Erz\u00e4hlungen um Hermann, Siegfried und den Dolchsto\u00df gilt es zu untersuchen, um die propagandistische Wirkung der Varusschlacht in der Zeit der Weimarer Republik zu verstehen. Im Folgenden sollen nun diese drei Ereignisse im Einzelnen geschildert und anschlie\u00dfend ihre konstruierte Verkn\u00fcpfung dargestellt werden.<\/span><\/span><\/p>\n<h2 id=\"2_hauptteil_01_part_1\">2.1 Wer war Hermann der Cherusker?<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Name Hermann k\u00f6nnte urspr\u00fcnglich von Martin Luther stammen und setzte sich aus einer \u00dcbersetzung f\u00fcr Heer und Mann, also einer Bezeichnung f\u00fcr Heerf\u00fchrer zusammen.<a href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a> Der Nameszusatz \u00bbder Cherusker\u00ab kann wohl als Hinweis auf seine Stammeszugeh\u00f6rigkeit bei den Cheruskern angesehen werden.<a href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> In \u00e4lteren r\u00f6mischen Quellen wird der Name Arminius verwendet. Sein urspr\u00fcnglicher cheruskisch-germanischer Name ist nicht \u00fcberliefert.<a href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Arminius wurde als Sohn des Cheruskerf\u00fcrsten Segimer um das Jahr 17 v. Chr. geboren. Gemeinsam mit seinem j\u00fcngeren Bruder Flavus wurde er als Geisel in der r\u00f6mischen Armee ausgebildet und wurde f\u00fcr seine Verdienste zum Ritter erhoben.<a href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a> Im Jahr 7 oder 8 n. Chr. kehrte er an der Seite des r\u00f6mischen Statthalters Publius Quinctilius Varus in das Stammesgebiet der Cherusker zur\u00fcck. Zeitnah soll er Thusnelda, die Tochter des Cheruskerf\u00fcrsten Segestes und Verlobte des Chattenf\u00fcrsten Adgandestrius, entf\u00fchrt und zur Frau genommen haben.<a href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Arminius wechselte die Seite und begann, die Cherusker und weitere germanische St\u00e4mme gegen Rom zu organisieren. Im Jahr 9 n. Chr. \u00fcberfiel er drei r\u00f6mische Legionen unter der F\u00fchrung von Varus auf deren Weg vom Sommerlager \u00f6stlich des Rheins in das Winterlager bei Xanten und l\u00f6schte diese in der Schlacht im Teutoburger Wald, welche nach dem r\u00f6mischen Befehlshaber auch Varusschlacht genannt wurde, fast vollst\u00e4ndig aus. Als Folge dieser milit\u00e4rischen Niederlage wurde die Provinz Germanien von Rom aufgegeben und eine dauerhafte Grenze entlang des Rheins eingerichtet.<a href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Jahr 21 n. Chr. wurde Arminius nach Jahren innergermanischer Konflikte von seinen eigenen Verwandten ermordet.<a href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a> Hierf\u00fcr k\u00f6nnte Adgandestrius in Frage kommen, der den R\u00f6mern die Ermordung des Arminius zuvor angeboten hatte und der durch den einstigen Brautraub auch ein m\u00f6gliches Motiv hatte.<a href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a> Die B\u00fcndnisse unter den germanischen St\u00e4mmen zerfielen in der Folge von Arminius Tod.<a href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h2 id=\"2_hauptteil_01_part_2\">2.2 Siegfried und die Nibelungensage<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die wohl wichtigste Quelle der Sage von Siegfried dem Drachent\u00f6ter und seinen Nibelungen sind die Heldenges\u00e4nge aus der Lieder-Edda. Sie ist eine Sammlung altnordischer G\u00f6tter- und Heldensagen in Versform und wurde 1270 in Island zusammengestellt. In Abgrenzung zur Snorra-Edda von Snorri Sturluson wird sie auch \u00c4ltere Edda genannt. In ihr wurde beschrieben, wie Sigurd \u2013 dies ist der germanische Name f\u00fcr Siegfried \u2013 auf das Bitten des Zwerges Regin mit dem Schwert Gram in die Gnitaheide ging, um dort den Drachen Fafnir zu erschlagen. Durch einen Hinterhalt gelang es ihm, den Drachen beim Verlassen seiner H\u00f6hle zu stellen und seinen Hort samt Tarnkappe und Nibelungenring zu erbeuten.<a href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a> Das Bad im Blute des Drachen sollte ihn unverwundbar machen. Ein Lindenblatt, welches auf seine Schulter fiel, lie\u00df jedoch eine L\u00fccke in diesem Schutz. In der Folge erschlug Sigurd den Zwerg Regin, nachdem ihn die V\u00f6gel gewarnt hatten, dass dieser ihn hinterlistig t\u00f6ten wolle.<a href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Anschlie\u00dfend half Sigurd, der Edda zufolge, dem K\u00f6nig Gunnar, die Walk\u00fcre Brynhild zu freien und nahm hierf\u00fcr dessen Schwester Gudrun zur Frau. Am Hofe des K\u00f6nigs bildeten sich aus Missgunst und einem Streit zwischen Brynhild und Gudrun Intrigen gegen Sigurd. Diese gipfelten in der Ermordung Sigurds durch des K\u00f6nigs getreuen H\u00f6gni, der in sp\u00e4teren Versionen Hagen von Tronje genannt wurde. Als Sigurd w\u00e4hrend einer Jagd ans Wasser trat um zu trinken, stie\u00df ihm H\u00f6gni seinen Speer in die verwundbare Stelle an der Schulter.<a href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a> \u00dcber den Mord an Sigurd entzweit, zerstritt sich die Sippe nun und fand fast vollst\u00e4ndig ihren Tod am Hof des Hunnenk\u00f6nigs Atli.<a href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h2 id=\"2_hauptteil_01_part_3\">2.3 Was ist die Dolchsto\u00dflegende?<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Am 29. Oktober 1918 meuterten die Matrosen der deutschen Hochseeflotte in Wilhelmshaven gegen die Durchhalteparolen vom Kaiser und der Obersten Heeresleitung und es begann die Bildung von Arbeiter*Innen- und Soldatenr\u00e4ten. In M\u00fcnchen und Berlin erhoben sich revolution\u00e4re Bewegungen, die zur Abdankung des Kaisers Wilhelm II. und zur Ausrufung der \u00bbDeutschen Republik\u00ab durch Philipp Scheidemann sowie der \u00bbFreien Sozialistischen Republik Deutschland\u00ab durch Karl Liebknecht f\u00fchrten. Zwei Tage sp\u00e4ter wurde in einem Eisenbahnwagen nahe der franz\u00f6sischen Stadt Compi\u00e8gne ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Es folgte die Unterzeichnung des Friedensvertrages im Spiegelsaal von Versailles am 28. Juni 1919.<a href=\"#sdfootnote16sym\" name=\"sdfootnote16anc\"><sup>16<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In nationalkonservativen und aufkommenden nationalsozialistischen Kreisen wurden diese Entwicklungen, welche zum Ende des Ersten Weltkrieges f\u00fchrten, ab Anfang der 1920er Jahre im Rahmen der \u00bbDolchsto\u00dflegende\u00ab gedeutet. Sie sieht die Schuld an der deutschen Niederlage bei sozialistischen und republikanischen Verr\u00e4ter*Innen, die den heldenm\u00fctigen Soldaten an der Front einen Dolch in den R\u00fccken gesto\u00dfen h\u00e4tten. Der Grund f\u00fcr die Niederlage wird hierbei nicht in der Sinnlosigkeit weiterer milit\u00e4rischer Auseinandersetzungen oder der Unterlegenheit des deutschen Heeres gegen\u00fcber den Alliierten gesucht, sondern im Verrat aus den eigenen Reihen.<a href=\"#sdfootnote17sym\" name=\"sdfootnote17anc\"><sup>17<\/sup><\/a> Andreas D\u00f6rner gibt dieses wichtigste Argument der Dolchsto\u00dflegende mit \u00bbim Felde unbesiegt, von der Heimat erdolcht\u00ab wieder. Als Ursache hierf\u00fcr wurde von Nationalkonservativen ein Mangel an deutschem Nationalgef\u00fchl gesehen.<a href=\"#sdfootnote18sym\" name=\"sdfootnote18anc\"><sup>18<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h2 id=\"2_hauptteil_01_part_4\">2.4 Hermann und Siegfried<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Generalmajor a.D. Haenichen erarbeitete zum Jahr 1933 hin seine milit\u00e4rhistorische Schrift \u00bbWie siegten die Germanen im Teutoburger Wald?\u00ab, in welcher er die Strategien der Germanen in der Varusschlacht zu ergr\u00fcnden suchte. Neben r\u00f6mischen Historikern galten ihm hierbei auch die Heldenges\u00e4nge \u00fcber den Drachent\u00f6ter Siegfried aus der Edda als Quelle. So versuchte Haenichen die Varusschlacht, wie viele seiner Zeitgenoss*Innen, mit Hilfe der Nibelungensage zu deuten.<a href=\"#sdfootnote19sym\" name=\"sdfootnote19anc\"><sup>19<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Diese Deutung folgt einer Tradition, welche ihren Ausgang im beginnenden 19. Jahrhundert hat und die Nibelungensage als \u00dcberlieferung der Ereignisse um Hermann den Cherusker sieht.<a href=\"#sdfootnote20sym\" name=\"sdfootnote20anc\"><sup>20<\/sup><\/a> So wird der Drachenhort als Umschreibung des R\u00f6merlagers und der Drache Fafnir als personifizierte r\u00f6mische Legion verstanden. Ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. wurde die Dracostandarte zum Feldzeichen der r\u00f6mischen Legionen. Dieser Zeitpunkt befindet sich jedoch mehr als dreihundert Jahre nach der Varusschlacht, zu deren Zeit noch Adlerstandarten als Legionsabzeichen genutzt wurden.<a href=\"#sdfootnote21sym\" name=\"sdfootnote21anc\"><sup>21<\/sup><\/a> Weitere \u00dcberschneidungen k\u00f6nnen in das Ableben des Hermann hinein gedeutet werden. So l\u00e4sst sich der Name des Hagen von Tronje auch \u00fcber Hadgan von dem Namen Adgandestrius ableiten. So wie Hagen den im Kampf unbezwungenen Siegfried mit einem Speer in den R\u00fccken ermordete, konnte auch Hermann nur durch Verrat aus seinem n\u00e4chsten Umfeld, unter Umst\u00e4nden durch Adgandestrius, gemeuchelt werden.<a href=\"#sdfootnote22sym\" name=\"sdfootnote22anc\"><sup>22<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Haenichen ging weiter und nahm den mythologischen Begriff Gnitaheide als Namen des Ortes der Varusschlacht an. Aus dem Hinterhalt Siegfrieds gegen Fafnir direkt vor dessen Hort deutete Haenichen, dass Hermann das R\u00f6merlager des Varus direkt angegriffen haben m\u00fcsse, und in dem Bad im Drachenblut sah er eine Metapher auf die Erbeutung von R\u00f6merwaffen und -r\u00fcstungen. Den Schatz des Fafnir setzte er mit der Legionskasse gleich.<a href=\"#sdfootnote23sym\" name=\"sdfootnote23anc\"><sup>23<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Diese Betrachtung der Nibelungensage als Rezeption der Varusschlacht durch Haenichen zeigt auf, wie fest das mythologische Ereignis selbst die Erforschung der Geschichte der Varusschlacht in der Weimarer Republik pr\u00e4gte. Diese als wahr angenommene \u00dcberschneidung der beiden Ereignisse konnte propagandistisch verarbeitet werden, was sich um so st\u00e4rker anbot, da diese Betrachtung, wie die Arbeit von Haenichen zeigt, wissenschaftlich korrekt erschien.<a href=\"#sdfootnote24sym\" name=\"sdfootnote24anc\"><sup>24<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h2 id=\"2_hauptteil_01_part_5\">2.5 Hagen und der Dolchsto\u00df<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vor allem \u00fcber den heimt\u00fcckischen Verrat Hagens an Siegfried und die damit gleichgesetzte Ermordung Hermanns durch seine Verwandten, wurde in der Weimarer Republik h\u00e4ufig eine Verbindung der Geschehnisse der Varusschlacht mit der in politisch rechtsgerichteten Kreisen sehr popul\u00e4ren Dolchsto\u00dflegende propagiert. So schreibt Chlodwig Lange 1925 in einem Reisef\u00fchrer \u00fcber den Teutoburger Wald: \u00bbBald entbrannte in Germanien ein m\u00f6rderischer Volkskrieg. Hermann wurde beschuldigt, er strebe nach der Alleinherrschaft, und fiel, nachdem die Parteien mit wechselndem Kriegsgl\u00fcck gestritten hatten, 21 n. Chr. im zw\u00f6lften Jahre nach dem Siege im Teutoburger Walde, unter dem Dolche der Meuchelm\u00f6rder. Angeblich sollen es seine eigenen Verwandten gewesen sein, die den 37j\u00e4hrigen auf so t\u00fcckische und schmachvolle Art zu Fall brachten.\u00ab<a href=\"#sdfootnote25sym\" name=\"sdfootnote25anc\"><sup>25<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sowohl in der Ermordung von Hermann durch seine Verwandten, als auch dem Speer, welchen Hagen dem Drachent\u00f6ter Siegfried in den R\u00fccken stie\u00df, wurde ein Gleichnis zu dem Dolch gesehen, welchen Sozialist*Innen und Republikaner*Innen den deutschen Frontsoldaten durch die Novemberrevolution angeblich in den R\u00fccken stie\u00dfen. Auf diese Weise konnte nicht nur ein Gleichnis der politischen Feind*Innen mit heimt\u00fcckischen Verr\u00e4ter*Innen aufgebaut, sondern auch die Armee mit dem strahlenden Helden identifiziert werden. Die Schuld an der Niederlage im Ersten Weltkrieg musste somit nicht mehr als milit\u00e4rische Niederlage anerkannt werden. Zudem diente die Gleichsetzung mit einem nationalen Mythos dazu, eben diese Verr\u00e4ter*Innen als Verr\u00e4ter*Innen an der deutschen Nation an sich darzustellen.<a href=\"#sdfootnote26sym\" name=\"sdfootnote26anc\"><sup>26<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h1 id=\"3_hauptteil_02\">3 Symbolische Mystifizierung der Varusschlacht in der Weimarer Republik<\/h1>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der politische Diskurs in der Weimarer Republik war vor allem durch starke nationalkonservative und nationalsozialistische Kr\u00e4fte auf der einen Seite und nahezu ebenso schlagkr\u00e4ftige autorit\u00e4r-sozialistische und kommunistische Gruppierungen auf der anderen Seite, sowie einer relativ schwachen F\u00fchrung der politischen republikanischen Institutionen gepr\u00e4gt. Vernichtungssemantik und Militarismus waren bei nahezu allen politischen Akteur*Innen vorzufinden. Fahnen, Kampflieder, Kampfbegriffe und Uniformen geh\u00f6rten als wichtige Symboliken zum politischen Alltag.<a href=\"#sdfootnote27sym\" name=\"sdfootnote27anc\"><sup>27<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In dieser politisch aufgeladenen Situation konnte die Erz\u00e4hlung von der Schlacht der Germanen gegen die R\u00f6mer unter Hermann dem Cherusker als politischem F\u00fchrer und Vereiniger der germanischen St\u00e4mme, mit der Sage der Nibelungen und einer Umdeutung der Ereignisse aus dem Sp\u00e4therbst 1918 zur Dolchsto\u00dflegende in Verbindung gebracht werden und deshalb ihre volle symbolische Wirkkraft entwickeln.<a href=\"#sdfootnote28sym\" name=\"sdfootnote28anc\"><sup>28<\/sup><\/a> Besonders beliebt war in diesem Rahmen das 1821 unter dem Eindruck der napolionischen Besatzung ver\u00f6ffentlichte Drama \u00bbDie Hermannsschlacht\u00ab von Heinrich von Kleist, welches in der ganzen Republik in verschiedensten Inszenierungen aufgef\u00fchrt wurde. Mal wurde Hermann im Sinne der Weimarer Republik gedeutet, weit h\u00e4ufiger wurde er jedoch in den Dienst der Ideologien rechts von dieser gestellt.<a href=\"#sdfootnote29sym\" name=\"sdfootnote29anc\"><sup>29<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h2 id=\"3_hauptteil_02_part_1\">3.1 Hermanns Rolle f\u00fcr Nationalkonservative und Nationalsozialist*Innen<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Besonders auff\u00e4llig ist, dass versucht wurde, das Ende des Ersten Weltkrieges als Ereignis neben jenen historischen Geschehnissen aus dem Leben des Hermanns und der Sage um Siegfried, welche in der Lieder-Edda \u00fcberliefert ist, zu mystifizieren. So sind die Deutungsmuster im rechten politischen Spektrum der Weimarer Republik durch mehrere Parallelen gekennzeichnet.<a href=\"#sdfootnote30sym\" name=\"sdfootnote30anc\"><sup>30<\/sup><\/a> Held der Erz\u00e4hlung sind je nachdem Hermann, Siegfried bzw. das deutschen Milit\u00e4r. In die Rolle des Antihelden schl\u00fcpfen die Verwandten des Hermann, Hagen von Tronje und die Sozialist*Innen, Kommunist*Innen und Republikaner*Innen, welche sich gegen eine Fortf\u00fchrung des Krieges wandten. Der Tod des Helden wurde vom Antihelden wahlweise durch Meuchelmord, einen Speer in den R\u00fccken oder einen Dolchsto\u00df herbeigef\u00fchrt. Und auch einen Sieg sollte jeder der Helden vorzuweisen haben. So besiegte Hermann drei r\u00f6mische Legionen, Siegfried den Drache Fafnir und das deutsche Heer war zumindest im Felde als unbesiegt deklariert worden. Selbst ein Befreiermythos, wie er um Hermann gewoben wurde, stand f\u00fcr die Mystifizierung der Nationalkonservativen in der Person Paul von Hindenburgs<a href=\"#sdfootnote31sym\" name=\"sdfootnote31anc\"><sup>31<\/sup><\/a> und sp\u00e4ter bei Nationalsozialisten in Form des F\u00fchrers bereit.<a href=\"#sdfootnote32sym\" name=\"sdfootnote32anc\"><sup>32<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Diese Mythenkopplung lie\u00df sich nun als propagandistisches Werkzeug gegen die Republik verwenden. Diese war \u00fcberhaupt erst durch die Novemberrevolution m\u00f6glich geworden und konnte somit als ehrlos und untreu gegen\u00fcber den Vorbildern aus Nibelungenlied und Varusschlacht dargestellt werden. Es wurden in diesem Rahmen nicht mehr der Erfolg von Hermann in der Varusschlacht und der Sieg Siegfrieds \u00fcber den Drachen betrachtet, sondern nur noch die Ermordung der beiden Helden und der Zusammenbruch des von ihnen als Anf\u00fchrer Geschaffenen. Hierbei fiel der Blick vor allem auf das nach der zeitgen\u00f6ssischen Geschichtsschreibung von Hermann geeinte und nach ihm zerfallene Germanien als Ausgangspunkt der Deutschen Nation.<a href=\"#sdfootnote33sym\" name=\"sdfootnote33anc\"><sup>33<\/sup><\/a> Die Idee eines starken Anf\u00fchrers als Befreier von der \u00bbFremdherrschaft\u00ab der Besatzer, welche mit der Anwesenheit r\u00f6mischer Legionen im alten Germanien gleichgesetzt wurde, brach ebenfalls in zweifacher Hinsicht mit der Republik. Einerseits wurde dieser die Schuld f\u00fcr die Besatzung zugeschoben, andererseits stand die parlamentarische Demokratie im Gegensatz zu der Vorstellung eines herrschenden Anf\u00fchrers.<a href=\"#sdfootnote34sym\" name=\"sdfootnote34anc\"><sup>34<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es war wohl gerade diese Kopplung von Mythen und Drama an die Ereignisse der Gegenwart der Weimarer Republik, die es erm\u00f6glichte, aktuelles Tagesgeschehen symbolisch und damit auch derart emotional aufzuladen, dass sie zu einer propagandistischen Waffe gegen die Republik wurden. So wurde gerade das bereits erw\u00e4hnte, kleistsche Drama \u00bbDie Hermannsschlacht\u00ab vielfach aufgef\u00fchrt und in den Kontext einer nationalen Befreiung vom \u00bbJoch von Versailles\u00ab und dem Ruf nach dem Ende der Republik, mal zu Gunsten eines Kaisers und mal zu Gunsten eines F\u00fchrers, gestellt. Entsprechend aufgeladen fielen dann auch die Inszenierung und ihre Rezeptionen in den Zeitungen aus.<a href=\"#sdfootnote35sym\" name=\"sdfootnote35anc\"><sup>35<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h2 id=\"3_hauptteil_02_part_2\">3.2 Deutung Hermanns auf Seiten der Republik<\/h2>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie schon angedeutet, gab es auch von Seiten der Weimarer Republik und den in ihr etablierten politischen Institutionen und somit republikanischen Parteien Ambitionen, die Varusschlacht f\u00fcr sich und die Republik zu nutzen. In diesem Rahmen wurden die Narrationen um Varusschlacht und Nibelungenlied, jedoch zumeist nicht jene um die Dolchsto\u00dflegende, verwendet, wurde letztere durch politische Feind*Innen doch als Instrument der Denuntiation der Republik genutzt. Doch selbst hierf\u00fcr f\u00fchrt D\u00f6rner ein Beispiel an. So wurde General Ludendorff in einer Brosch\u00fcre ein Dolchsto\u00df von vorne vorgeworfen, welcher, w\u00e4re der Krieg, wie von diesem gefordert, fortgef\u00fchrt worden, die \u00bbg\u00e4nzlich[e] milit\u00e4risch[e] Zertr\u00fcmmerung\u00ab Deutschlands zur Folge gehabt h\u00e4tte.<a href=\"#sdfootnote36sym\" name=\"sdfootnote36anc\"><sup>36<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sich dagegen auf die sprichw\u00f6rtliche Treue der Nibelungen und auf Hermann als Einiger zu berufen, schien auch in diesen Kreisen als durchaus angemessen. Ohne die Verbindung mit der Dolchsto\u00dflegende verloren die Mythen jedoch ihre Verankerung in der Gegenwart und somit einen Gro\u00dfteil ihrer symbolischen und daraus resultierenden propagandistischen und emotionalen Kraft. Sie k\u00f6nnen mehr im Sinne einer Meisternarration gesehen werden, wie sie verwendet wird, um eine linear verlaufende Geschichte zu beschreiben und auf einen bestimmten Punkt in dieser als einzige schl\u00fcssige Konsequenz der vorangegangenen Ereignisse hin zudeuten.<a href=\"#sdfootnote37sym\" name=\"sdfootnote37anc\"><sup>37<\/sup><\/a> Dies geschah eher in einem noch heute vielfach als Ausgangspunkt deutscher Nationalgeschichte dargestellten Sinne.<a href=\"#sdfootnote38sym\" name=\"sdfootnote38anc\"><sup>38<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Da die Verbindung der Mythen um Varusschlacht und Nibelungenlied mit der Dolchsto\u00dflegende jedoch weitestgehend den politischen Gegner*Innen rechts der Republik vorbehalten blieb, konnte die emotionale Komponente der Mythenkopplung weit weniger stark ausgenutzt werden. Ihre symbolische und die daher r\u00fchrende emotionale Sprengkraft erlangte sie erst durch die Verbindung mit den Ereignissen der damaligen Gegenwart. Diese waren aber an die Dolchsto\u00dflegende um die Novemberrevolution von 1918 und die damit verbundene Gr\u00fcndung der Weimarer Republik gebunden.<a href=\"#sdfootnote39sym\" name=\"sdfootnote39anc\"><sup>39<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<h1 id=\"4_fazit\">4 Fazit<\/h1>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Rahmen dieser Arbeit wurden zun\u00e4chst die drei einzelnen Mythen um Hermann den Cherusker, Siegfried den Drachent\u00f6ter und die Dolchsto\u00dflegende beleuchtet. Anschlie\u00dfend wurde gezeigt, dass sich diese Mythen im Rahmen der historischen Erkenntnisse zur Zeit der Weimarer Republik anhand von Elementen in der Erz\u00e4hlstruktur verbinden lie\u00dfen bzw. in der damaligen Lebensrealit\u00e4t tats\u00e4chlich als zusammengeh\u00f6rig erschienen. Diese Verbindung wurde von D\u00f6rner \u00bbMythenkopplung\u00ab genannten. Zum Schluss wurde untersucht, dass diese Mythenkopplung teilweise zus\u00e4tzlich konstruiert war, um im politischen Diskurs der Weimarer Republik die Oberhand zu erlangen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Diese propagandistische Verschmelzung wurde mit besonderem Erfolg von den nationalkonservativen und nationalsozialistischen Kr\u00e4ften betrieben, welche ihren Kampf gegen die Weimarer Republik nicht nur militant sondern in besonderem Ma\u00dfe auch mittels dieser Symboliken der Mythenkopplung f\u00fchrten. So wurde sie verwendet um die Notwendigkeit eines starken Anf\u00fchrers wie Hermann oder Siegfried herauszustellen und in gleichem Ma\u00dfe Republikaner*Innen, Sozialist*Innen und Kommunist*Innen anzugreifen, da diese mit der Verbindung von Dolchsto\u00df und Meuchelmord an Hermann bzw. Siegfried zu Meuchler*Innen und in diesem Sinne zu Verbrecher*Innen degradiert wurden. Die Kopplung der Dolchsto\u00dflegende an den emotional aufgeladenen Komplex um Siegfried und Hermann bot somit die M\u00f6glichkeit, auch dieser besonders emotionalen Nachdruck zu verleihen. Zudem f\u00fcgt sich die Degradierung der politischen Feind*Innen zu Verbrecher*Innen in die den politischen Diskurs beherrschende Vernichtungssemantik.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Anh\u00e4nger*Innen der Weimarer Republik sahen sich bei der Verwendung der Mythenkopplung von Hermann, Siegfried und Dolchsto\u00df dagegen in einem Abwehrkampf. F\u00fcr sie blieb die Varusschlacht eher in ihrer Bedeutung als Gr\u00fcndungsmythos der Deutschen Nation erhalten.<\/span><\/span><\/p>\n<h1 id=\"anhang\">Anhang \u00bbTabellarische Darstellung der Mythenkopplung\u00ab<\/h1>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"64*\" \/>\n<col width=\"64*\" \/>\n<col width=\"64*\" \/>\n<col width=\"64*\" \/> <\/colgroup>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ereigniss \/ Mythos<\/b><\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Varusschlacht<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nibelungenlied<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dolchsto\u00dflegende<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Held<\/b><\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hermann der Cherusker<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Siegfried der Drachent\u00f6ter<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das deutsche Milit\u00e4r<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Antiheld<\/b><\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Adgandestrius; die eigene Verwandtschaft des Hermann<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hagen von Tronje<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sozialist*Innen, Kommunist*Innen und Republikaner*Innen<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Tod des Helden<\/b><\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Meuchelmord<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Speer in den R\u00fccken<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dolchsto\u00df<\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Held besiegte&#8230;<\/b><\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\">\u2026 <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">drei Legionen der R\u00f6mischen Armee<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\">\u2026 <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">den Drache Fafnir<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\">\u2026 <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">war zumindest \u00bbim Kriege unbesiegt.\u00ab<a href=\"#sdfootnote40sym\" name=\"sdfootnote40anc\"><sup>40<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Befreiermythos<\/b><\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hermann befreite Germanien von den R\u00f6mern.<a href=\"#sdfootnote41sym\" name=\"sdfootnote41anc\"><sup>41<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Siegfried der Drachent\u00f6ter<\/span><\/span><\/td>\n<td width=\"25%\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hindenburg befreite das Deutsche Reich.<a href=\"#sdfootnote42sym\" name=\"sdfootnote42anc\"><sup>42<\/sup><\/a><\/span><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<h1 id=\"literatur_01\">Fu\u00dfnoten und Literatur<\/h1>\n<p><a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a> In dieser Seminararbeit wird mithilfe des Gender Gap und des Binnen-I gegendert, da das generische Maskulinum allzu schnell vergessen l\u00e4sst, dass Menschen nicht nur m\u00e4nnlich sondern unterschiedlichsten sozialen und\/oder biologischen Geschlechts sein k\u00f6nnen. Zitate, Eigennamen von Organisationen und Angeh\u00f6rige ausschlie\u00dflich m\u00e4nnlicher Gruppierungen, wie z.B. Soldaten des Deutschen Heeres im Weltkrieg, bleiben hiervon unber\u00fchrt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> D\u00f6rner, Andreas: Politischer Mythos und symbolische Politik. Sinnstiftung durch symbolische Formen am Beispiel des Hermannsmythos, Opladen 1995, S. 307 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a> Luther, Martin: Werke, Kritische Weimarer Gesamtausgabe, Tischrede 5982. zitiert nach: Sandow, Erich: Vorl\u00e4ufer des Hermannsdenkmals. \u2013 In: Engelbert, G\u00fcnther (Hrsg.): Ein Jahrhundert Hermannsdenkmal 1875\u20131975. Detmold 1975, S. 105-129, S. 107.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a> Paterculus, Velleius \/ Giebel, Marion [\u00dcbers.]: Historia Romana. R\u00f6mische Geschichte. Lateinisch \/ Deutsch, Stuttgart 1989, Bibliographisch erg\u00e4nzte Ausgabe (2004), S. 223 ff. (II,105).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a> Paterculus 1989, S. 223 ff. (II,105) &amp; Tacitus, Cornelius: Annalen; Stuttgart 2013, S. 52 f. (1,55).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p><a href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a> Paterculus 1989, S. 249 (II,118).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p><a href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a> Tacitus 2013, S. 52 f. (1,55).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p><a href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a> Kinder, Hermann \/ Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 1 \u2013 Von den Anf\u00e4ngen bis zur Franz\u00f6sischen Revolution, M\u00fcnchen 1964, 40. Auflage (2011), S. 95.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p><a href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a> Tacitus 2013, S. 137 f. (2,88).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p><a href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a> Ebenda, S. 52 f. (1,55).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p><a href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a> Die Zwietracht der germanischen St\u00e4mme ist unter anderem in der Germania von Tacitus erw\u00e4hnt, welche auf das Jahr 98 n. Chr. und somit nach dem Tod von Arminius datiert wird. Tacitus, Cornelius: Germania, Stuttgart 1971, Bibliografisch erg\u00e4nzte Ausgabe (1997), S. 25.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p><a href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a> Genzmer, Felix [\u00dcbers.]: Die Edda. G\u00f6tterdichtung, Spruchweisheit und Heldenges\u00e4nge der Germanen, Kreuzlingen\/M\u00fcnchen 1981, S. 249 ff. (Das Lied vom Drachenhort).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p><a href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a> Ebenda, S. 259 ff. (F\u00e1fnism\u00e1l und Reginsm\u00e1l).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\">\n<p><a href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a> Ebenda, S. 204 ff. (Das alte Sigurdlied).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\">\n<p><a href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a> Ebenda, S. 209 ff. (Das alte Atlilied).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\">\n<p><a href=\"#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\">16<\/a> Kinder, Hermann \/ Hilgemann, Werner \/ Hergt, Manfred: dtv-Atlas Weltgeschichte. Band 2 \u2013 Von der Franz\u00f6sischen Revolution bis zur Gegenwart, M\u00fcnchen 1966, 41. Auflage (2011), S. 411 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\">\n<p><a href=\"#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\">17<\/a> D\u00f6rner 1995, S. 315.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\">\n<p><a href=\"#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\">18<\/a> Ebenda, S. 16.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\">\n<p><a href=\"#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\">19<\/a> Haenichen, Friedrich Wilhelm: Wie siegten die Germanen am Teutoburger Wald?. Lagersturm und Verfolgungskampf, Berlin 1933.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\">\n<p><a href=\"#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\">20<\/a> Schulte-W\u00fclwer, Ulrich: Das Nibelungenlied in der deutschen Kunst und Kunstliteratur zwischen 1806 und 1871, Kiel 1974, S. 74.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\">\n<p><a href=\"#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\">21<\/a> J\u00f6ckel, Markus: Woher kommt das Wort Drache? \u2013 In: Schmelz, Bernd \/ Vossen, R\u00fcdiger (Hrsg.): Auf Drachenspuren. Ein Buch zum Drachenprojekt des Hamburgischen Museums f\u00fcr V\u00f6lkerkunde, Bonn 1995, S. 27 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\">\n<p><a href=\"#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\">22<\/a> von Rohden, Paul: Adgandestrius \u2013 In: Paulys Realencyclop\u00e4die der classischen Altertumswissenschaft. Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 359.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\">\n<p><a href=\"#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\">23<\/a> Haenichen 1933, S. 8 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\">\n<p><a href=\"#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\">24<\/a> Haenichen 1933.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\">\n<p><a href=\"#sdfootnote25anc\" name=\"sdfootnote25sym\">25<\/a> Lange, Chlodwig: Hermann \u2013 Hermannsschlacht \u2013 Hermannsdenkmal. Was der Besucher des Teutoburger Waldes wissen mu\u00df, Lage 1925, S. 22.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\">\n<p><a href=\"#sdfootnote26anc\" name=\"sdfootnote26sym\">26<\/a> D\u00f6rner 1995, S. 309 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\">\n<p><a href=\"#sdfootnote27anc\" name=\"sdfootnote27sym\">27<\/a> Ebenda, S. 296 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote28\">\n<p><a href=\"#sdfootnote28anc\" name=\"sdfootnote28sym\">28<\/a> Ebenda, S. 307 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote29\">\n<p><a href=\"#sdfootnote29anc\" name=\"sdfootnote29sym\">29<\/a> Ebenda, S. 322 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote30\">\n<p><a href=\"#sdfootnote30anc\" name=\"sdfootnote30sym\">30<\/a> Diese sind von mir im Anhang auch tabellarisch dargestellt. Siehe hierzu <span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">\u00bb<\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">Tabellarische <\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">D<\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">arstellung der Mythenkopplung<\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">\u00ab.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote31\">\n<p><a href=\"#sdfootnote31anc\" name=\"sdfootnote31sym\">31<\/a> D\u00f6rner 1995, S. 317 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote32\">\n<p><a href=\"#sdfootnote32anc\" name=\"sdfootnote32sym\">32<\/a> Brooker, Paul: The Faces of Fraternalism. Nazi Germany, Fascist Italy, and Imperial Japan, Oxford 1991, S. 88 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote33\">\n<p><a href=\"#sdfootnote33anc\" name=\"sdfootnote33sym\">33<\/a> D\u00f6rner 1995, S. 314.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote34\">\n<p><a href=\"#sdfootnote34anc\" name=\"sdfootnote34sym\">34<\/a> Hierzu kann die <span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">\u00bb<\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">Weimarer Verfassung<\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">\u00ab <\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">(dtv Band 2, S. 426) mit der <\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">\u00bb<\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">Verfassung des Deutschen Reiches<\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">\u00ab <\/span><span style=\"font-family: Times new roman,serif;\">(ebenda, S. 354) und dem F\u00fchrerprinzip (ebenda, S.461) verglichen werden.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote35\">\n<p><a href=\"#sdfootnote35anc\" name=\"sdfootnote35sym\">35<\/a> D\u00f6rner 1995, S. 324 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote36\">\n<p><a href=\"#sdfootnote36anc\" name=\"sdfootnote36sym\">36<\/a> Ebenda, S. 310 f. (Fu\u00dfnote 24).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote37\">\n<p><a href=\"#sdfootnote37anc\" name=\"sdfootnote37sym\">37<\/a> Ebenda, S. 310 f. und S. 334.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote38\">\n<p><a href=\"#sdfootnote38anc\" name=\"sdfootnote38sym\">38<\/a> So begann zum Beispiel die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums in der Stra\u00dfe Unter den Linden in Berlin in den Jahren 2006 bis Anfang 2014 mit der Varusschlacht (\u00bbFr\u00fche Kulturen und Mittelalter: 100 v. Chr. &#8211; 500 Kelten, Germanen und R\u00f6mer\u00ab).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote39\">\n<p><a href=\"#sdfootnote39anc\" name=\"sdfootnote39sym\">39<\/a> D\u00f6rner 1995, S. 309 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote40\">\n<p><a href=\"#sdfootnote40anc\" name=\"sdfootnote40sym\">40<\/a> Nach D\u00f6rner 1995, S. 315 f. ein Zitat aus Tacitus 2013, S. 137 f. (2,88) \u00fcber Hermann den Cherusker, welches f\u00fcr einen Artikel verwendetet und dort auf das deutsche Heer angewandt wurde.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote41\">\n<p><a href=\"#sdfootnote41anc\" name=\"sdfootnote41sym\">41<\/a> D\u00f6rner 1995, S. 317 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote42\">\n<p><a href=\"#sdfootnote42anc\" name=\"sdfootnote42sym\">42<\/a> Ebenda, S. 317 f.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<h1 id=\"literatur_02\">Weitere Literatur<\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\">Geringer, Sandra: Graben f\u00fcr Germanien. Arch\u00e4ologie unterm Hakenkreuz, Stuttgart 2013.<\/p>\n<p>Hamkens, Freerk Haye: Die germanischen Heiligt\u00fcmer im Teutoburger Wald. F\u00fchrer durch die Externsteine und den Sternhof Oesterholz. Bad Pyrmont 1935.<\/p>\n<p><strong>Download:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Meas_Wolfstatze_-_Varusschlacht.pdf\" target=\"_blank\">Wolfstatze, Meas: Hermann, Siegfried, Dolchsto\u00df. Die Varusschlacht im politischen Diskurs der Weimarer Republik; Berlin 2014.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/en\/satex\/\">back<\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\">Creative Commons CC BY-NC-ND<\/a> by Meas Wolfstatze<\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2790 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-en_GB sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2790')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2790').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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