Archiv für Liebesgedicht

keine schranken

weit fliegen all' die gedanken,
wie's heiszt, kennen sie keine schranken;
fliegen über's meer hin zu dir,
tragen grüsze und wärme von mir;

wiegen dich und mich in träumen
von blumen, von gräsern und bäumen,
einer welt voll grünem leben,
wo alles ist allen gegeben.

schliesz' die augen, öffne sie weit,
erkenn' mit mir gemeinsam die zeit.
weit fliegen all' die gedanken,
wie sie kennen wir keine Schranken.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 13.03.2017)

yo sueño

es la isla del socialismo,
es la isla de la esperanza
y el pueblo espera
al socialismo
y la libertad.

yo estoy aqui, en la isla,
en la isla de la esperanza.
pero no estoy en mi casa,
porque est lejana,
es en tus cercanía.

¡vámonos a la isla!
es la isla de la esperanza.
yo sueño contigo
y con el socialismo
y la libertad.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 09.03.2017)

freiheitsstern

syrinea's silbermond
steht hoch über der welt,
wie ein funkelnd' kleid trägt er
satjira's sternenzelt.

und ein wilder vogel fliegt
durch's blasse licht der nacht,
singt voll freud' der freiheit lied,
spürt seiner schwingen macht.

sein gesang dringt in mein ohr,
trägt freud' ins leben mir.
mit deinem bilde er verschmilzt,
mein türkises katzentier.

wie zum horizont er strebt,
der vogel in die fern',
so streb' von herzen ich zu dir
und mit dir zum freiheitsstern.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 02.07.2016,
ein Gedicht der Wildvogel-Reihe,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Freiheitsstern«))

ein trauriges liebesgedicht

die sonn' geht auf,
die sonn' geht unter,
lebenszeit verfliegt
und ich sehne mich nach dir.
doch seh'n tu ich dich nicht.

bist unbegreifbar fern.
kaum hoffnung gibt’s
jemals bei dir zu sein,
mit dir zu tanzen,
dich zu spüren.

im traum bin ich bei dir;
welch' glücklich' utopie,
wenn fesseln fallen.
doch kannst du hier nicht sein.
freiheit, ich vermisse dich.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 12.03.2016)

dein spiel

kann nichts seh'n
und mich nicht regen,
füg' mich deinem spiel.

will mit dir geh'n,
mein herz in deine hände legen,
dir folgen an dein ziel.

zwingst mich nieder,
mit all' deiner gewalt.
lässt qualvoll leiden mich.

so geschieht es immer wieder,
wenn der rausch kennt keinen halt
und ich weisz, ich liebe dich.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 04.09.2015)

tauwetter

wie sollt mir nicht kalt seien,
in einer welt aus eis?
wo die herzen schnell gefrieren,
es regiert dort die gewalt.

doch bist du ein lichtblick mir,
ein refugium aus wärme,
zärtlichkeit, geborgenheit;
hoffnung schimmert in der ferne.

lässt mich glauben, dass es geht,
dass es siegt einst die vernunft.
wenn wir hand in hand einstehn,
gibt's tauwetter uns die gunst.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 02.07.2015)

neunzehnhundertsechsundachtzig

neunzehnhundertsechsundachtzig
ging mein lebenslichtlein an,
in der berliner charité
war's meine geschichte, die begann.

ein jahr später ein geschenk
– eines der größten mir im leben –
bekam, auch wenn ich dies nicht gleich erkannt,
mein schwesterherz gegeben.

als ich drei und vier dann war,
verschwand das land, wo ich geboren.
der kapitalismus holt uns ein,
der sozialismus scheint verloren.

doch auch wenn's einschneidend mir klang,
blieb's lang' diffus und unverstanden
und noch heute weiß ich nicht, wie's mich geprägt
die geschicht' der deutschen landen.

zweiundneunzig ging's zur schule,
umzug, neue klasse; dort lief's fürchterlich;
nochmal umgeschult und angekommen
und endlich fühlte ich geborgen mich. Weiterlesen

Carah Mondtanz

Es erklingt der Ruf der wilden Katze,
die durch die Wälder zieht.
Sie setzt behutsam Tatz' vor Tatze,
während sie den Mond ansieht.

Und neben ihr ein Wolf, wie Schnee ganz weiß,
streift mit ihr durch die Nacht.
Denn der Liebe ist sie ihm verheiß.
So gibt er auf sie Acht.

Voll Freude ist erfüllt sein Herz,
wenn sie zärtlich bei ihm ist.
Verdrängt ist all der Schmerz,
einer Welt, welch' grausam Leben frisst.

Gemeinsam finden sie den Mut,
um gegen Unrecht einzustehen
und einmal, da wird alles gut,
das kann ich als Wolf in deinen Katzenaugen sehen.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 17.09.2014,
entstand im Rahmen des Satjira-Projects (siehe »Carah Mondtanz«))

Sterne

Es leuchten hell die Sterne
vom weiten Himmelszelt,
erfüllen mich mit Glück,
sind wichtiger als vieles auf der Welt.

Denn sie spiegeln mir dein Antlitz,
durch sie bist du nie fern.
Ich muss dir etwas sagen:
Wie die Stern' und mehr hab'ich dich gern'.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 01.07.2014)

das spiel

sanft streicheln meine hände
über deine nackte haut,
die in fesseln und in ketten liegt,
sodass du fest gebunden bist;
in uns ist erregung aufgestaut.

sind verfallen uns'rem spiele,
das voll leidenschaft uns treibt
kann dich küssen und beherrschen;
bist mein durch dein mandat,
das die liebe für uns schreibt.

und beim nächsten male
gehöre ich dann dir;
bin dir restlos unterworfen;
in rücksichtsvoller achtung
spiel'n das spiel in liebe wir.

 

Creative Commons CC BY-NC-ND by Meas Wolfstatze
(geschrieben am 21.05.2014)