Tag Archiv für satjira-project

freiheitsstern

syrinea's silbermond
steht hoch über der welt,
wie ein funkelnd' kleid trägt er
satjira's sternenzelt.

und ein wilder vogel fliegt
durch's blasse licht der nacht,
singt voll freud' der freiheit lied,
spürt seiner schwingen macht.

sein gesang dringt in mein ohr,
trägt freud' ins leben mir.
mit deinem bilde er verschmilzt,
mein türkises katzentier.

wie zum horizont er strebt,
der vogel in die fern',
so streb' von herzen ich zu dir
und mit dir zum freiheitsstern.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 02.07.2016,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Freiheitsstern«))

angewandte dämlichkeitskritik

tom der elch zieht durch die stadt.
er hat die ganze scheisze satt,
hat der menschen ignoranz im blick,
betreibt dämlichkeitskritik;
mal kopfschüttelnd und mal angewandt,
zersetzt mit spott er dieses land,
wo alle shoppen, konsumieren,
sich in lethargie verlieren
und wahn schafft ein gefahr'ngebiet,
in das es die gefahren zieht.
brutal sind sie, uniformiert,
anders als tom... uninformiert.
er schüttelt kopf und auch geweih,
macht sich von den fesseln frei;
dämlichkeitskritik wird angewandt
und eine wanne steht in brand.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 01.03.2016)

wilder vogel

es fliegt der wilde vogel über's meer,
ein katamaran aus port rhiannon.
auf ihm kommen des wildvogel-clans pirat*innen daher,
unter hellblauem himmel und strahlender sonn'.

gegen sklaverei und kolonialgehabe
zieh'n sie voll wildheit in die schlacht.
mit schwertern, mit feuer und magischer gabe
stellen sie sich gegen finsterste macht.

Refrain:
der wind bläst, lässt die segel blähen,
trägt in die fern' der freiheit lieder.
schlieszt du die augen, kannst du sie sehen,
ihre geschichten hall'n in dir wieder.

in hafenschenken, in dunklen gassen,
als spielleut' und beim würfeln mit list,
der geldbeutel besitzer*innen sich wechseln lassen.
mit schönen worten entgeh'n sie dem zwist.

haben recht und gesetz als unrecht erkannt.
der welten reichtum gehört allen.
vor der herrschenden knechte entflieh'n sie dem land,
um ihre schiffe auf see zu überfallen.

Ref.

auf einsamen inseln finden sie dann
mythische rätsel oder gar eine kiste voll gold,
die an all' die bedürftigen verteilt werden kann
und die götter sind ihnen hold.

so nehmen sie hier und geben sie dort,
genieszen in freude das leben.
bevor sie gefangen, sind sie schon fort.
das seien ist allen gegeben.

Ref.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 25.12.2015,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Wilder Vogel«))

ᛞᚨᛚ ᚲᛟᛊᛗᛟᛊ ᛒᛚᛃᛟᛞᚨᛟ / die welt weint

Das folgende Gedicht ist in der Fantasy-Sprache Pretanisch (aus dem Satjira-Project) verfasst:

ᛞᚨᛚ ᚲᛟᛊᛗᛟᛊ ᛒᛚᛃᛟᛞᚨᛟ•
ᛖᛜᚨ ᚦᚨᚱᚾᚨ ᚱᚨᚾᛞᛃᚨᛊ ᛞᚱᛟ
ᚨᛒᛟᚹ ᛞᛁᛚ ᛊᚢᚲᛉᚨ-ᛈᛚᛃᚨᚾᚨᛁᛗ•

ᚹᚢᚾᛏᚨᛚ ᚹᛟᚱᛞ ᛞᚨᚷᛟ-
ᛊᛟᛚᛃ ᚦᛟᛟᛚ ᛞᚢᚾᚲ ᚲᚨᚨᛚ
ᛞᚢᚾᚲ ᛏᚨᚱᛟ ᚷᚱᚨᚾᛖᛗᛟ•

ᛞᚨᛚ ᚹᚢᚾᛏᛟᚱ ᚹᚨᚱᛁᚾᚨ-
ᚾᚨᚱ-ᚹᚢᚾᛃᚨ ᛊᚢᛖ ᛞᚢᚾᚲ ᚷᛟᚱᛊᚨᛗᛞᛖ-
ᛊᛟᛚᛃ ᚷᚱᚨᚾᛊᚨ ᛞᚢᚾᚲ ᛚᛁᚨᚱ•

ᛞᚨᛚ ᚲᛟᛊᛗᛟᛊ ᛒᛚᛃᛟᛞᚨᛟ•
ᛞᚢᚾᚲ ᚨᚱᚨᚷ ᛗᚢᚱᛏ ᛞᚨᛚᛟᛗ•

 

auf deutsch:
die welt weint.
eine rote sonne steht
über den schlachtfeldern.

leben verschwendet,
nur tot und hass
und gier regier'n.

der verstand schwindet,
kennt statt freiheit und liebe
nur noch herrschaft und mord.

die welt weint.
und ich wein' mit ihr.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 19.07.2015,
ist auch Teil des Satjira-Projects (siehe »ᛞᚨᛚ ᚲᛟᛊᛗᛟᛊ ᛒᛚᛃᛟᛞᚨᛟ«))

inspiration

noch immer hör' ich schreie,
hall'n aus finsterer vision
von leiden und pein.
sind niemals verklungen,
erfüll'n mein ganzes wesen
und werden immer sein.

manchmal sind's die meinen,
dringen aus meiner kehl',
ein and'res mal auch nicht.
bin peiniger und opfer
in fantasie und rausch,
wenn die wirklichkeit zerbricht.

gehör'n zu meinem leben;
fließen aus meiner feder,
treiben meine lust im spiel.
solang in achtung ich doch bleibe
für die wesen all der welten,
bringen der inspiration sie viel.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 15.05.2015)

Carah Mondtanz

Es erklingt der Ruf der wilden Katze,
die durch die Wälder zieht.
Sie setzt behutsam Tatz' vor Tatze,
während sie den Mond ansieht.

Und neben ihr ein Wolf, wie Schnee ganz weiß,
streift mit ihr durch die Nacht.
Denn der Liebe ist sie ihm verheiß.
So gibt er auf sie Acht.

Voll Freude ist erfüllt sein Herz,
wenn sie zärtlich bei ihm ist.
Verdrängt ist all der Schmerz,
einer Welt, welch' grausam Leben frisst.

Gemeinsam finden sie den Mut,
um gegen Unrecht einzustehen
und einmal, da wird alles gut,
das kann ich als Wolf in deinen Katzenaugen sehen.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 17.09.2014,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Carah Mondtanz«))

Port Kunterbunt

Im Bljandanischen Wald
an der Bansarischen Küste
findet sich ein gar buntes Nest.

Behütet vor Gewalt
und Herrschaftsgelüste
ist jede Nacht dort dem Leben ein Fest.

Von Palisaden aus Holz
und dem Willen zur Freiheit
geschützt, liegt an jenem Ort Port Kunterbunt.

Der Spielleute Stolz,
welche zum Teilen bereit,
kommt von dieser Wagenburg gar freudige Kund'.

Refrain:
Sie leben voll Liebe im Wildvogel-Clan,
träumen heut' schon von 'ner Welt ohne Sorgen;
widersetzen sich der Herrschenden Wahn
und gehen gemeinsam ins Morgen.

Von dort ziehen sie aus,
bringen der Welt ihre Kunst
oder den Herr*innen manch deftigen Überfall.

Und auch auf's Meer hinaus
mit Katamaranen in des Ozeans Gunst
erklingt ihr Lied überall.

Wenn sie singen von Liebe,
von Autonomie und Gleichheit,
ihrer Freude am Sein.

Auch wenn sie sonst wo treffen die Hiebe
und ihre Träume sind weit,
wächst in Port Kunterbunt deren Keim.

Ref.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 29.06.2014,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Port Kunterbunt«))

Satjira – Ein Kindheitstraum wird wahr...

Vor ca. fünfzehn Jahren habe ich begonnen eine Fantasy-Welt namens Satjira zu erschaffen. Dem waren Pen-&-Paper-Rollenspiele vorausgegangen, denen später, schon während ich am Satjira-Project arbeitete, Erfahrungen beim LARP folgten. Selbst einige meiner Gedichte thematisierten und thematisieren auch immernoch das Satjira-Project. Nun hat mir Keks eine Wiki aufgesetzt, in welche ich meine alten Aufzeichnungen zum Satjira-Project Stück für Stück übertragen und dann teils mit Freund*Innen weiter ausarbeiten kann. Dies wird sicher noch eine Weile dauern, in welcher sich die Wiki nur sehr lückenhaft füllen wird. Dennoch habe ich sie bereits jetzt als Unterseite in den Blog eingebunden, um es zu ermöglichen allen Entwicklungen weiter zu folgen. Vielleicht findet ja jemensch Interesse daran und mag sich selbst in die Texte über Satjira einlesen oder sich sogar beteiligen.

Der Wildvogel­-Clan

Getragen auf den Traumschwingen des Eichelhähers im wilden Flug
entstand der Wildvogel­-Clan:

Nahe der Stadt
da stehen die Wagen,
die hohen Mauern
schützen sie nicht,
doch sie schließen sie auch nicht ein.

Von Ort zu Ort,
von Land zu Lande;
immer auf der Suche,
immer auf der Flucht,
nirgends und überall daheim.

Refrain:
So sind sie frei,
die die mit dem Winde zieh'n,
vogelfrei vor dem Gesetz,
wie Vögel so frei auch im Herz.
Wildvogelfrei.

Carah spannt den Bogen,
Degordarak zieht das Schwert,
in Ma-Chao's Griff liegt ein Speer
und aus Funkes Hand
sprießt das Feuer so heiß.

Sie nehmen von jenen, die horten
und erwehren sich gegen die,
die sie jagen,
ihre Freiheit verachten,
das Leben negier'n.

Ref.

... und sind sie in der Stadt,
leben sie dort von der Straß',
von Funkes Feuertanz,
Gedichten und auch Liedern,
sind verachtet und geliebt.

Doch wenn wer sie fängt,
dann hängen sie,
hängen sie am Galgen
und können daher nimmer ruh'n.
Sie müssen zieh'n.

Ref.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 11.05.2013,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Der Wildvogel-Clan«),
als mp3 downloaden: mit Hisztory (2014)_als_ich_mir_nicht_anders_zu_helfen_wusste_-_cd_cover_front)

a red block in a cold time

So, zur Feier des Tages gibts heute mein allererstes Gedicht:

It's cold outside.
The society is dying.
We are all sick
and war is all around.

But I'm not afraid
as long as we make a stand
in friendship and love
against this brutal storm.

We are laughing
and we're singing about freedom.
They'll never stop us
neither now nor ever.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 17.05.2003,
ist Teil des Satjira-Projects (siehe »a red block in a cold time«))