{"id":1386,"date":"2013-11-23T13:19:04","date_gmt":"2013-11-23T11:19:04","guid":{"rendered":"http:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/?page_id=1386"},"modified":"2015-11-27T10:26:43","modified_gmt":"2015-11-27T08:26:43","slug":"2013-10-02-nikaraguanische-revolution","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/en\/satex\/2013-10-02-nikaraguanische-revolution\/","title":{"rendered":"Welche Rolle hatte die Stadt f\u00fcr die Frente Sandinista de Liberaci\u00f3n Nacional in der Nikaraguanischen Revolution?"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }H1 { margin-bottom: 0.21cm; }H1.western { font-family: \"Arial\",sans-serif; font-size: 16pt; }H1.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; font-size: 16pt; }H1.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; font-size: 16pt; }H2 { margin-bottom: 0.21cm; }H2.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; }H2.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; }P.sdfootnote { margin-left: 0.5cm; text-indent: -0.5cm; margin-bottom: 0cm; font-size: 10pt; }A.sdfootnoteanc { font-size: 57%; }\n--><\/style>\n<p><em>Art des Textes: Seminararbeit<br \/>\nSeminar: Lateinamerikanische St\u00e4dte als \u00bbMotoren\u00ab des Wandels?<br \/>\nModul: Regionale Perspektiven der Geschichte<br \/>\nDozentin: Prof. Dr. Debora Gerstenberger<\/em><\/p>\n<h1>Gliederung<\/h1>\n<p>1 <a href=\"#1_einleitung\">Einleitung<\/a><\/p>\n<p>2 <a href=\"#2_hauptteil\">Sandinistische Revolution in Nikaragua<\/a><\/p>\n<p>2.1 <a href=\"#2_hauptteil_part_1\">Ausgangspunkt<\/a><\/p>\n<p>2.2 <a href=\"#2_hauptteil_part_2\">Revolution\u00e4re Bewegung auf dem Land<\/a><\/p>\n<p>2.3 <a href=\"#2_hauptteil_part_3\">Revolution\u00e4re Bewegung in der Stadt<\/a><\/p>\n<p>3 <a href=\"#3_fazit\">Fazit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#literatur\">Fu\u00dfnoten und Literatur<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }H1 { margin-bottom: 0.21cm; }H1.western { font-family: \"Arial\",sans-serif; font-size: 16pt; }H1.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; font-size: 16pt; }H1.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; font-size: 16pt; }P.sdfootnote { margin-left: 0.5cm; text-indent: -0.5cm; margin-bottom: 0cm; font-size: 10pt; }H2 { margin-bottom: 0.21cm; }H2.cjk { font-family: \"Droid Sans Fallback\"; }H2.ctl { font-family: \"Lohit Hindi\"; }A.sdfootnoteanc { font-size: 57%; }\n--><\/style>\n<h1 id=\"1_einleitung\">1 Einleitung<\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die <i>Frente Sandinista de Liberaci\u00f3n Nacional<\/i> (kurz: <i>FSLN<\/i>; zu deutsch: Sandinistische Front der Nationalen Befreiung) wurde am 23. Juli 1961 gegr\u00fcndet und agierte bis zum Sieg der <i>Sandinistischen Revolution<\/i> am 19. Juli 1979 auf dem Land und in den St\u00e4dten Nikaraguas. In den St\u00e4dten agierte sie in der Student_Innenbewegung<a href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a>, im Proletariat und als Stadtguerilla. Auf dem Land wurde die Zusammenarbeit mit der Landbev\u00f6lkerung gef\u00f6rdert und der Aufbau einer Volksarmee f\u00fcr den Guerillakrieg anvisiert. Das Wirken der <i>FSLN<\/i> l\u00e4sst sich schwerlich nur als Guerilla, sei es nun als Stadt- oder als Landguerilla, erfassen. Dadurch w\u00fcrde die Rolle der <i>Frente Estudiantil Revolucionario<\/i> (kurz: <i>FER<\/i>; zu deutsch: <i>Revolution\u00e4re Studentenfront<\/i>), die der Arbeiter_Innenbewegung und die des kirchlichen Widerstands unterschlagen, welche ihre Zusammenarbeit mit der <i>FSLN<\/i> gerade in der Sp\u00e4tphase der Widerstandsbewegung gegen die Diktatur des <i>Somoza-Clans<\/i> intensivierten.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Es erscheint also sinnvoll, in dieser Arbeit die Widerstandsbewegung in der Stadt als Ganzes zu betrachten und mit der auf dem Land gegen\u00fcber zustellen, um somit zu ermitteln, welche Rolle die Stadt f\u00fcr die <i>Sandinistische Revolution<\/i> in Nikaragua hatte. Hierzu wird zuerst ein kurzer \u00dcberblick \u00fcber die politische Lage im Nikaragua zur Zeit der <i>Somoza-Diktatur<\/i> gegeben und anschlie\u00dfend die Widerstandsbewegung auf dem Land und in der Stadt geschildert, um daraus Schl\u00fcsse \u00fcber die Bedeutung der politischen und revolution\u00e4ren Arbeit in den St\u00e4dten zu ziehen.<\/span><\/p>\n<h1 id=\"2_hauptteil\">2 Sandinistische Revolution in Nikaragua<\/h1>\n<h2 id=\"2_hauptteil_part_1\">2.1 Ausgangspunkt<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Im Januar 1933 mussten die USA ihre Besatzungstruppen aus Nikaragua abziehen. Dies war durch den milit\u00e4rischen Druck des <i>Ej\u00e9rcito Defensor de la Soberan\u00eda Nacional de Nicaragua<\/i> (kurz: <i>EDSNN<\/i>; zu deutsch: Verteidigungsheer der Nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t Nikaraguas) unter Augusto C\u00e9sar Sandino m\u00f6glich geworden und hatte einen Friedensvertrag des <i>EDSNN<\/i> mit der nikaraguanischen Regierung zur Folge, welche mit den Besatzer_Innen kollaboriert hatte. Nach diesem Erfolg gab die <i>EDSNN<\/i> ihren bewaffneten Widerstand auf und ging zu zivilen Formen des Protestes \u00fcber. Am 21.02.1934 wurde Sandino von Mitgliedern der <i>Guardia Nacional de Nicaragua<\/i> (kurz: <i>GN<\/i> oder <i>Guardia<\/i>; zu deutsch: Nationalgarde Nikaraguas) unter der F\u00fchrung von Anastasio Somoza Garc\u00eda ermordet. Es war der Beginn des Aufstiegs des <i>Somoza-Clans<\/i> zur politischen Macht in Nikaragua. Der Staatspr\u00e4sident Juan Bautista Sacasa verlor immer mehr Macht und Einfluss an Somoza und seine <i>Nationalgarde<\/i>. Dies f\u00fchrte 1936 zur Au\u00dferkraftsetzung der Verfassung und am Anfang des Jahres 1937 zum Staatsstreich gegen Sacasa und zur Wahl von Somoza Garc\u00eda in das Amt des Staatspr\u00e4sidenten.<a href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Als wichtigstes Machtinstrument diente dem <i>Somoza-Clan<\/i> die <i>Nationalgarde<\/i>. Sie hatte milit\u00e4rische sowie polizeiliche und juristische Aufgaben inne und besa\u00df wichtige Posten im Postwesen, bei den Massenkommunikationsmitteln, in der Ein- und Auswanderungsbeh\u00f6rde und in anderen bedeutenden Institutionen des \u00f6ffentlichen Lebens. In ihrer milit\u00e4rischen Funktion war sie bis 1978 ca. 7000 Personen stark und untergliederte sich in die Bereiche Heer (5400 Personen), Luftwaffe (1500 Personen), Marine (200 Personen) und in Antiguerillaeinheiten, die engen Kontakt zu Todesschwadronen au\u00dferhalb der <i>Nationalgarde<\/i> pflegten. Gerade Letztere sollten in der Antidiktaturbewegung ein andauerndes Klima der Angst schaffen, um diese somit klein zu halten.<a href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die Treue der <i>Guardia<\/i> zu Somoza resultierte aus zwei Faktoren. Zum Einen war er einer der Ihren. Somoza Garc\u00eda hatte in der <i>Guardia<\/i> gedient und war in ihr gro\u00df geworden. Zum Anderen sicherte er der <i>Nationalgarde<\/i> verschiedene Sonderrechte. So wurde zum Beispiel die Korruption innerhalb der <i>Guardia<\/i> nicht verfolgt und ihre Kader konnten das Recht relativ gro\u00dfz\u00fcgig beugen. Hinzu kam die geschickte Ausnutzung geringer Kenntnisse der spanischen Sprache der Bev\u00f6lkerung in der Atlantikregion sowie deren historische Feindschaft gegen\u00fcber den Menschen in der Pazifikregion bei der Rekrutierung neuer Soldat_Innen.<a href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die <i>Nationalgarde<\/i> wurde mit Waffen aus den USA versorgt und ihre F\u00fchrungskader erhielten ihre Ausbildung an US-Amerikanischen Milit\u00e4rakademien. Sie beherrschte zusammen mit dem Staatspr\u00e4sidenten Judikative, Exekutive und Legislative, sodass eine Gewaltenteilung faktisch nicht mehr existierte.<a href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Am 21.09.1956 fiel Anastasio Somoza Garc\u00eda einem Attentat durch militante Antidiktaturkr\u00e4fte zum Opfer. Seine S\u00f6hne Luis Somoza Deblay und Anastasio Somoza Deblay \u00fcbernahmen die Macht. Luis \u00fcbernahm das Amt des Staatspr\u00e4sidenten und Anastasio trat die F\u00fchrung der <i>Nationalgarde<\/i> an. Nach dem Tod von Luis Somoza Deblay im Jahr 1963 b\u00fcndelte sich die Macht in den H\u00e4nden seines Bruders, der diese bis zum Ende der <i>Somoza-Diktatur<\/i> 1979 innehaben sollte.<a href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a> Die <i>Partido Liberal Nacionalista<\/i> (kurz: <i>PLN<\/i>; zu deutsch: Liberale Partei Nikaraguas) diente dem <i>Somoza-Clan<\/i> als demokratische Fassade. Einzige legale Oppositionspartei war die <i>Konservative Partei<\/i>.<a href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<h2 id=\"2_hauptteil_part_2\">2.2 Revolution\u00e4re Bewegung auf dem Land<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Auf dem Land existierten zwei Haupts\u00e4ulen des Widerstandes. Zum einen die Landguerilla der <i>FSLN<\/i> und zum anderen die Kleinst- und Kleinb\u00e4uer_Innen, welche sich mit Hungerm\u00e4rschen und Landbesetzungen zur Wehr setzten und sp\u00e4ter Anschluss an die <i>FSLN<\/i> fanden. Beide sollen im Folgenden beleuchtet werden.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In seiner Autobiografie schrieb Omar Cabezas, der ab 1969 als Sandinist in der <i>FER<\/i> aktiv war und sp\u00e4ter Politiker im revolution\u00e4ren Nikaragua wurde: \u00bbUnd in der Stadt sprachen wir, die Legalen und die im Untergrund, von den Bergen als etwas Mythischem, wo die Kraft liegt und sogar die Waffen, das unsinkbare Schiff, damit man nicht im tiefen Wasser der Diktatur untergeht, die Entschlossenheit, nicht aufzugeben; die Sicherheit, da\u00df es nicht so bleiben kann, da\u00df Somoza nicht sein ganzes Leben lang weiter befehlen kann, da\u00df man die Unbesiegbarkeit der <i>Guardia<\/i> nicht akzeptieren mu\u00df.\u00ab<a href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a> Dies macht bewusst, wie sehr die Hoffnung der <i>FSLN<\/i> auf der Landguerilla und dem <i>Volkskrieg<\/i> gegen die <i>Nationalgarde<\/i> lag. Bereits die erste Etappe der Entwicklung der <i>FSLN<\/i> von 1961 bis 1963 war von der Bestrebung, die <i>Somoza-Diktatur<\/i> milit\u00e4risch zu schlagen, gepr\u00e4gt. Hierzu wurden Ausbildungslager errichtet, in denen vor allem milit\u00e4rische Qualit\u00e4ten gef\u00f6rdert wurden. Die <i>FSLN<\/i> war allerdings noch nicht gen\u00fcgend in der Bev\u00f6lkerung verankert und es folgten erste Niederlagen.<a href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Als Folge hieraus wurden in der zweiten Etappe, welche die Zeit von 1963 bis 1966 bezeichnet, nicht nur die Arbeit in den St\u00e4dten und die der 1962 begr\u00fcndeten Student_Innenorganisation <i>FER<\/i> intensiviert, sondern auch das Zusammenwirken mit der Landbev\u00f6lkerung ausgebaut. Hieraus bildeten sich l\u00e4ndliche Zellen, welche die politische Arbeit mit dem b\u00e4uerlichen Widerstand verst\u00e4rkten und den B\u00e4uer_Innen bewaffneten Schutz vor \u00dcbergriffen der <i>Nationalgarde<\/i> boten.<a href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a> Als Basis dienten der Landguerilla der <i>FSLN<\/i> vor allem die dicht bewaldeten Berge in Zentralnikaragua<a href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a>, welche nach Ernesto Guevara aufgrund ihrer Unwegsamkeit f\u00fcr den Guerillakrieg besonders g\u00fcnstiges Gel\u00e4nde bieten. Die Beweglichkeit einer regul\u00e4ren Armee war somit stark eingeschr\u00e4nkt. Dies erm\u00f6glichte in besonderem Ma\u00dfe die Anwendung von Guerillataktiken und bot Schutz f\u00fcr die Lager der Guerilla. So war eine Entfaltung der Guerillat\u00e4tigkeiten und der Aufbau von eigenen kleinen \u00bbIndustrieanlagen, Lazaretten, Schulungs- und Ausbildungszentren, Materiallagern, Funkstationen und anderem\u00ab m\u00f6glich.<a href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a> Auch Omar Cabezas beschrieb in seiner Autobiografie das Leben in den Lagern in den Bergen. So dienten sie den <i>Sandinisten<\/i> nicht nur als R\u00fcckzugsort zwischen verschiedenen Guerillaaktionen, sondern auch f\u00fcr die Ausbildung neuer Guerillas im bewaffneten Kampf und als Versteck f\u00fcr Genoss_Innen, welche Schutz in der Illegalit\u00e4t suchen mussten.<a href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a> Seit 1967 verbargen sich mit Carlos Fonseca und Tom\u00e1s Borge auch wichtige Kader der <i>FSLN<\/i> in diesen Lagern in den Bergen.<a href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a name=\"__DdeLink__143_185730121\"><\/a> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">1965 organisierten die <i>FSLN<\/i> und die <i>Sozialistische Partei Nikaraguas<\/i> (kurz: <i>PSN<\/i>) die <i>1. Nationale Bauernkonferenz<\/i> und schufen damit die Grundlage f\u00fcr die Gr\u00fcndung erster l\u00e4ndlicher Gewerkschaftszellen. Anfangs fiel der Kontakt zwischen den \u2013 meist aus St\u00e4dten stammenden \u2013 Kadern der <i>Sandinist_Innen<\/i> und der Landbev\u00f6lkerung noch schwer, da Losungen und Programme im Antidiktaturkampf nicht verst\u00e4ndlich vermittelt werden konnten und eine Vertrautheit mit den b\u00e4uerlichen Lebensgewohnheiten und Denkweisen sowie mit deren tats\u00e4chlichen Problemen fehlte. In der vierten und f\u00fcnften Etappe von 1968 bis 1977 gelang es jedoch, die Zusammenarbeit massiv zu verst\u00e4rken. Es wurde Erntehilfe geleistet, Schutz vor der <i>Nationalgarde<\/i> organisiert, politische Schulungen abgehalten und Hilfe zur Alphabetisierung gegeben.<a href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a> In der f\u00fcnften Etappe der Entwicklung der <i>FSLN<\/i>, beginnend im Jahr 1974 bildeten sich in der <i>FSLN<\/i> drei Tendenzen heraus. Die <i>Proletarische Tendenz<\/i> richtete sich an die Arbeiter_Innenklasse in den St\u00e4dten. Der <i>Langandauernde Volkskrieg<\/i> wandte sich vor allem an die l\u00e4ndliche Bev\u00f6lkerung und trug haupts\u00e4chlich die Z\u00fcge einer Landguerilla. Als <i>Dritte Tendenz<\/i> wurde eine Richtung bezeichnet, die ein B\u00fcndnis aus Arbeiter_Innen, B\u00e4uer_Innen und Student_Innen anstrebte.<a href=\"#sdfootnote16sym\" name=\"sdfootnote16anc\"><sup>16<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Ab dem vierten Quartal des Jahres 1977 schlossen sich die drei Richtungen der <i>FSLN<\/i> zusammen und organisierten den Kampf um die Einheit der Antidiktaturkr\u00e4fte unter der F\u00fchrung der <i>FSLN<\/i>.<a href=\"#sdfootnote17sym\" name=\"sdfootnote17anc\"><sup>17<\/sup><\/a> Es folgte eine Intensivierung der Angriffe gegen Einrichtungen der Diktatur, die zu einem offenen <i>Volkskrieg<\/i> gegen Somoza und die <i>Nationalgarde<\/i> f\u00fchrten und durch Streiks der Gewerkschaften unterst\u00fctzt wurden.<a href=\"#sdfootnote18sym\" name=\"sdfootnote18anc\"><sup>18<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In der letzten Phase des Revolution\u00e4ren Krieges in Nikaragua griffen die <i>Sandinist_Innen<\/i> die Machtzentren der <i>Somoza-Diktatur<\/i> in den verschiedenen St\u00e4dten an. Mit der \u00dcbernahme der Hauptstadt Managua durch die <i>FSLN<\/i> endeten die Kampfhandlungen am 19.07.1979.<a href=\"#sdfootnote19sym\" name=\"sdfootnote19anc\"><sup>19<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<h2 id=\"2_hauptteil_part_3\">2.3 Revolution\u00e4re Bewegung in der Stadt<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Nach den milit\u00e4rischen Niederlagen in der ersten Etappe der Entwicklung der <i>FSLN<\/i> wurde der Schwerpunkt der Arbeit der <i>FSLN<\/i> zun\u00e4chst auf die St\u00e4dte verlagert. Um eine massenpolitische Arbeit zu erm\u00f6glichen, wurden zum Einen in den Arbeiter_Innenvierteln Managuas Komitees gegr\u00fcndet, sp\u00e4ter folgten auch andere St\u00e4dte.<a href=\"#sdfootnote20sym\" name=\"sdfootnote20anc\"><sup>20<\/sup><\/a> Zum Anderen wurde die studentische Organisation der <i>FER<\/i> gest\u00e4rkt.<a href=\"#sdfootnote21sym\" name=\"sdfootnote21anc\"><sup>21<\/sup><\/a> Dies waren zwei Aspekte des st\u00e4dtischen Widerstandes, die mit typischen Stadtguerillaaktionen einher gingen und sich immer wieder miteinander verwoben. Das geht besonders klar aus der Autobiografie von Omar Cabezas hervor. In dieser beschrieb er auch seine Arbeit f\u00fcr die <i>FER<\/i>, den Aufbau von Arbeiter_Innenkomitees in Le\u00f3n und Widerstandsformen, wie sie der brasilianische Revolution\u00e4r und Stadtguerillero Carlos Marighella in seinem \u00bbMinihandbuch der Stadtguerilleros\u00ab als typische Stadtguerillataktiken schildert.<a href=\"#sdfootnote22sym\" name=\"sdfootnote22anc\"><sup>22<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Es ist sicherlich sinnvoll, auf diese unterschiedlichen Aspekte der politischen Arbeit in der Stadt dennoch jeweils f\u00fcr sich einzugehen. Zun\u00e4chst wird sich diese Seminararbeit hierbei mit dem studentischen Widerstand der <i>FER<\/i> besch\u00e4ftigen. Grundlage hierf\u00fcr sind die Schilderungen von Omar Cabezas \u00fcber seine politische Arbeit in der Universit\u00e4t von Le\u00f3n, wo er auch der <i>FER<\/i> beitrat. Die <i>FER<\/i> war die 1962 gegr\u00fcndete Student_Innenorganisation der <i>FSLN<\/i> und steht, wie weiter oben bereits erw\u00e4hnt, f\u00fcr <i>Frente Estudiantil Revolucionario<\/i>, was sich auf deutsch mit <i>Revolution\u00e4re Studentenfront<\/i> \u00fcbersetzen l\u00e4sst. Omar trat der <i>FER<\/i> 1969 bei und war anfangs Teil einer recht kleinen Zelle. In Le\u00f3n waren die Strukturen der <i>FSLN<\/i> und der <i>FER<\/i> noch nicht etabliert. Sie befanden sich gerade erst im Aufbau.<a href=\"#sdfootnote23sym\" name=\"sdfootnote23anc\"><sup>23<\/sup><\/a> 1970 gelang der <i>FER<\/i> an der Universit\u00e4t zu Le\u00f3n der Sieg f\u00fcr die Wahl des Pr\u00e4sidenten der Student_Innenorganisation <i>Centro Universitario Unido Nicarag\u00fcense<\/i> (kurz: <i>CUUN<\/i>). Dies erm\u00f6glichte der <i>FER<\/i> die Nutzung der \u00f6ffentlichen und legalen Strukturen der Universit\u00e4t und die Gestaltung der studentischen Selbstverwaltung.<a href=\"#sdfootnote24sym\" name=\"sdfootnote24anc\"><sup>24<\/sup><\/a> \u00dcber Student_Innenproteste wurden zunehmend mehr Student_Innen f\u00fcr die <i>FER<\/i> gewonnen, die sich in Studienzirkeln und in Gruppen der <i>FER<\/i> zusammen fanden. <a href=\"#sdfootnote25sym\" name=\"sdfootnote25anc\"><sup>25<\/sup><\/a>Aus diesen Gruppen wurden sp\u00e4ter Zellen der <i>FSLN<\/i>, die aktiv am Kampf gegen die <i>Somoza-Diktatur<\/i> mitwirkten.<a href=\"#sdfootnote26sym\" name=\"sdfootnote26anc\"><sup>26<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Auch die politische Arbeit abseits der Universit\u00e4t in dem Arbeiter_Innenviertel Subtiava beschrieb Omar Cabezas in seinem Buch. So organisierte er dort erste Arbeiter_Innen- und Nachbarschaftskomitees, in denen Arbeiter_Innen vor allem aus der indigenen Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die <i>Sandinist_Innen<\/i> rekrutiert und politisch geschult wurden. In den Komitees bildeten sich Kader heraus, die im Namen der <i>FSLN<\/i> Stadtteilbewegungen gr\u00fcndeten und von dort in die Gewerkschaften eindrangen.<a href=\"#sdfootnote27sym\" name=\"sdfootnote27anc\"><sup>27<\/sup><\/a> Trotz relativ geringer Signifikanz des Industrieproletariats gegen\u00fcber dem Landproletariat spielten die Gewerkschaften auch in den St\u00e4dten eine nicht unbedeutende Rolle.<a href=\"#sdfootnote28sym\" name=\"sdfootnote28anc\"><sup>28<\/sup><\/a> Die Gewerkschaftsbewegung Nikaraguas war zu dieser Zeit gespalten. Zum Einen gab es die <i>Allgemeine Zentrale der Werkt\u00e4tigen<\/i> (kurz: <i>CGT<\/i>) als Instrument der <i>Somoza-Diktatur<\/i> und den <i>Rat der Gewerkschaftsvereinigung<\/i> (kurz: <i>CUS<\/i>), welcher von Unternehmer_Innen kontrolliert wurde und die Stabilit\u00e4t des Gesellschaftssystems st\u00fctzen sollte. Auf der anderen Seite sind die <i>Allgemeine Zentrale der Werkt\u00e4tigen \u2013 unabh\u00e4ngig<\/i> (kurz: <i>CGT-i<\/i>), die <i>Arbeiterzentrale Nikaraguas<\/i> (kurz: <i>CTN<\/i>) und die <i>Aktionszentrale der Gewerkschaftseinheit<\/i> (kurz: <i>CAUS<\/i>) zu nennen. Die <i>CGT-i<\/i> war haupts\u00e4chlich von der <i>Sozialistischen Partei Nikaraguas<\/i> (kurz: <i>PSN<\/i>) kontrolliert und brachte wie diese wichtige sp\u00e4tere Kader der <i>FSLN<\/i> hervor. Die <i>CTN<\/i> war von den Christdemokrat_Innen 1962 als <i>Autonome Gewerkschaftsbewegung Nikaraguas<\/i> gegr\u00fcndet und 1972 in <i>Arbeiterzentrale Nikaraguas<\/i> umbenannt worden. Zudem war die <i>CAUS<\/i> als linksradikale Gewerkschaftszentrale entstanden.<a href=\"#sdfootnote29sym\" name=\"sdfootnote29anc\"><sup>29<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Mitte der 70er-Jahre erkannten die Gewerkschaften, dass ihre St\u00e4rke vor allem im gemeinsamen Handeln \u00fcber ideologische und politische Differenzen hinweg bestand.<a href=\"#sdfootnote30sym\" name=\"sdfootnote30anc\"><sup>30<\/sup><\/a> In diesem Rahmen konnte nun auch die <i>FSLN<\/i> ihren Einfluss auf die Gewerkschaftsbewegungen der St\u00e4dte ausbauen und schuf ein B\u00fcndnis aus Gewerkschaftszentralen, aus welchem sp\u00e4ter die <i>Sandinistische Gewerkschaftszentrale<\/i> (kurz: <i>CST<\/i>) hervorgehen sollte.<a href=\"#sdfootnote31sym\" name=\"sdfootnote31anc\"><sup>31<\/sup><\/a> Erst mit dieser B\u00fcndelung der Gewerkschaften konnte die Arbeiter_Innenbewegung effektiv politisiert und organisiert werden.<a href=\"#sdfootnote32sym\" name=\"sdfootnote32anc\"><sup>32<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Bis auf die <i>CGT<\/i> und die <i>CUS<\/i>, die mehr oder weniger die Aufgabe hatten, die Arbeiter_Innenschaft ruhig zu halten, brachten sich alle Gewerkschaften aktiv und k\u00e4mpferisch in der Antidiktaturbewegung und in den Kampf um die Arbeiter_Innenrechte ein. Wichtigstes Mittel der Gewerkschaften war hierbei der Streik. So konnten sie in gemeinsamen Aktionen Lohnerh\u00f6hungen und andere Interessen der Arbeiter_Innen durchsetzen und politisierten hiermit zugleich weitere Arbeiter_Innen.<a href=\"#sdfootnote33sym\" name=\"sdfootnote33anc\"><sup>33<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">W\u00e4hrend der Endoffensive des <i>Volkskrieges<\/i> gegen die <i>Somoza-Diktatur<\/i> im Jahr 1979 unterst\u00fctzten die Gewerkschaften zudem geschlossen die <i>FSLN<\/i>, indem sie mit einem Generalstreik wichtige Teile der Infrastruktur des Landes lahm legten. Dies behinderte die Versorgungslogistik der <i>Nationalgarde<\/i>. Diese musste Truppen von der Front abziehen, um ihre eigene Versorgung sicherzustellen. Somit leisteten auch die st\u00e4dtischen Arbeiter_Innen, welche nicht unter Waffen standen, einen wichtigen Beitrag zum Sieg der <i>FSLN<\/i>. Die bereits beschriebenen Stadtteilkomitees sicherten dagegen die Versorgung der Zivilbev\u00f6lkerung an der stillgelegten staatlichen Infrastruktur vorbei.<a href=\"#sdfootnote34sym\" name=\"sdfootnote34anc\"><sup>34<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">In seiner Autobiografie hebt Omar Cabezas zudem deutlich die Rolle von geplanten Demonstrationen und spontanen Versammlungen f\u00fcr die Politisierung der Massen hervor. Es werden erste von der <i>FER<\/i> initiierte Demonstrationen der Student_Innen beschrieben und wie diese \u00f6ffentliches Interesse erlangten.<a href=\"#sdfootnote35sym\" name=\"sdfootnote35anc\"><sup>35<\/sup><\/a> Er hebt die ersten Demonstrationen in Le\u00f3n hervor, die von den Arbeiter_Innen und der allgemeinen Bev\u00f6lkerung mitgetragen wurden.<a href=\"#sdfootnote36sym\" name=\"sdfootnote36anc\"><sup>36<\/sup><\/a> Und er beschrieb ausf\u00fchrlich die Wirkung von n\u00e4chtlichen Feuern an den Stra\u00dfenecken als Versammlungspunkte: \u00bbDie Feuer waren die Feinde der <i>Guardia<\/i>. Die <i>Guardia<\/i> ha\u00dfte die Feuer, denn die Feuer brachten die Leute zusammen. Das Feuer ruft zusammen, integriert und vereinigt, als g\u00e4be das Feuer dir Mut, als f\u00fchltest du dich durch das Feuer gesch\u00fctzt und st\u00e4rker. Als w\u00fcrden dir die Flammen Gesellschaft leisten.\u00ab<a href=\"#sdfootnote37sym\" name=\"sdfootnote37anc\"><sup>37<\/sup><\/a> Waren diese Feuer anfangs noch von der <i>FER<\/i> und den sandinistischen Stadtteilkomitees organisiert, erhielten sie mit der Zeit immer mehr Unterst\u00fctzung durch die Anwohner_Innen, welche Brennmaterial beisteuerten. Au\u00dferdem entstanden sie immer h\u00e4ufiger spontan und an immer mehr Stra\u00dfenecken in Le\u00f3n und zogen mehr und mehr Menschen an, bis sie zum Massenanziehungspunkt wurden.<a href=\"#sdfootnote38sym\" name=\"sdfootnote38anc\"><sup>38<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Gleich zu Beginn seines Minihandbuchs des Stadtguerilleros schrieb Carlos Marighella: \u00bbDer revolution\u00e4re Krieg \u00e4u\u00dfert sich in der Stadtguerilla, im psychologischen Krieg und in der Landguerilla. St\u00fctze der Stadtguerilla und des psychologischen Krieges in der Stadt ist der Stadtguerillero. [&#8230;] [S]ein Ziel ist es, die Landguerilla zu unterst\u00fctzen und beim Aufbau einer neuen gesellschaftlichen Struktur im Land mitzuhelfen, an deren Spitze das bewaffnete Volk steht.\u00ab<a href=\"#sdfootnote39sym\" name=\"sdfootnote39anc\"><sup>39<\/sup><\/a> Weiterhin geht er auf die Organisationsstruktur einer Stadtguerilla und ihre wichtigsten Aktionsformen ein. Bei einem Vergleich zu den Aufzeichnungen von Omar Cabezas fallen hier gleich mehrere \u00c4hnlichkeiten auf. Die Struktur der Organisation in den St\u00e4dten beschrieb er als kleine Zellen, wobei keiner dieser Zellen Informationen \u00fcber die ganze Organisation vorlagen. Koordiniert wurden diese Zellen von der <i>FSLN<\/i>-F\u00fchrung aus den Bergen.<a href=\"#sdfootnote40sym\" name=\"sdfootnote40anc\"><sup>40<\/sup><\/a> Marighella spricht hierbei von <i>Feuergruppen<\/i> mit einer St\u00e4rke von 4 bis 5 M\u00e4nnern, welche Weisungen von einem \u00bbstrategischen Kommando\u00ab erhalten.<a href=\"#sdfootnote41sym\" name=\"sdfootnote41anc\"><sup>41<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Neben der Arbeit in der <i>FER<\/i> und f\u00fcr den Aufbau von Stadtteilbewegungen, hatte die Zelle von Omar in Le\u00f3n Aufgaben wie das Beschaffen von H\u00e4usern und Fahrzeugen. Die Fahrzeuge dienten der Mobilit\u00e4t der <i>FSLN<\/i>. In den H\u00e4usern wurden Versammlungen abgehalten, Genoss_Innen, welche sich in der Illegalit\u00e4t befanden, versteckt sowie Material und Waffen gelagert. Zudem dienten sie dazu, anonym miteinander korrespondieren zu k\u00f6nnen. Weiterhin hatten sie die H\u00e4user der Angeh\u00f6rigen der <i>Nationalgarde<\/i> auszusp\u00e4hen und sammelten Informationen \u00fcber Spitzel der Diktatur.<a href=\"#sdfootnote42sym\" name=\"sdfootnote42anc\"><sup>42<\/sup><\/a> Mit H\u00e4usern und Fahrzeugen wird die Logistik einer Stadtguerilla gest\u00fctzt.<a href=\"#sdfootnote43sym\" name=\"sdfootnote43anc\"><sup>43<\/sup><\/a> Die Informationsbesorgung diente der Vorbereitung von Aktionen einer Stadtguerilla sowie deren Schutz vor Unterwanderung durch Agent_Innen der Reaktion.<a href=\"#sdfootnote44sym\" name=\"sdfootnote44anc\"><sup>44<\/sup><\/a> Auch der Aspekt des bewaffneten Widerstandes der Stadtguerilla wurde von Cabezas festgehalten. So beschrieb er den letzten Kampf des Julio Buitrago, welcher sich bis zu seinem Tod bewaffnet in einem Haus verschanzt hatte und gegen die <i>Nationalgarde<\/i> zur Wehr setzte.<a href=\"#sdfootnote45sym\" name=\"sdfootnote45anc\"><sup>45<\/sup><\/a> Des Weiteren beschrieb er, dass der Enteignungskampf eine wichtige Rolle f\u00fcr die <i>FER<\/i> spielte. Vor allem vor dem Wahlsieg der <i>FER<\/i> zur F\u00fchrung der <i>CUUN<\/i> in Le\u00f3n, die ihr die M\u00f6glichkeit gab, die Mittel der Universit\u00e4t zu verwenden, war dieser f\u00fcr die Zelle um Cabezas von gro\u00dfer Bedeutung.<a href=\"#sdfootnote46sym\" name=\"sdfootnote46anc\"><sup>46<\/sup><\/a> So musste Material f\u00fcr die Propaganda und f\u00fcr politische Schulungen in der Universit\u00e4t gestohlen werden. In Superm\u00e4rkten wurden Lebensmittel enteignet.<a href=\"#sdfootnote47sym\" name=\"sdfootnote47anc\"><sup>47<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Dies alles war, um es mit den Worten aus dem obigen Zitat von Marighella zu benennen, Teil des psychologischen Krieges, welcher die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die <i>FSLN<\/i> polarisieren und die <i>Guardia<\/i> zerm\u00fcrben und in den St\u00e4dten binden sollte. So geht Omar Cabezas auch auf die direkten Folgen der verschiedenen Aktionen der Stadtguerilla der <i>FSLN<\/i> ein. Er schrieb, wie die Graffiti in den Stra\u00dfen und die Radiomeldungen \u00fcber gegen die Diktatur gerichtete Hinrichtungen und \u00dcberf\u00e4lle, Gespr\u00e4che in der Bev\u00f6lkerung sch\u00fcrten. Dies f\u00fchrte dazu, dass die Massen, trotz der ablehnenden Haltung der b\u00fcrgerlichen Parteien, im Antidiktaturkampf best\u00e4rkt und der Zusammenhalt und das Selbstbewusstsein innerhalb der <i>FSLN<\/i> und der <i>FER<\/i> gef\u00f6rdert wurden.<a href=\"#sdfootnote48sym\" name=\"sdfootnote48anc\"><sup>48<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Auf seine eigene Zeit in der Illegalit\u00e4t des Untergrunds im Jahre 1970 geht Cabezas dagegen nicht genauer ein. Er beschr\u00e4nkt sich darauf zu erw\u00e4hnen, dass er bewaffnet und konspirativ lebte und andere Aufgaben \u00fcbernahm. Und er beschrieb einen Trick, mit welchem er aus der Illegalit\u00e4t zur\u00fcckgeholt wurde, da er in der <i>FER<\/i> dringender ben\u00f6tigt wurde, als im Untergrund.<a href=\"#sdfootnote49sym\" name=\"sdfootnote49anc\"><sup>49<\/sup><\/a> Quellen oder Literatur \u00fcber die direkte Arbeit der <i>FSLN<\/i> im Untergrund liegen somit nicht vor. Es muss sich mit der Erkenntnis begn\u00fcgt werden, dass die <i>Direkten Aktionen<\/i> der Stadtguerilla anscheinend dazu beitrugen, die Rolle der <i>FSLN<\/i> in der Bev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken und die Logistik f\u00fcr die massenpolitische Arbeit sicherzustellen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">W\u00e4hrend der Endoffensive der <i>Sandinisten<\/i> gegen die <i>Nationalgarde<\/i> und die <i>Somoza-Diktatur<\/i> im Jahr 1979 gingen die Menschen in verschiedenen St\u00e4dten auf die Stra\u00dfen und erhoben sich zum Volksaufstand. Dies band zus\u00e4tzliche Kr\u00e4fte der <i>Guardia<\/i>, die diese f\u00fcr den <i>Volkskrieg<\/i> dringend ben\u00f6tigt h\u00e4tte, und nahmen ihr zus\u00e4tzlich die St\u00e4dte als wichtigen R\u00fcckzugsort. F\u00fcr die <i>Nationalgardisten<\/i> in den eingeschlossenen St\u00e4dten gab es nun keine sicheren Zufluchtsorte mehr. Viele Angeh\u00f6rige der <i>Guardia<\/i> suchten ihr Heil in der Flucht nach Honduras.<a href=\"#sdfootnote50sym\" name=\"sdfootnote50anc\"><sup>50<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<h1 id=\"3_fazit\">3 Fazit<\/h1>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Zuallererst f\u00e4llt bei der Behandlung der aufgeworfenen Frage ins Auge, dass f\u00fcr den Sieg der <i>FSLN<\/i> in der Nikaraguanischen Revolution sowohl die Stadt als auch das Land eine betr\u00e4chtliche Rolle inne hatten. Die Arbeit in beiden unterschied sich in zahlreichen Punkten und auch ihre Wirkung auf den Revolutionsprozess war eine unterschiedliche. Was beide Bereiche eint ist, dass sie um die f\u00fcr den Sieg n\u00f6tige Einbindung der Massen und um die Einigung und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Str\u00f6mungen in der Antidiktaturbewegung bem\u00fcht waren.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Der <i>Volkskrieg<\/i> im Sinne einer Landguerilla ging, wie schon im Namen zu erkennen ist vom Lande aus. Ein wichtiger Teil der Basis der <i>FSLN<\/i> war in den Kleinst- und Kleinb\u00e4uer_Innen zu finden und die schwer zug\u00e4nglichen Berge bildeten den R\u00fcckzugsort f\u00fcr die Truppen der <i>FSLN<\/i>. Sie boten Schutz f\u00fcr St\u00fctzpunkte und eine eigene milit\u00e4rische Logistik. Vom Land wurde die Schlussoffensive auf die Stellungen der <i>Nationalgarde<\/i> in den St\u00e4dten gef\u00fchrt und der milit\u00e4rische Sieg im revolution\u00e4ren Krieg errungen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Doch ohne die Aktionen in der Stadt w\u00e4re dieser Sieg wahrscheinlich nicht m\u00f6glich gewesen. War die Stadt auch nicht das Terrain, in welchem alleine ein <i>Volkskrieg<\/i> entschieden wird, war sie doch von tragender Bedeutung. In ihr wurden wichtige K\u00e4mpfe der Arbeiter_Innenschaft und der Student_Innenbewegung ausgefochten, was sie zu einem wichtigen Faktor machte, um die Massen f\u00fcr den Antidiktaturkampf zu gewinnen. Die Arbeit der <i>Sandinist_Innen<\/i> in den Stadtteilbewegungen und an den Universit\u00e4ten gab dem Revolution\u00e4ren Kampf eine geeignete Infrastruktur und brachte politisch geschulte Kader f\u00fcr die <i>FSLN<\/i> hervor. Sie waren die Basis, welche den Kampf den <i>Volkskrieg<\/i> als Endphase der Landguerilla \u00fcberhaupt erm\u00f6glichte.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Doch die Stadt hatte auch milit\u00e4risch Bedeutung inne. Hier f\u00e4llt ins Auge, dass sie das Machtzentrum der Diktatur darstellte, welche es f\u00fcr den milit\u00e4rischen und politischen Sieg der Revolution zu erobern galt. Sie war sozusagen das Ziel der Endoffensive des <i>Volkskrieges<\/i>. Erst mit der Einnahme Managuas fanden die K\u00e4mpfe zwischen <i>FSLN<\/i> und <i>Nationalgarde<\/i> ein Ende. Somoza hatte Nikaragua zu diesem Zeitpunkt schon vor mehreren Tagen fluchtartig verlassen.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Zuvor waren die Kr\u00e4fte der <i>Guardia<\/i> immer wieder in den St\u00e4dten gebunden und die Landguerilla der <i>FSLN<\/i> somit unterst\u00fctzt worden. In der Anfangszeit des Antidiktaturkampfes war dies vor allem durch <i>Direkte Aktionen<\/i> der sandinistischen Stadtguerilla geschehen. Sp\u00e4ter legten dann Generalstreiks die Infrastruktur der <i>Guardia<\/i> lahm und zwangen diese, Versorgungsaufgaben selbst zu \u00fcbernehmen. Dies zwang die <i>Nationalgarde<\/i>, Truppen f\u00fcr diese Aufgaben von der Front abzuziehen. Zuletzt erhob sich die Bev\u00f6lkerung Nikaraguas in mehreren St\u00e4dten zum Volksaufstand gegen die <i>Somoza-Diktatur<\/i>. Die <i>Nationalgarde<\/i> verlor ihre R\u00fcckzugsr\u00e4ume und floh ins Ausland. Dies besiegelte das Ende der Diktatur und den Sieg der <i>Frente Sandinista de Liberaci\u00f3n Nacional<\/i>.<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">Die Arbeit zeigt auf, dass der Sieg der Sandinistischen Revolution in Nikaragua aus dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Aspekte des politischen und milit\u00e4rischen Wirkens der <i>Sandinist_Innen<\/i> in der Stadt und auf dem Land m\u00f6glich wurde. Beide \u2013 sowohl Stadt als auch Land \u2013 haben in der Revolution wichtige Bedeutung inne. Der Sieg nur durch das Wirken der <i>FSLN<\/i> in der Stadt w\u00e4re sicher nicht m\u00f6glich gewesen. Doch auch andersherum bleibt festzustellen, dass ein Sieg ohne die K\u00e4mpfe und die Arbeit in der Stadt sicher nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Gerade mit der Mobilisierung der Massen f\u00fcr den Antidiktaturkampf hat sich die Stadt in Nikaragua zur Zeit der <i>Somoza-Diktatur<\/i> als \u00bbMotor des Wandels\u00ab bewiesen.<\/span><\/p>\n<h1 id=\"literatur\">Fu\u00dfnoten und Literatur<\/h1>\n<div id=\"sdfootnote1\"><a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a> In dieser Seminararbeit wird mithilfe des <i>Gender Gap<\/i> und des <i>Binnen-I<\/i> gegendert, da das <i>generische Maskulinum<\/i> allzu schnell vergessen l\u00e4sst, dass Menschen nicht nur m\u00e4nnlich sondern unterschiedlichsten sozialen und\/oder biologischen Geschlechts sein k\u00f6nnen. Zitate, Eigennamen von Organisationen und Angeh\u00f6rige ausschlie\u00dflich m\u00e4nnlicher Gruppierungen, wie z.B. der Nationalgardisten, bleiben hiervon unber\u00fchrt.<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p><a href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> LETZ, MALTE (1988): Kurze Geschichte der sandinistischen Revolution. Berlin, S. 38 \u2013 48.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p><a href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a> Ebenda, S. 52 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p><a href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a> Ebenda, S. 53 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p><a href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a> Ebenda, S. 51 \u2013 53.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p><a href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a> Ebenda, S. 56.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p><a href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a> Ebenda, S. 52.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p><a href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a> CABEZAS, OMAR (1985): Die Erde dreht sich z\u00e4rtlich, Compa\u00f1era. Berlin, S. 31.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p><a href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a> LETZ, S. 96.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p><a href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a> Ebenda, S. 96.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p><a href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a> Ebenda, S. 99.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p><a href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a> GUEVARA, ERNESTO (1986): Ausgew\u00e4hlte Werke in Einzelausgaben. Band 1: Guerillakampf und Befreiungsbewegung. Auflage 5, Dortmund, S. 77 \u2013 83.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p><a href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a> CABEZAS, S. 71 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\">\n<p><a href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a> Ebenda, S. 302.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\">\n<p><a href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a> LETZ, S. 89.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\">\n<p><a href=\"#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\">16<\/a> Ebenda, S. 101.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\">\n<p><a href=\"#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\">17<\/a> Ebenda, S. 125 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\">\n<p><a href=\"#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\">18<\/a> Ebenda, S. 116 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\">\n<p><a href=\"#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\">19<\/a> Ebenda, S. 156 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\">\n<p><a href=\"#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\">20<\/a> LETZ, S. 96.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\">\n<p><a href=\"#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\">21<\/a> Ebenda, S. 90.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\">\n<p><a href=\"#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\">22<\/a> CABEZAS, S. 34 \u2013 70<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\">\n<p><a href=\"#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\">23<\/a> Ebenda, S. 26 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\">\n<p><a href=\"#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\">24<\/a> Ebenda, S. 42.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\">\n<p><a href=\"#sdfootnote25anc\" name=\"sdfootnote25sym\">25<\/a> Ebenda, S. 45 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\">\n<p><a href=\"#sdfootnote26anc\" name=\"sdfootnote26sym\">26<\/a> Ebenda, S. 50.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\">\n<p><a href=\"#sdfootnote27anc\" name=\"sdfootnote27sym\">27<\/a> Ebenda, S. 59.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote28\">\n<p><a href=\"#sdfootnote28anc\" name=\"sdfootnote28sym\">28<\/a> LETZ, S. 83 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote29\">\n<p><a href=\"#sdfootnote29anc\" name=\"sdfootnote29sym\">29<\/a> Ebenda, S. 85 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote30\">\n<p><a href=\"#sdfootnote30anc\" name=\"sdfootnote30sym\">30<\/a> Ebenda, S.86.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote31\">\n<p><a href=\"#sdfootnote31anc\" name=\"sdfootnote31sym\">31<\/a> CABEZAS, S. 59.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote32\">\n<p><a href=\"#sdfootnote32anc\" name=\"sdfootnote32sym\">32<\/a> LETZ, S. 86.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote33\">\n<p><a href=\"#sdfootnote33anc\" name=\"sdfootnote33sym\">33<\/a> Ebenda, S. 86.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote34\">\n<p><a href=\"#sdfootnote34anc\" name=\"sdfootnote34sym\">34<\/a> Ebenda, S. 158.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote35\">\n<p><a href=\"#sdfootnote35anc\" name=\"sdfootnote35sym\">35<\/a> CABEZAS, S. 45 ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote36\">\n<p><a href=\"#sdfootnote36anc\" name=\"sdfootnote36sym\">36<\/a> Ebenda, S. 60.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote37\">\n<p><a href=\"#sdfootnote37anc\" name=\"sdfootnote37sym\">37<\/a> Ebenda, S. 67 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote38\">\n<p><a href=\"#sdfootnote38anc\" name=\"sdfootnote38sym\">38<\/a> Ebenda, S. 67.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote39\">\n<p><a href=\"#sdfootnote39anc\" name=\"sdfootnote39sym\">39<\/a> MARIGHELLA, CARLOS (1970): Minihandbuch des Stadtguerilleros. \u2013 In: Sozialistische Politik, 1970, Nr. 6\/7, S. 143-166, S. 144.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote40\">\n<p><a href=\"#sdfootnote40anc\" name=\"sdfootnote40sym\">40<\/a> CABEZAS, S. 26.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote41\">\n<p><a href=\"#sdfootnote41anc\" name=\"sdfootnote41sym\">41<\/a> MARIGHELLA, S. 149.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote42\">\n<p><a href=\"#sdfootnote42anc\" name=\"sdfootnote42sym\">42<\/a> CABEZAS, S. 26 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote43\">\n<p><a href=\"#sdfootnote43anc\" name=\"sdfootnote43sym\">43<\/a> MARIGHELLA, S. 149 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote44\">\n<p><a href=\"#sdfootnote44anc\" name=\"sdfootnote44sym\">44<\/a> Ebenda, S. 153.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote45\">\n<p><a href=\"#sdfootnote45anc\" name=\"sdfootnote45sym\">45<\/a> CABEZAS, S. 35 \u2013 38.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote46\">\n<p><a href=\"#sdfootnote46anc\" name=\"sdfootnote46sym\">46<\/a> MARIGHELLA, S. 145.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote47\">\n<p><a href=\"#sdfootnote47anc\" name=\"sdfootnote47sym\">47<\/a> CABEZAS, S. 43 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote48\">\n<p><a href=\"#sdfootnote48anc\" name=\"sdfootnote48sym\">48<\/a> Ebenda, S. 27 \u2013 31.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote49\">\n<p><a href=\"#sdfootnote49anc\" name=\"sdfootnote49sym\">49<\/a> Ebenda, S. 38 f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote50\">\n<p><a href=\"#sdfootnote50anc\" name=\"sdfootnote50sym\">50<\/a> LETZ, S. 161.<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Download:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Meas_Wolfstatze_-_Nikaragua.pdf\" target=\"_blank\">Wolfstatze, Meas: Welche Rolle hatte die Stadt f\u00fcr die Frente Sandinista de Liberaci\u00f3n Nacional in der Nikaraguanischen Revolution?; Berlin 2014.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tintenwolf.mrkeks.net\/en\/satex\/\">back<\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\"><a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\">Creative Commons CC BY-NC-ND<\/a> by Meas Wolfstatze<\/span><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1386 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-en_GB sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1386')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1386').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: 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